Songkran!

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Pattaya tropft. Nein, es trieft. Unbarmherzig wird jeder abgeschossen und begossen, ob er will oder nicht. Wassertanklaster fahren durch die Straßen (hier wieder in Soi 7 und 8, und in der 2nd Rd.), um ihre nasse Fracht in jeden der vielen großen Kübel und Fässer, die den Straßenrand säumen, gegen Cash (100 Baht pro Füllung) zu ergießen. Pickups mit zentnerschweren (na ja) Eisblöcken folgen in einigem Abstand, um ihre kalte Fracht an den Mann zu bringen.

 

Bargirls in äußerst (!) knapper Bekleidung stehen tropfnass an den Bars, teils auf Tischen, Bänken oder was sonst noch eine erhöhte Position ergeben könnte, und tanzen zu der allgegenwärtigen, lauten Musik, natürlich nicht, ohne die eigenen Reize möglichst deutlich hervorzuheben und zu zeigen. Loveparade? Nett, aber ein Kindergarten dagegen.

 

Motorräder, sei es besetzt mit Müttern und deren Kindern, sei es mit Urlaubern und deren Urlaubsabschnittsgefährtinnen, finden sich mitten in der Kolonne, um entweder vergeblich zu versuchen eine einigermaßen trockene Nische in der Karawane zu erwischen, freudig den Spaß mitzumachen oder einfach nur alles über sich ergehen zu lassen. Etwas anderes bleibt ihnen eh nicht übrig. Also lächeln!

 

Die vielen Pickups mit ihrer lebenden Fracht achtern machen den Großteil der sich offenbar immer irgendwie im Kreis bewegenden Autoschlange aus. Zu 90% sind es Thais, der Papa fährt (bei gut verschlossenen Fenstern), Mama sitzt auf dem Beifahrersitz und die Kids und deren Freunde spritzen, hin- und herschaukelnd im Rhythmus des ständigen Stop and Go auf der Ladefläche, was das Zeug hält.

 

Erwachsene Männer, meist aus Europa, gekleidet in Shorts, Schlappen und manchmal einem Armee Shirt, oder tätowiert wie 100 Jahre Zuchthaus, benehmen sich wie Vorschulkinder und grinsen passend dazu wie die Honigkuchenpferde. Würde man manchem von ihnen nachts im Dunkeln begegnen, bekäme eine zurückhaltende Natur wie ich wohlmöglich Angst... nicht so hier. Wir sind in Thailand, es ist Songkran, die Party ist in vollem Gange - und die Gesichter sind die von glücklichen Kindern. Auch unsere!

 

Die gefährlichsten Spritzen sind konstruiert aus blauem PVC Rohr und im Prinzip einer Luftpumpe - und verboten. Zu viel ist wohl passiert in den letzten Jahren, das kann, aus nächster Nähe zumindest, sprichwörtlich ins Auge gehen. Darum sammelt die Polizei werbewirksam einige der Teile ein, um sie gleich an Ort und Stelle ebenso werbewirksam zu zerstören. Natürlich juckt das kein Schwein... Kaum ist die Streife um die Ecke, geht es weiter. Und die Verkäufer von blauen PVC Wasserspritzen reiben sich die Hände.

 

Eine Horde besoffener Engländer grölt, als sie mich mit meiner Pentax fotografieren sieht, einer von ihnen nimmt mich gleich unter Beschuss, mit breitem Lachen, wohl in der Annahme, meine Cam sei wegen seines Volltreffers auf mich nun ertrunken. “Leider nicht” signalisiert mein noch breiteres Lachen, als ich trotzig mal wieder die Wassertropfen von der Pentax puste um ihn damit abzuschießen.

 

Zu früh gefreut, denn gleich bei der nächsten Bar erwischt mich wieder einer voll an der Rübe, ich verliere meine Brille. Mir das Wasser aus den Augen wischend tapse ich blind herum, und wenn nicht ein mitfühlendes Thaigirl mir gleich darauf mein Nasenfahrrad in die Hand gedrückt hätte, wäre sicher jemand darüber gefahren.

 

Ich mache Pause an einer der Bars, bestelle mir ein Bier, dann noch eins, und dann noch eins. Und lasse mich von den Mädels antanzen. Hey, ich bin im Urlaub! Eine breit grinsende Mamasan bringt mir ein halbwegs trockenes Tuch, mit dem ich meine Brille von Wassertropfen und Kreidepastenrückständen befreien kann. Schon sehe ich wieder klarer: Ja, das muss, das kann nur Thailand sein!

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