More Beaches!

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Noch jemand Lust auf Sand und Meer? Jungs, wir machen Beachurlaub in SHV! Also los, reißt Euch zusammen... mit den beiden Vietschwestern an den Strand. Aber vorher natürlich standesgemäßes Bikini Einkaufen im Bikini Shop. Man, haben die mich ausgemistet. Ich bin ja nicht geizig, aber wenn man das Handeln und Feilschen etwas gewohnt ist, ist man erst mal etwas frustriert, wenn man so wenig Erfolg damit hatte wie ich an diesem Tag. Was soll’s, die Sonne schien, der Strand wartete und man lebt nur ein Mal! Die Alternative wäre gewesen, alles abzublasen und gleich ins Hotel, zum Abblasen. Das hatte ich nun aber mal für später geplant. Und ich hasse Planänderungen!

Dieser Strandmodenshop gehört in SHV zur Edelklasse... ist so eine Art Garagenshop. Da kannst du platzmäßig auch eine Suppenküche unterbringen, einen Massagesalon, oder Deinen Fiat 500. Ist halt kambodschanischer Mittelstand... nicht böse gemeint! Es ist schon so: Wer es sich leisten kann, so ein Geschäft zu betreiben, ist dick drin im Business und raus aus dem Schneider. Vor allem, wenn gelegentlich so liebestolle Bikinikäufer wie ich vorbeigucken WINK

Ich persönlich hab’s am Strand ja lieber etwas einfacherer, einfache Leute, einfache Speisen, einfach reinstecken im Wasser. Die Kids unten fanden das echt toll, dass sie unsere Essensreste bekommen haben. Ja, ist so, die Leute sind arm, und es gibt Hunger. Man schmeißt nichts weg. Wir haben dann noch ein paar Früchte extra spendiert, eine Cola und so. Glaubt nicht, dass die da die große Kohle an mir verdient haben... ein Dollar ist eine Macht in Kambodscha. Und das Lächeln der Kinder ist nicht gestellt, die haben sich wirklich über diese Kleinigkeiten gefreut. Da geht das Herz auf und man bedauert, nicht mehr tun zu können. Außer vielleicht, am nächsten Tag wiederzukommen.

Ach ja, ein paar Pics mit der Bekloppten sind auch noch reingerutscht...

Shop, Mädels beim Aussuchen, Strandszenen:

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Bars & Bargirls...

Nachts unterwegs: Im ANGKOR ARMS Restaurant (gegenüber der ATM), ein englisches Restaurant, gut gegessen. Ja, wer hätte das gedacht... die “mashed potatoes” waren einsame Spitzenklasse, und das Steak konnte sich sehen lassen. Alles günstig. Ich war regelmäßig da.

Absacker um 0400 am Victory Hill, anschließend mit Kumpel in das Hafenviertel eingefallen... Wärmflaschen engagieren. Im Morgengrauen mit zwei Süßen ins Hotel, Longtime 20 USD/Nase. Die eine nach 30 min rausgeworfen, die war unmotiviert und unbegabt. Die andere das Gegenteil: Das volle Programm! Sie hat die Tube mit der Jelly Cream ausgepackt und mir ihren eiskalten Mittelfinger reingesteckt... suuuuuper! So kommt man nur einmal, und schläft dann wie ein Baby ein. Fünfer Tip und Küsschen beim Abschied.

Reihe 2 und 3: Im Blue Mountain, Bewerbungsgespräche vor dem Dreier Quickie (15/Nase). Die waren gut drauf, das hat Spaß gemacht... Zimmer nicht so toll, immerhin Aircon und Dusche.

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Unterwegs in SHV

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Die Gegend zum Hafen raus und dahinter? Mietet Euch ein Motorbike für 3 oder 5 USD und fahrt mal hin, es sind ja nur ein paar Kilometer. Da bekommt man schon eher einen Eindruck davon, wie Kambodscha ist. Hier wirst du angeguckt, weil du ein Tourist bist. Nicht böse, es ist auch nicht gefährlich (“Augen auf” gilt natürlich trotzdem immer), die Leute sind nur überrascht, ansonsten nicht weiter an uns interessiert.

Gleich hinter dem Hafenpuffviertel (“Phum Tmei”) kommt der Anleger, da, wo die Fähre aus Koh Kong anlandet. Fischerboote werden gebaut und repariert, ein paar kleine Märkte, vor allem “Häuser”, es sind doch wohl nur die kambodschatypischen Hütten, die da längs der Straße, die der Wasserkante folgt, angesiedelt sind. Gebaut aus Holz, aus Wellblech und Plastik, auf Stelzen im Wasser stehend dort, wo das Raumangebot nichts anderes zulässt, oder einfach nur an den Straßenrand gedrängt eben genau da, wo noch ein paar Quadratmeter Fläche zu ergattern waren. Steinhäuser gibt es hier nicht.

Breite, stabile Holzstege führen hinaus an die Liegestellen der Fischerboote. Stelzenhäuser auch hier, Menschen wohnen, leben, arbeiten hier. Das sind keine bemitleidenswerten Tagelöhner oder Bettler die hier ihrer Beschäftigung nachgehen, auch wenn der Lebensstandard niedrig sein mag. Jeder hat etwas zu tun: die Boote müssen in Schuss gehalten werden, die Fische gekühlt und verkauft, die Familien versorgt werden. Wäsche hängt zum Trocknen dort, wo gerade noch Platz ist für eine Wäscheleine. Ein Lastwagen bringt eine Ladung Eis; auf langen Metallschienen wird das Kühlmittel wie auf einer Rutschbahn auf etwa 100 Meter von Männern und Jungs mit Haken zu seinem Bestimmungsort befördert. Das ist durchdacht, hat System, und es scheint zu funktionieren. Die Leute sind nett, ich bekomme überall “zurückgelächelt”. Vor allem die spielenden Kinder machen einen glücklichen Eindruck auf mich. Ich weiß, nach unserem Standard dürften die eigentlich nicht glücklich sein... Vielleicht gelten anderswo andere Maßstäbe für Glück als bei uns?

Bald darauf stößt man auf kilometerlange, aus absolut weißem Puderzuckersand bestehende Strände. Menschenverlassen, nur hier und da kleine, offene Gebäude, die wie Picknickplätze für Wochenendgriller aussehen, aber eine religiöse Bedeutung haben. Auf dem Meer geht in Steinwurfweite das eine oder andere Fischerboot seiner Bestimmung nach.

Freilich ist es nicht das Paradies, welches man sich nach dieser Beschreibung vorstellen mag; die Armut ist nicht zu übersehen, ich meine nicht die Armut, die daraus besteht, dass nicht jeder einen Mercedes Benz fährt, sondern die, die dazu führt, dass viele Leute barfuß gehen müssen. Die Leute haben schlicht kein Geld für Schuhe. Und das befremdliche, schuldbewusste Gefühl, welches jeden bei diesem Anblick beschleicht, sollten wir nicht vergessen, wenn wir um die nächste Ecke biegen, um in unserem Aircon Hotel ein Filetsteak zu bestellen. Selbst in dem Bewusstsein nicht, dass wir nichts ändern können. Oder wollen?

Nerve ich Euch? Jungs, es ist nicht immer leicht, ein Sextourist zu sein! “Reisen bildet”, heißt dieser platte Spruch, dem doch weder ich noch sonst jemand die tiefere Bedeutung absprechen kann. “Bildung” nicht nur in dem Sinne von Kennenlernen fremder “Kulturen” (die Anführungsstriche deswegen, weil Kultur eben nicht nur aus alten Steinen besteht und dem Begaffen von siebten, achten, oder neunten Weltwundern). Ich wünschte mir persönlich nur manchmal ganz einfach, dass ich und wir alle etwas lernen könnten aus der Tatsache, dass die Lebensumstände nicht für alle gleichermaßen gegeben sind. Wir alle sind satt und fett, schwimmen im Glück und Wohlstand, aber das kann uns ja niemand zum Vorwurf machen. Was einfach scheiße ist ist die Tatsache, dass wir noch nicht einmal ein kleines bisschen Blick haben, ja, Blick, für die anderen. Für die, die barfuß gehen müssen.

Reisen bildet also doch, oder! WINK

Im Anschluss an die Puderzuckerstrände kommt übrigens eine Ölraffinerie nebst der dazugehörigen Pipeline zum Entladen der Tanker. Öltankwagen brausen alle paar Minuten über die Piste. Muss man sich nicht antun.

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