Beaches

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Oh ja! Beaches, Sand, Boote, Fischer, Strandverkäufer, Restaurants, Liegestühle. Vung Tau liegt an der Spitze einer Halbinsel, und es gibt wirklich ellenlange Strände - und zwar auf -zig Kilometer! Man erwarte aber nicht die Schönheit karibischer Traumstrände, auch nicht eine perfekte Infrastruktur wie in Thailand oder die Sauberkeit, die in St. Peter Ording sicher vorherrscht. Immerhin, wir sind in Vietnam! Allenfalls mit Kambodscha habe ich es auf den ersten Blick verglichen... und sogar hier fällt auf, dass alles, anders als im Land der Khmer, auf einheimische Besucher ausgerichtet ist, keinesfalls auf Westler. Klar gibt es keine Speisekarten in einer Sprache, die uns irgendwie bekannt vorkommen könnte, ja noch nicht einmal beliebige Hinweisschilder am Strand sind für unsereins irgendwie zu entziffern. So fühlt man sich denn auch ehrlich gesagt etwas... verloren? Angesichts der Weite der Strände sicher kein ganz falscher Vergleich.

Ich hab unten mal eine Menge Bilder reingepackt, um die Szene rüberzubringen.

Einige Dinge fielen mir auf und haben mich beschäftigt... Die Leute sind arm, man sieht das einfach auch daran, was dort verkauft und konsumiert, und daran, wie es präsentiert wird. Es ist die dritte Welt.

Voll mit Besuchern habe ich es dort nie gesehen, wovon leben die? Auch am Wochenende gähnende Leere... vielleicht kommen die Besucher ja abends zum Essen? Ich weiß es nicht...

Der Anblick der Strände ist oft etwas gewöhnungsbedürftig. Zum einen erinnern die wenigen Auslagen der Strandshops, Buden und Essensstände fast an die ärmlichen Verhältnisse in Kambodscha: Einfach zusammen gezimmerte Bretterbuden, selbstgebaute Karren und simpelste “Strandmöbel” bestimmen das Bild. Zum andern sieht es nicht gerade sauber oder aufgeräumt aus, was aber wenigstens zum Teil daran liegen könnte, dass hier erst vor kurzer Zeit ein Hurrikan durchgezogen ist, der große Schäden angerichtet hat. Es trifft ja leider immer die ärmsten und einfachen Leute am schlimmsten.

Viele Leute haben eine absolute Scheu davor, sich fotografieren zu lassen. Weiß der Henker warum, manche Strandverkäuferin habe ich auch mit meinem freundlichsten Sonntagslächeln nicht dazu bekommen, mal in meine Kamera zu blinzeln. Für mich eine absolut neue Erfahrung, ist aber so in Vietnam.

Fischer und ihre Boote allenortens; viele sind auch zu Fuß unterwegs, teils in Gruppen, um dann mit ihrem Netz gemeinsam in Strandnähe etwas zu fangen. Einen ausgebauten Hafen habe ich vergeblich gesucht, die Boote sind klein bis winzig, man ankert in der Bucht oder schleppt sein Boot an den Strand aufs Trockene.

Abseits der belebteren Strandabschnitte, falls man von solchen reden kann, ist erst recht Müßiggang angesagt... man liegt in der zwischen Bäumen aufgehängten Hängematte und lässt die heißeste Zeit des Tages verstreichen. Oder doch wenigstens in einem der wackligen, selbstgezimmerten Liegestühle, schattig platziert und neben dem eigenen Motorbiketaxi... vielleicht kommt ja doch Kundschaft vorbei?

An einem der frequentierteren Strände traf ich eine “Barbesatzung” aus dem besprochenen Viertel, die Mädels aus der ENIGMA BAR haben sich wohl vom anstrengenden Nachtleben erholt. Man saß unter Sonnenschirmen, verzehrte Früchte und trank Wasser aus Flaschen, alles mitgebracht. Ich kam mit ihnen etwas ins Gespräch, man überreichte mir die Karte der Bar und die Aufforderung, abends doch mal vorbeizuschauen (“big party!”). Die ganze Situation machte auf mich den Eindruck, als sei das etwas gänzlich unbekanntes, einen Westler mittags am Strand anzuquatschen (oder von ihm angequatscht zu werden), um ihn dann irgendwohin einzuladen. Also noch mal, es ist nicht Thailand, da würde das gänzlich anders ablaufen. Trotzdem geht’s doch immer irgendwie... bin dann auch abends da mal reingeschneit in die Bar, es war proppenvoll, es gab wohl was zu feiern. Brauchte ich nicht unbedingt, eine Kneipe rappelvoll mit Westlern, und kaum eine Bedienung da, die eine Bestellung aufnehmen konnte, geschweige denn irgendwelche willigen Chicks, die sich an meinen schmutzigen Hals werfen wollten. Gleich wieder raus also...

Zurück zum Strand: Nur äußerst selten trifft man auf einen Westler, und wenn, schaut man sich erschrocken bis irritiert an. Und: EINEN Jetski habe ich gesehen, aber der lag friedlich vor sich hinrostend auf seinem Trailer.

Ich denke, ich habe jetzt genug drauf losgeplaudert, um meine ungewohnten Eindrücke vom Strandleben in Vung Tau zu schildern. Schaut Euch die Pics an:

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Nachts unterwegs in Vung Tau

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Bezügliche des Nachtlebens braucht man auf nichts zu verzichten... Viele Bars und Karaokeschuppen sind über die Stadt verteilt, auch schräg gegenüber des Rex Hotels ist ein Billard Laden Namens “Red Parrot” (großes Bild oben). Viele Bars zentrieren sich um das Palace Hotel herum, wie gesagt, hier mal ein paar Fotos von nächtlichen Ausflügen. Der Alk fließt in Strömen (wirklich unglaublich was die Mädels da vertragen, die haben mich fast unter den Tisch gesoffen), die Puppen tanzen, und um 0200 machen die Läden dicht. Dann geht man ins Hotel. Da Prostitution in Vietnam verboten ist (hahaha), bekommt man seine Schöne der Nacht nicht ohne weiteres ins Hotel, wie oben schon besprochen.

Einmal kam spät nachts die Polizei, jedenfalls bauten die draußen so was wie eine Kontrolle auf, mein Huhn zog sich rasch um, ich hatte den Eindruck, sie wollte sich nicht in der etwas schickeren Abendgarderobe, die sie vorher trug, sehen lassen... Man bedeutete mir ruhig zu sein (Musik aus), jemand rief uns ein Taxi, rein, und ab durch die Mitte, unbehelligt.

Im “Red Parrot” (gleich beim Rex Hotel) ist Expat Treffen, man lernt die Jungs kennen, die hier leben, der Chef ist auch ein Westler. Sehr angenehm. In einer der anderen Bars hab ich es manchmal krachen lassen: Flasche Black Label, Essen vom Restaurant um die Ecke für die Mädels, die Karaoke Maschine lief heiß. Ein Mädel mitgenommen, der 18 Dollar Trick an der Reception, volles Programm in meinem Zimmer. Das Mädel, das uns den ganzen Abend bedient hatte nahm mich zur Seite und meinte, ich solle nicht vergessen, meiner Begleitung morgens etwas Geld zu geben, sie würde davon leben - so oder so ähnlich drückte sie sich aus. “Na klar”, sagte ich, “ich weiß bescheid!” Nach den Erwartungen, was die Höhe der Zuwendungen betraf, habe ich lieber nicht gefragt. 

Morgens drücke ich ihr 50 USD in die Hand. Erstaunt fragt sie mich, wie viel das denn wohl in Dong sei... Sicher hätte ich ihr auch Ostmark oder italienische Lira in die Hand drücken können, so unbedarft war sie. Abends hole ich sie wieder ab, nicht ohne vorher die gleiche Party in der Karaoke Bar mit ihr zu veranstalten. Diesmal wurden es 2 Flaschen Black... den Rest mitgenommen... Rechnung hielt sich trotzdem in Grenzen, es war fair. Es waren am 2. Abend knapp 100 USD, nicht schlecht für all die Getränke, das Essen, die Karaoke und den Spaß über Stunden.

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