Sicherheit

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Kenia ist die Dritte Welt und wegen der Armut ist hohe Vorsicht geboten. Mombasa und Umgebung sind zwar weniger unsicher als z.B. Nairobi, trotzdem werden wir dem Thema einiges an Beachtung einräumen müssen.

 

Wir werden im Folgenden zunächst Sicherheitsstrategien für die wichtigsten Punkte entwickeln: für die Anreise, für das Hotel und für (z.B. nachts) unterwegs.

 

Der Sinn des Ganzen ist es natürlich nicht Euch ins Bockshorn zu jagen oder unnötig zu erschrecken, aber lest Euch das ruhig einmal durch und verinnerlicht es, nur zur Sicherheit. Denn manchmal kann es dümmer kommen, als man gucken kann, und zwar nicht nur in Kenia.

 

Sicherheitsstrategie Anreise

 

Der springende Punkt bezüglich der Anreise ist, dass man alles Bargeld, Kreditkarte(n), Pass, Ticket, Ausrüstung (Kameras, Notebook etc.) mit rumschleppt. Ich plädiere als erstes dafür, nicht alles in bar mitzuführen, sondern auf Kredit- und Bankkarten zurückzugreifen, notfalls auf (die ja versicherten) Traveller Checks. Die Gebühren hierfür sind zwar nicht zu umgehen, geben einem jedoch dafür einiges an Sicherheit. Denn wenn wirklich der Fall der Fälle eintritt ist der Urlaub u.U. schnell zu Ende. Von dem Moment an, in dem man seine Haustür hinter sich schließt, sollte man grundsätzlich vorsichtig sein. Auch im Heimatland kann man bestohlen werden wenn es dumm kommt, und Vorsicht ist besser als Nachsicht.

 

Wie ich es mache: Ich splitte Cash, Kredit- und Bankkarten. Einen Teil habe ich am Mann in der Geldbörse, den anderen Teil im Handgepäck. So stehe ich im Fall eines Diebstahls oder Verlusts nicht von hier auf da völlig nackt auf weiter Flur. Kameras, Elektronik und wertvolle oder empfindliche Gegenstände gehören selbstverständlich ins Handgepäck, im Fall eines Verlusts des eingecheckten Gepäcks erstatten die Airlines nur Kilo Preise, dann sieht man alt aus, denn das sind nur Bruchteile des eigentlichen Wertes. Mal ganz abgesehen davon, dass einem diese Gegenstände im Urlaub fehlen. Und es kommen gelegentlich immer wieder mal Koffer weg, vor allem bei Umsteigerflügen. Ich habe eine stabile Reisetasche, die ich mittels eines kleinen Zahlenschlosses ständig verschlossen halte. Auch im Flugzeug kommen Diebstähle vor, und Gelegenheit macht Diebe. Das Handgepäck lasse ich grundsätzlich nie aus den Augen, weder im Taxi, wo ich es immer vorn im Fußraum oder, wenn ich hinten sitze, in Griffweite neben mir habe, noch beim Einchecken am Airport, noch am Gepäckband.

 

In Mombasa angekommen ebenfalls das Handgepäck immer am Mann behalten und nicht in irgendwelchen Kofferräumen oder allein auf dem Rücksitz des Wagens - wenn an einer roten Ampel jemand die Tür aufmacht und zugreift, seht Ihr es nie wieder.

 

Wenn ich im Hotel einchecke und mir zunächst das Zimmer ansehe, lasse ich das Handgepäck nicht unbeaufsichtigt an der Rezeption stehen, sondern nehme es mit. Überhaupt trage ich es lieber selber, denn wenn der Page es fallen lässt und die Cams/Schleppi kaputt sind, habe ich Pech gehabt.

 

Sicherheitsstrategie Hotel

 

Ideal ist es, wenn es einen Safe mit Nummerncode im Zimmer gibt. In Kenia ist das oft noch nicht der Fall. Andernfalls gibt es an der Rezeption eine Safety Box, die oft nur tagsüber zugänglich ist. Zu allererst nach dem Einchecken kommen die wichtigsten Dinge wie Pass, Ticket, Plastikgeld und Cash (bis auf den Tagesbedarf) in den Safe. Je nach dem wie groß der (Zimmer-) Safe ist, passen auch noch die Cams und evtl. das Notebook hinein. Wegen dem Hotelpersonal braucht man bezüglich der Diebstähle in aller Regel weniger Bedenken zu haben. Allerdings kommt es manchmal vor, dass andere Hotelgäste bestimmte Situationen ausnutzen um zu stehlen, oder dass Mädels, vor allem unregistrierte, etwas einstecken. Darum nie unnötig Wertvolles oder viel Cash rumliegen lassen.

 

Wenn es nur einen Rezeptionssafe gibt, ist es umständlich ständig runter zu laufen um Cash nachzufassen. Den Safeschlüssel bringt man danach wieder ins Zimmer. Außerdem ist es wie gesagt oft so, dass man nachts nicht an den Safe kommt. Darum habe ich immer eine Cash Reserve (etwa für 2-5 Tage) im Zimmer.

 

Beste Lösung: Ein Hartschalenkoffer mit Zahlenschloss. In diesen schließe ich während meiner Abwesenheit mein ebenfalls mit einem Nummernschloss gesichertes Handgepäck, in dem ich diese Cash Reserve, Safeschlüssel sowie elektronische Geräte habe. Zwar ist das alles im Grunde leicht aufzubrechen, es erforderte jedoch einiges an Aufwand und krimineller Energie. Zu 99,9% wird so niemals etwas passieren. Die größte Gefahr im Hotel geht von unregistrierten Mädels aus, die man im Vollsuff abgeschleppt hat.

 

Es gab sehr vereinzelt Berichte über KO Tropfen, auch hier, das wird bei einem an der Rezeption mit der ID registrierten Mädel nicht passieren.

 

Sicherheitsstrategie “unterwegs”

 

Wenn Ihr unterwegs seid, vor allem nachts, nehmt nie mehr Geld mit, als Ihr braucht. Lasst teure Uhren und Schmuck am besten Zuhause.

 

Wedelt nicht mit dicken Geldscheinbündeln rum, auch nicht, wenn Ihr eine Rechnung in einer Bar bezahlt. Ich selber nehme nachts meist 10 K KSH mit, das ist eigentlich schon zu viel.

 

Wenn ich frisches Geld aus dem ATM ziehe, bringe ich das, was ich nicht gleich brauche, sofort in den Safe.

 

Das meiste Geld habe ich in meiner Urlaubspatte hinten in der (engen) Hose, so dass da niemand unbemerkt reingreifen kann, oder in den Cargotaschen seitlich (Reisverschluss!). Vorn in der Hosentasche habe ich das Kleingeld, etwa 1.000 KSH, in Hundertern. Wenn ich kleinere Beträge zahlen muss, bleibt die Patte in der Hose und niemand sieht, wie viel Geld ich dabei habe und wo es ist. Mobil und Hosentaschenknipse habe ich ebenfalls dicht am Mann (Hosentasche). Außerdem habe ich in der Geldbörse eine Kredit- oder Bankkarte für den Notfall. Nur zu empfehlen, wenn man mehrere hat (was man sollte).

 

Lauft nachts nicht in zu dunklen Ecken herum.

 

Es folgen einige Tipps zur Sicherheit allgemeiner Art

 

Lasst die Finger von Drogen. In Kenia wird mittlerweile auch Kiffen hart bestraft, und es gibt eine Menge Polizeispitzel und/oder Leute, die den schnellen Shilling machen wollen, in dem sie Touristen reinlegen. U.U. wird etwas mit der örtlichen Polizei inszeniert, um Euch abzukassieren. Wenn Ihr vor der Frage steht, bezahlen oder in den Knast (was dort kein wirkliches Vergnügen ist), was macht Ihr? Eben. Also nehmt Euch meine dringende Warnung zu Herzen, es gibt kein Pardon.

 

Ebenso wenig wie für Sex mit Minderjährigen: Lasst die Finger von Mädels, die keinen Ausweis haben und die zu jung sein könnten. Glaubt nicht die Geschichten von verlorenen ID Cards. Es hat Fälle gegeben, da haben sich Minderjährige angeboten. Wenn Ihr mit so was erwischt werdet, gnade Euch Gott. Erst ab 18 gibt’s keine Probleme - und das ist jung genug!!!

 

Polizei: Rechnet nicht wirklich damit, dass die immer wirklich korrekt ist. Im Gegenteil, vor allem die Polizei der Bamburi Station gegenüber des Cheers ist für brutalste Abzocke und Korruption bekannt. Die Polizei will als erstes mal ihr Gehalt aufbessern wenn irgendwas ist. Euer Wohl und Wehe interessiert die nicht wirklich. Im Gegenteil, es sind sehr viele Fälle bekannt geworden, wo Polizei in "Zusammenarbeit" mit Mädels Abzocke betrieben hat. Da wird dann einfach behauptet, man habe zu wenig bezahlt, die Polizei wird hinzugezogen, und dann wird es erst richtig teuer.

 

Legt Euch also nie mit den Mädels oder sonst wem an, sondern zahlt lieber einen höheren oder zu hohen Preis, bevor jemand es offiziell macht, denn dann geht der Ärger erst los. Leider ist die Bamburi Polizei zuständig für alle hier beschriebenen Hotels, da diese in deren Abschnitt liegen. Die Polizei (es gibt eine Wache neben der Post) in Mtwapa soll weniger schlimm korrupt sein, trotzdem macht auch um die nach Möglichkeit einen Bogen.

 

Es gibt auch eine Tourist Police. Wendet Euch im Notfall (nur dann!) besser an diese. Leider konnte ich keine ständigen Telefonnummern ausfindig machen, das läuft alles über Handy. Lasst Euch am besten an Eurer Hotelrezeption gleich beim Einchecken Mobilnummern der betreffenden Officers geben, das ist leider der einzig gangbare Weg, und speichert sie gleich in euer Mobil ab.

 

Kenia ist ein muslimisches Land. Pornografie (und das, was dort dafür gehalten wird!!!) ist verboten und wird hart bestraft. So ist es z.B. verboten, Internetseiten mit erotischem Inhalt aufzurufen (Hinweise hängen im Internetcafé). Ich kann nur jedem empfehlen, KEINE Sexspielzeuge (Dildos usw.), Videos oder sonstige Datenträger mit erotischem Inhalt einzuführen. Es gibt Kontrollen am Zoll, auch im Land muss man höllisch aufpassen. Also Vorsicht! Solltet Ihr z.B. Ärger mit einem der Mädels haben, und die geht zur Polizei mit dem Hinweis, Ihr hättet Sexspielzeug oder Pornos dabei, seid Ihr dran. Das gilt auch für Fotos. Darum auch hier NOCH EINMAL der Hinweis:

 

Wenn es irgendwelchen Ärger mit Mädels gibt, hier geht es eigentlich immer um die Bezahlung, gebt lieber nach und bezahlt, stellt sie zufrieden. Man kann ja trotzdem noch freundlich handeln. Das machen dort alle alten Hasen so und auch Expats. Auch wenn es noch so ungerechtfertigt ist, die 10 oder maximal 40 Euro sind immer noch viel billiger und stressfreier als das, was passiert, wenn die Polizei involviert ist. Die müssen dann nämlich zusätzlich bezahlt werden. Es passiert selten, aber es kommt immer wieder vor. Bei mir ist es in diesem Urlaub ein Mal vorgekommen, dass eine anstatt 1000 plötzlich 2000 für eine Shorttime wollte, ich habe bezahlt und die Alte natürlich nie wieder mit dem Arsch angeguckt, aber ich habe halt bezahlt.

 

Macht immer vorher den Preis aus mit den Mädels (gilt auch für Taxifahrten!). Und das bitte ohne Ausnahme. Hört nicht auf diejenigen, die meinen, "alles halb so schlimm". Die erwischt es mit Sicherheit auch noch, es ist nur eine Frage der Zeit. Und dann hat man selber Schuld. Ich habe es einmal "vergessen" in diesem Urlaub. Eine Torte aus dem Safari Inn, weder besonders hübsch, noch talentiert oder engagiert, der habe ich morgens 2000 hingelegt. Die hat das Geld genommen und voll die Flunsch gezogen, das sei aber zu wenig, wollte 5000. Habe es auf 3000 runtergehandelt, mehr im Berichteteil. Sich in ein Taxi zu setzen, ohne vorher einen Preis ausgehandelt zu haben (die versuchen es natürlich bei jedem, und das jedes mal), ist mehr als leichtsinnig, horrend überhöhte Forderungen am Fahrtziel sind einem sicher. Und auch in dem Fall gilt dann: selber Schuld.

 

Schaut Euch zum Thema Sicherheit und Bamburi Police Station mal diesen Link an, ist leider englischsprachig. Ich kann für diese Fälle nicht meine Hand ins Feuer legen, ich war ja nicht dabei, aber ich weis dass so etwas passieren kann - und passiert. Ich halte das nach allem, was ich weis und von Expats und “Eingeweihten” höre, für mehr als glaubwürdig. Also Augen aufhalten, Freunde...

 

Erzählt am besten NIEMANDEM wie Ihr heißt, wo Ihr herkommt, wo Ihr wohnt, wann Ihr abreist oder sonstige Einzelheiten, die niemanden zu interessieren haben. Es wird im Zweifel nur dazu genutzt, Euch zum Opfer von Scams und linken Geschichten zu machen. Alle möglichen Leute wollen möglichst viel über Euch erfahren, diese Infos nicht herauszugeben kann entscheidend sein!

 

Macht auf Cheap Charlie. Seid lieber zu geizig als zu großzügig, gebt nicht Rundenweise Drinks aus, seid sparsam mit Trinkgeld, und je "abgerissener" (naja) Ihr rumlauft, desto besser. Wer als spendabel gilt ist reich genug, um ihn zum Opfer von Betrügereien oder Diebstählen zu machen.

 

Wenn ich mir jetzt mal so das ganze Kapitel zur Sicherheit durchlese bekomme ich ja fast selber Angst... Darum zum Schluss noch mal das Wichtigste: Behaltet das alles ruhig im Hinterkopf, aber werdet nicht ängstlich oder lasst Euch vom Urlaub in Mombasa abhalten. Ich habe hier alles aufgeschrieben was mir zum Thema einfällt. Sicherheitshalber, damit Ihr wisst, wo die Fallstricke lauern und Ihr vorbereitet seid. Hunderttausende fahren jedes Jahr nach Kenia und denen passiert nichts. Und das wird aller Voraussicht nach besonders für denjenigen gelten, der sich vorher ein paar Gedanken auch zu diesem Thema gemacht hat. 

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OK Freunde, zum Auflockern ein paar Pics? Diese Fotosession hier ist an einem netten, sonnigen Nachmittag in einem Hotel am Bamburi Beach entstanden... 

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