Vung Tau

Wikipedia: Vung Tau

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Der Flug mit Vietnam Airlines war OK, das Auschecken in HCM etwas gewöhnungsbedürftig... das Gepäck wird nach dem Empfang noch einmal geröntgt - weiß der Henker, warum. Immerhin blieben meine Ausrüstung, also Dildos, Massagestäbe, Wäsche usw. unbemerkt, oder zumindest unbeachtet.

Gleich in der Ankunftshalle ein Taxi klargemacht, am Schalter. Der erste wollte 75 Dollar für die Fahrt nach Vung Tau, der Mann am zweiten Schalter nur noch 46 Bucks. Die etwa dreistündige Fahrt verlief ereignislos, und obwohl es schon dunkel war und ich mich nicht auskannte, hatte ich keinerlei Sicherheitsbedenken wegen der mitgeführten Kohle, Kameras etc. Vietnam gilt als das sicherste Reiseland Asiens. Nur vor Taschendieben sollte man sich in Acht nehmen.

Was der freundliche Steward (wohnhaft in Saigon) mir im Flieger erzählt hatte, nämlich, dass die Reise mindestens 300 USD für mich als Westler kosten würde (ich solle lieber die Adresse, die er mir aufschrieb, anlaufen in der Stadt und dort nach einem bestimmten Fahrer fragen), war zum Glück Unsinn. Also: Lasst Euch in Vietnam nichts, auch nicht von noch so netten Leuten, erzählen, und forscht selber nach. Was in diesem Fall ja nicht mehr nötig ist, wozu gibt es Major Grubert WINK 

Saigon ließ ich also links liegen... nach mir vorliegenden Informationen ist die Stadt vom Nachleben her kaum eine Empfehlung wert, zudem hört man viel von Abzocke und überhöhten Preisen. Also gleich weiter. Vung Tau liegt etwa 125 km entfernt von HCM. 

Die Taxifahrt verlief trotz Dunkelheit absolut glatt und dauerte etwa 3 Stunden. Abgesehen davon, dass der Fahrer unterwegs nach dem Weg fragen musste, einmal, um die Stadt zu finden, und mehrmals, um das Hotel zu finden. Außerdem schmalzte er mich unterwegs ständig an, ob ich nicht noch die Gebühr für den Highway zahlen könne. Ausgemacht am Airport war ausdrücklich, dass alles inclusive sei. Ich fragte ihn, wie hoch denn die Gebühr sei, daraufhin nannte er (nach kurzem Überlegen) einen utopischen Preis, etwa 20 Dollar oder so. Ich ließ ihn im Ungewissen, achtete aber spaßeshalber darauf, wie viel er an jeder Maut Station bezahlte. Das Umrechnen der inflationären Währung (etwa 40.000 Dong sind ein Dollar) brachte mich zwar dazu, mehrfach nachzurechnen, doch war mir klar, es war nur recht wenig Geld, was da bezahlt wurde. Und es war ja ohnehin inclusive. Ich gab dem Driver trotzdem USD 5 Tip, was seinerseits mit der Bemerkung quittiert wurde: “Oh, no Tip for me?” Etwas angefressen ob so viel Unverschämtheit ließ ich ihn stehen und checkte ins Hotel ein:

Rex Hotel
01 Le Quy Don St., Vung Tau City
Tel: (84.64) 852.135 - 852.612
Fax: (84.64) 859.862
Email: rex.os@hcm.vnn.vn

Hier ein paar Fotos vom Hotel, innen wie außen, und auch ein paar Ausblicke von der Dachterrasse, um einen ersten Eindruck und Überblick von der Gegend zu bekommen. Sorry, ausgerechnet bei einigen Innenaufnahmen hatte ich die Cam falsch eingestellt, die sind etwas verwackelt, die Auswahl also leider nicht so groß.

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Uff, erst mal durchatmen... neues Land, neue Stadt, wie läuft’s denn hier so? Also das Hotel war ein Tipp aus einem Forum, der Kollege hatte auf meine Anfrage auch per Mail noch ein paar Infos gegeben für mich. Im Grunde ein guter Tipp, wenn auch die Dachterrasse, auf der nach seiner Auskunft besonders am Wochenende die Hühner aus der Umgebung nach Kundschaft suchen würden, leider Geschichte ist. Die Terrasse gibt’s schon noch, aber der Barbetrieb ist eingestellt, im Hotel selbst geht also wenig bis nichts. Es wäre aus Gründen, die später noch beschrieben werden, allerdings sehr praktisch gewesen, mit diesen Mädels gleich ohne weitere Umstände aufs Zimmer verschwinden zu können. War aber halt nicht mehr so. Man muss schon etwas tiefer in die Trickkiste greifen...

Das Rex Hotel hat mehrere Zimmerkategorien, angefangen bei etwa 20 bzw. 25 Dollar für das einfache Zimmer (alle Angaben incl. Frühstück), bis hin zur Suite für etwa 70 USD. Nachdem ich mir einige Zimmer angeschaut hatte (es waren genügend frei), dachte ich, man gönnt sich ja sonst nichts, nimm das große Zimmer für die paar Tage. Konnte sie auf 60 Bucks drücken. Das Abreisedatum habe ich offen gelassen. Die Suite sehr geräumig, 2 Zimmer, 2 große TVs, 2 Aircons, 2 Bäder, Dusche, Wanne. Zimmersafe mit Zahlenschloss, Internet (free) im Zimmer (Kabel wurde gebracht). Riesiges Bett, schöner Pool (allerdings gegen geringe Gebühr, da eigentlich dem Nachbarhotel zugehörig, ist aber das gleiche Grundstück) mit angeschlossener Bar. Das Restaurant ist sehr gut, meine vietnamesische Lieblingssuppe süß-sauer (mit Fisch), die ich eigentlich in Phnom Penh kennen gelernt hatte, war einfach super. Die haben aber auch Speisen alá Card für Westler, und nicht nur gut, es ist auch sehr preiswert. Das Frühstücksbuffet ist ebenfalls mehr als annehmbar, auch nach westlichem Standard.

Das Personal ist sehr freundlich, auch die Rezeption ist redlich bemüht Fragen zu beantworten, ein Taxi für längere Ausflüge zu organisieren, oder den Flug umzubuchen usw. Der Wäscheservice im Hotel ist schnell, billig und zuverlässig. Es gibt unten eine kleine Bar, der Keeper ist nett und gibt sofort die richtigen Tipps, wenn man ihn drauf anspricht (also Nachtleben, Mädels etc.) Zudem liegt das Hotel ganz günstig: Zum einen hat man einen schönen Ausblick auf die Bucht, zum andern ist man mittendrin, auch was die Bars usw. anbelangt.

Rundum gab’s also mal gar nichts zu meckern... wenn es da nicht diese Beschränkungen wegen der Mädels gäbe. Aber das liegt am kommunistischen System in Vietnam, nicht am Hotel. Doch später mehr dazu.

Nach dem Einchecken das traditionelle Bier aus dem Kühlschrank, ein paar Klamotten ausgepackt, duschen, anziehen, los geht’s. Es war schon recht spät, etwa 2300. Was lag näher als erst mal die Hotelbar abzuchecken... also rein und ein Bier bestellt. Kann man sich in etwa so vorstellen wie eine Bierbar in Thailand: Open Air Bar, Billard, Musik, gekühlte Getränke, Ventilatoren an der Decke, und... ein paar Mädels. Ich kam auch mit der Dame von Bild eins gleich ins Gespräch. Ich fragte sie, was denn so los sei in der Stadt, wohin man denn noch gehen könne usw. Sie wollte auch mit mir gehen, aber erst nach Feierabend um 0200. Ehrlich gesagt, obwohl sehr nett, weder entsprach sie meinem Beuteschema, noch wollte ich mein Herz gleich nach 10 Minuten an die Erstbeste hängen. Schließlich gab es mehr zu entdecken. Ich lernte in der Bar auch einen Holländer kennen, netter Kerl eigentlich, der wollte mir dann noch ein paar Bars zeigen, die per pedes erreichbar um die Ecke lagen. Gesagt, getan. Leider hatten die Bars zu... so gut kannte der sich offenbar doch nicht aus, obwohl er da irgendwie zum Inventar gehörte. Es hingen auch noch ein paar Seeleute in der Bar ab, die wohl so irgendwie “auf Montage” da waren... die Schiffe lagen gerade vor Anker und die Jungs hatten etwas Zeit und Geld übrig. Von der Sorte wohnen einige in dem Hotel, auf Firmenkosten.

Allerdings schienen die Umstände in der Gegend nicht gerade mit denen in Pattaya z.B. vergleichbar zu sein, denn ansonsten hätten sie mir nicht ob meiner - anderenorts durchaus üblichen - Angriffe auf die Mädels nicht ständig die Daumen nach oben gezeigt. Es war also offenbar schon etwas Besonderes dort, den Mädels mal gehörig auf den Zahn zu fühlen. Ich meine, zum Abhängen und Getränke konsumieren muss ich nicht in eine Bar gehen, zumal die Chicks dort durchaus bereit waren, etwas Geld nebenher zu verdienen.

Wie auch immer, weder waren die Girls besonders jung oder hübsch, um es nett zu sagen, noch war ich willig hier bereits die ersten Erfahrungen mit dem weiblichen Geschlecht in Vietnam zu machen. Ich war aus Kambodscha immerhin einiges in der Beziehung gewohnt... die Vietchicks dort sind wahrlich nicht zu verachten...  

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Wie der Abend endete? Unbefriedigend. Ich nahm noch irgendwo ein paar Drinks und ließ mich schließlich vom erstbesten Motorbiketaxler, dem ich mit Händen und Füßen klar machen konnte, was ich wollte, in eine Karaoke Bar fahren. Es war schon zu fortgeschrittener Stunde, und die Bar hatte geschlossen. Der Fahrer klopfte, und siehe da, uns wurde aufgetan. Jemand, der aussah wie der Sohn vom Chef, trommelte die Hühner zusammen, die, teils aus dem Schlaf gerissen und müde bis unfreundlich, teils müde bis interessiert, im Innenhof Platz nahmen und schauten, was für ein seltsamer Vogel um diese Uhrzeit noch Spaß haben wollte. Dass da nicht alle Tage ein Westler reinschneit, ist anzunehmen...

Es gab mehrere Zimmer mit je einer Karaoke Anlage und einer Couch. Die Zimmer natürlich von innen abschließbar - man kann sich vorstellen, wie es hier normalerweise abläuft. Jedoch wollte man wegen der Uhrzeit keinen Krach in Form von Gesang mehr veranstalten. Ich schlug also vor, 2 Hühner mitzunehmen, was dann auch verhandelt wurde. Englisch so gut wie null... Preise in das Mobil reingetippt und unter die Nase gehalten. Ich drückte den Preis für 2 Mamas (es waren wirklich keine Schönheiten dabei) auf je 40 USD, sicher kein Schnäppchenpreis für die Mütter. Aber ich war wild entschlossen, noch was zu erleben und so ging es los, und zwar in mein Hotel.

In mehreren Beiträgen zu Vietnam hatte ich gelesen, dass das Personal der “Nachtwache” in Hotels gegen eine entsprechende Zuwendung bereit ist, beide Augen zuzudrücken und die Hühner mit rein zu lassen in das Zimmer. Ich hatte Pech: Einem der Leute drückte ich einen 10er in die Hand, den er auch gerne nahm. Aber schon halb im Aufzug stehend wurde ich von einem anderen, älteren (wahrscheinlich der Chefaufseher) Angestellten an die Reception komplimentiert.

Es ist so: Es finden manchmal Polizeikontrollen statt in den Hotels, ich nehme an, die Bücher werden kontrolliert, vielleicht aber auch die Zimmer. Wenn dann was nicht stimmt, gibt’s echten Ärger für das Hotel. Nichts war es also mit Schmiergeld und happy hour (ich ließ mir den 10er natürlich zurückgeben).

Es funktioniert mit einem kleinen Trick aber doch, und zwar regelmäßig: Man muss für seine Begleitung ein Zimmer buchen (ein Zimmer für mehrere ist ok), die checken ordentlich ein, bekommen ihren Schlüssel, und der Fall ist erledigt. Freilich bleibt dieses Zimmer unbenutzt, und man geht in seins mit den Mädels. Das Extrazimmer im Rex kostete etwas unter 20 USD. Soweit ließe sich es also aushalten, und wurde später auch mehrmals von mir praktiziert. Warum an diesem Tag nicht: Eine der beiden hatte keinen Ausweis dabei! Oh Mann, so ein Mist, was jetzt. Die beiden machten mir deutlich, dass sie ein Hotel kennen würden, wo es auch so ging. Also wieder los mit dem Taxi. Falls Ihr mal in die Verlegenheit kommt, hier das Hotel:
 

Son Thinh Hotel
153 Phan Chu Trinh - P.2-TP.VT
Tel 064.523492

Ein absoluter Schuppen! Ich musste auf der Couch platz nehmen, während die beiden das Zimmer klar machten. Im winzigen Zimmer einfachstes, abgelutschtes Inventar. Ich weiß gar nicht mehr, wie viel ich bezahlt habe, wahrscheinlich insgesamt mehr als für ein Extrazimmer im Rex. Auf jeden Fall ist es eine Absteige und nur für den Notfall zu empfehlen. Anstatt mit den beiden schön in der Wanne in meiner Suite zu sitzen, nette Musik zu hören und sich gekühlte Getränke aus dem eigenen Fridge servieren zu lassen, nun mühsam rangeschafftes, lauwarmes Bier, eine 08/15 Dusche und eine Mini Glotze, in der vietnamesische Seifenopern liefen.

Das Schlimmste aber war die Performance der Hühner: Ungenügend. Blasen echt schlecht, wenn überhaupt, und dann dachten die wohl, sie könnten sich nebeneinander unter die Decke legen und ich würde nacheinander rüberrutschen. Nach kurzer Zeit war ich sauer und hab schon mal die erste nach Hause geschickt. Ich dachte, dann taut die andere etwas auf: Fehlanzeige. Ich zog mich also an und ließ die Zicke Zicke sein. Da hab ich mal wieder einen Abend (und das Geld) absolut in den Sand gesetzt... der berühmte Griff ins Klo.

Letztes Bild: beim Verlassen des “Hotels”, im Morgengrauen aufgenommen. 

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