Kuba

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0717So lange war ich nicht mehr auf der Isla Grande... damals in Santiago de Cuba und Baracoa (Bericht). Es wurde nun mit Havanna und Varadero mal wieder Zeit (Cuba Newbie). Wollte eigentlich nicht mehr auf die Insel fahren, solange der alte Herr (oder einer der beiden) noch am Ruder ist. Jedoch scheint ein grundsätzlicher Wechsel in weiter Ferne, auch wenn sich mittlerweile einiges tut auf der internationalen Weltbühne. Und bei aller berechtigter Kritik über die politischen Verhältnisse dort muss doch eins gesehen werden, nämlich die trotz der großen Schwierigkeiten immer noch anhaltende Begeisterung weiter Teile der Bevölkerung für die Revolution sowie die nicht von der Hand zu weisenden sozialen Fortschritte. Vor allem, wenn man andere Staaten in der Region betrachtet und dann noch bedenkt, wie schwer es der kleine Karibikstaat durch das anhaltende Wirtschaftsembargo Amerikas und des Westens in der Realität hat.

 

Oben habe ich von Rio de Janeiro geschwärmt; absolut zu recht. Auch andere Städte wie z.B. Bangkok üben eine gewisse Faszination aus und/oder haben ganz Besonderes für uns zu bieten. Aber jetzt mal ganz ehrlich:

 

Die geilste Stadt, die ich jemals kennen gelernt habe, ist mit Abstand Havanna!!! Nur schade, dass ich so spät drauf gekommen bin. Spät, nicht weil sich heute die Zeiten schnell ändern und auch Kuba nicht ganz vom Zahn der Zeit verschont wird, was technischen Fortschritt und Schnelllebigkeit angeht. Das hält sich WAHRLICH in Grenzen. Spät deshalb, weil ich mir gewünscht hätte, schon in einem früheren Lebensalter dort aufgeschlagen zu sein. Einfach, um noch mehr Zeit für noch mehr Besuche dort zu haben. Aber es ist nicht ZU spät... auch für mich nicht.

 

0713Ja, ich liebe Havanna. Es war keine Liebe auf den ersten Blick. Es hat ein paar Tage gebraucht. Zuerst wohnte ich in Vedado, ein Stadtteil Havannas, der eher... wie soll ich sagen... Vorortcharakter hat. Alles aufgeräumt und sauber, pikobello, gepflegte Vorgärten und in den gleichen zarten Pastell- und Bonbonfarben gestrichene Häuser wie im geographisch um die Ecke liegenden, politisch und sozial jedoch Welten entfernten Art Deco District Miami Beachs in Florida. Das hat durchaus was. Ein besonderes Flair. Trotzdem eben “nur” Vorort vom Feeling her. Jedenfalls für mich.

 

Dann zog ich in die Altstadt, in ein sehr altes Haus inmitten des weltberühmten und zum Weltkulturerbe erklärten Habana Vieja bzw. Centro. Dort, wo auch die Kubaner leben unter Umständen, die im behüteten Zuhause undenkbar wären. Ja, unsere Sicht, diese “Sozialromantik”, geht denen wahrscheinlich völlig ab. Denn sie müssen dort leben, wir dürfen es. Trotz der baufälligen Häuser, in die es teils reinregnet, scheinen die gut klarzukommen und niemand macht auf frustriert - im Gegenteil. Die kubanische Lebensfreude ist sprichwörtlich und durch nichts zu bremsen! Ja, da war ich nun in der Altstadt, und es hat eingeschlagen. Bei mir, meine ich. Nach dem Aufwachen auf die Dächer zu schauen, die strahlende Sonne, den Regen prasseln hören, die Meerluft, die Geräusche, Stimmen, die alten Autos... all das und noch viel mehr ergibt eine fast surreale Stimmung, unbeschreiblich. Dazu die Herzlichkeit der Kubaner.

 

Ja, es hat gefunkt bei mir. Auch wenn die Habaneros höchstwahrscheinlich so manche Behausung mit Klo auf der Treppe liebend gern in eine gute, alte Plattenbauwohnung umtauschen würden. Es gibt allerdings auch Häuser dort, die gut in Schuss sind und in denen es sich prima leben lässt. Also so eine würde ICH niemals im Leben gegen einen Neubau eintauschen, nie und nimmer!

 

0711Dabei habe ich vor lauter Begeisterung über die Chicas noch gar nicht gesprochen... immerhin Hauptgrund für unsere kleinen Ausflüge, oder _wink Und auch die haben es in sich. Allerdings muss Mann hier resolut auftreten, ja nennt es doch “Macho”... die Leute sind hier einfach so drauf und Weicheier und Mösenbettler werden ausgenommen, vorgeführt und abgestraft. Ist ja eigentlich überall so in der Welt des Pay6, hier nur krasser und deutlicher sichtbar. Sie haben eine andere Mentalität als wir. Obwohl andererseits dieses harte, materialistische, emotionslose Wort vom “Pay6” auf der Isla nur ein Teil der Wahrheit ist.

 

Und warum das so ist, das kann jeder nur selbst für sich erfahren, weniger mit dem Kopf, mehr mit dem Herzen. Sorry, aber ich habe es Euch ja schon gestanden, es ist halt das Gebrabbel eines Schmetterlingsbauch- Verliebten... Wenn ich die Bilder sehe, möchte ich jedes Mal am liebsten gleich wieder losfliegen.

Allgemeines

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Der Inselstaat Kuba (map) gehört zu den Großen Antillen. Das Territorium umfasst, einschließlich der Isla de la Juventud (auch Isla de Pinos genannt) und über tausend kleinen, auf dem kubanischen Schelf liegenden Inseln, eine Fläche von insgesamt 109.884 km². Es ist nicht weit nach Amerika/Key West (südlichster Punkt der USA, “90 Miles to Cuba”) im Norden, westlich liegen gleich Haiti und die DomRep, südlich liegt Jamaica und im Westen Cancun/Mexico.

Anreise.
In Kuba gibt es mehrere internationale Flughäfen, die aus Europa angeflogen werden. Wer in den Westen will, z.B. nach Santiago de Cuba, nutzt den Flughafen Holguin, dann ist noch einer in Varadero, wohin es die meisten Pauschaltouristen zieht und natürlich den Flughafen Havanna, den auch ich diesmal nutzte. Verbindungen nach Europa bestehen beispielsweise mit Condor nach Frankfurt am Main, Air France nach Paris, Edelweiss Air nach Zürich und Virgin Atlantic nach London.

 

Was neben der erforderlichen Auslands- Reise- Krankenversicherung erwähnenswert ist: man benötigt eine sogenannte Touristenkarte, die man für 25 € entweder beim Reiseveranstalter oder bei der Airline kauft. Die Touristenkarte dient als Visum bis zu 30 Tagen, nähere Infos, auch zum Zoll, Immigration, ebenso zur/ zu den Währung(en) usw. lest wie immer ausführlich im Newbie Bericht nach.

 

0729Wohnen. Ich bevorzuge die legalen, staatlich lizensierten Casas Particular gegenüber den Touristen Hotels. Hier bekommt man die Chicas mit rein und ist “näher dran” an den Leuten. Die Casas sind sicher, allerdings muss man bei den Chicas wegen möglicher Diebstähle aufpassen. Ansonsten passen die Inhaber schon auf. Oft wird man auf Wunsch (preiswert und oft sehr gut) bekocht. Zur Sicherheit und zur Strategie beim Zimmer Buchen mehr an bekannter Stelle.

 

Gesundheit: das kubanische Gesundheitswesen ist sehr gut, die Versorgung mit Ärzten pro Einwohner und auch die Säuglingssterblichkeit ist deutlich besser als z.B. in Deutschland. Die Ärzte sind gut ausgebildet und es gibt viele Kliniken und Hospitäler mit guten Standards. Woran es mangeln kann, sind Medikamente. Die internationalen Apotheken werden zwar zuerst mit Nachschub versorgt, jedoch kann es wegen des Embargos immer noch zu Engpässen kommen. Bitte überprüft Eure Reiseapotheke auf die grundlegenden Dinge und esst den Cubis nicht die wenigen Medikamente weg, wenn nicht unbedingt nötig. Das kubanische Gesundheitssystem (für Touristen) ist gewinnorientiert. Es wird stets Barzahlung erwartet, auch, wenn man eine Versicherung hat. Das Geld holt man sich dann später von der KV zurück.

 

Die angenehmste Reisezeit ist von November bis April. Dann ist das Wetter trocken mit Temperaturen um die 25 Grad Celsius. Im Januar und Februar kann es nachts kalt werden. Mai bis Oktober ist Regenzeit, allerdings meist ohne durchgehenden Regen.

 

Sprache: wer Spanisch spricht, ist klar im Vorteil. die meisten Kubaner sprechen kein oder kaum Englisch. Den größten Wortschatz kann man bei den (käuflichen) Jineteras erwarten, aber auch hier gibt es große Unterschiede. Habe mich mit sehr wenig Spanischkenntnissen trotzdem ganz gut durchgeschlagen.

 

Telefonieren - Mobil - Sim Card. Umständlich. Es funktionieren die Prepaid Sim Cards von O2 (Fonic z.B.) - aber NUR SMS! Telefonieren geht damit nicht, allerdings kann man aus dem kubanischen Netz angerufen werden. Die SMS sind zudem relativ teuer. Man kann sich eine kubanische Sim Card zulegen, das kostet einmalig 40 CUC (reine Gebühren für die Karte) + load. Man muss dazu seinen Pass vorlegen, das ist nicht zu umgehen. Problem: Man kann mit Wartezeiten ab zwei Stunden und deutlich mehr rechnen, bis man endlich mal drankommt an diesen überfüllten Schaltern. Das war für mich der Grund, es zu lassen. Andererseits hat es natürlich große Vorteile, die Chicas anrufen zu können, wenn einem danach ist.

Der Internet Zugang funktioniert nur in großen Hotels (Lobby), dort kann man Prepaid Karten (4,50 - 12 CUC/Stunde oder 25 CUC für drei Tage im Melia Cohiba) erwerben, das funktioniert. Allerdings oftmals nur im Schneckentempo. Die meisten Hotels haben PCs, natürlich geht es auch mit dem eigenen Notebook. Es gibt einige wenige Internet Cafés, die nach gleichem Muster funktionieren. Die meisten Kubaner sind nicht im Besitz einer Email Adresse, da sie sich den teuren Internet Zugang nicht leisten können. Man ist gerade dabei, Hot Spots in Havanna einzurichten, das wird aber noch dauern und kostet auch 3 CUC/h.

 

Short Time (“una hora”), Longtime, Liebeskasper. Alles geht. Am liebsten sind den Chicas natürlich die Liebeskasper, weil die am ertragreichsten und erfolgversprechendsten sind. Macht Euch nicht zum Affen! Die Chicas haben es drauf, einen um dem Finger zu wickeln und sie sind oft sehr clever (wie alle Kubaner). Nein, das Hochschulstudium und das Staatsexamen nützt einem gar nichts dabei.

Schwarze Chicas, weiße Chicas und allerlei dazwischen. Nur 10% er Kubaner sind schwarz, und von denen leben auch noch die meisten im Oriente, also im Osten bei Santiago de Cuba. Havanna ist eher weiß. Natürlich hat sich das im Laufe der Generationen oftmals vermischt, s.d. man wirklich alle Farbtöne antreffen kann - eben auch bei den Mädels. Die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden _wink    

 

Das ist nur ein kurzer Auszug aus dem Bericht.

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Aus meinem Tagebuch. Wohnen in Vedado. Die Casa im achten Stock ist sehr schön, mit tollem Ausblick, zwei Schlafzimmern, Küche, Wintergarten mit Schaukelstühlen usw. usw. Natürlich überdimensioniert für mich alleine, die Bude reicht locker für zwei Pärchen. Trotzdem zahle ich lieber 70 für was sehr Schönes als 20 für das letzte Loch. Ist ja erst mal nur für sieben Nächte, dann muss ich mir was anderes suchen, da später besetzt, passt mir auch ganz gut so. Werde wohl anschließend meinen Ausflug nach Varadero machen. Die Leute hier, ein Paar, sind Herzchen und richtig nett.

Ja, das ist er, der Cubi Stil, so wohnen sie. Erinnert etwas an „Gelsenkirchener Barock“. In der Glasvitrine stehen irgendwelche Figuren, die bei uns unter „Nippes“ laufen würden. Allerdings ist das Apartment nicht nur wie geleckt sauber, auch die sicher teils sehr alten Möbel sind zumindest überholt und machen richtig was her. Da werde ich wohl noch ganz andere Dinge sehen und erleben. Auch die Bäder sind neu, schön und funktionell.

Ich packe nur schnell das Nötigste aus und gehe nach gegenüber in das Restaurant, habe Hunger. Esse ein gutes Steak in dem recht gediegenen Laden, der macht was her. Pianomusik live, auf die Wand wird mittels Großprojektor ein alter Stummfilm geworfen, das hat was. An den Tischen sitzen zumeist gemischte Gruppen und langen kräftig zu, an der Theke sitzen Männer mit aus der Hose schauenden Oberhemden, trinken Rum oder Cocktails und paffen fette Havannas dazu.

Mit dem Wasser, dem Flan Caramel und dem Kaffee habe ich 25 auf der Uhr. Gehe noch um den Block, bis ich eine Eckkneipe finde und mir dort zwei kleine Flaschen Wasser kaufe. Ist natürlich nichts im Fridge, und nachts durstig zu sein macht keinen Spaß. Ich schlafe sehr gut, trotz einigen Lärms, der von der Straße kommt. Hundegekläff, Autohupen, die lauten Gespräche der Cubis, wenn sie dann noch ein paar Gläser Rum haben... aber es passt, ich mag die Atmosphäre, fühle mich wohl und geborgen. 

Die Hausdame macht mir ein Frühstück für fünf CUC, ist ganz OK. Mit Kaffee, Brot, ein kleines Omelett, diverse Früchte.   

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Taxi fahren ist relativ billig (nach Verhandlung) und macht zumindest mit den überall gegenwärtigen Oldtimern aus den 40ern und früher auch eine Menge Spaß. Einen Mietwagen zu mieten würde ich rein für Havanna für überdimensioniert halten, zumal je nach Saison unverschämt teuer und kompliziert (Versicherungen etc.). Das Reisen im Land ist auch nicht ganz so einfach, da es für die Überlandbusse nicht immer genug Plätze gibt (Warteliste, rechtzeitig buchen). Flüge fallen manchmal aus und sind überbucht. Also gründlich planen. In Havanna gibt es Doppeldecker Busse für Touristen, “Hop on Hopp off”, die für kleines Geld Rundfahrten machen, unbedingt mal mitfahren! Zu den Stränden raus kommt man auch gut und billig mit dem Bus.

 

Das Tropicana in Havanna ist weltberühmt und für Freunde von Tanz, Glitter und Varieté wahrscheinlich Pflicht. Der Eintritt ist nicht ganz billig, jedoch sind die Vorführungen auf hohem Niveau und ein Erlebnis.

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Langsam lebe ich mich ein; Havanna hat mir auf den ersten Blick gefallen. Frühstück im Casa, dann latsche ich zum Cohiba fürs Internet, morgen vielleicht noch mal, dann ist das vier Tages Ticket (25) aus und ich werde es wohl im Presidente probieren. Kostet etwas mehr, wenn man länger online ist, liegt aber um die Ecke.

Ach ja, gestern Abend war ich im Tropicana, teuerster Platz für 95, gebucht im Melia Cohiba. Foto und Video gehen extra (5+15). Der Platz ganz vorn ist nicht sooo optimal, aber es geht ganz gut. Ich halte drauf, was das Zeug hält. Die Show ist sensationell. Der Taxler, ein Illegaler, total verhauene Karre, er selber alt und naja, völlig abgelutscht eben, alles stinkt nach Diesel. Er hat da wohl noch nie jemanden hingefahren, ich selbst wusste nicht, dass es doch ein ganzes Stück ist und der fragt mich tatsächlich nach den Preis. „Fünf?“ meint er schließlich fragend, ich willige ein. Er ist ein  ganz Netter, unterwegs versichern wir uns abwechselnd gegenseitig, ob es wirklich ins Tropicana geht. Der Preis ist fast etwas billig, ich gebe ihm sechs, weil ich die grade klein habe (zwei drei Peso Scheine).

Der Taxler auf dem Rückweg hat ein „neues“, gelbes Auto, will erst 15, ich kriege ihn auf 12 runter. Will nicht zu viele Experimente machen mit dem ganzen Kamerakram, es ist nach Mitternacht. Der Typ fährt wie ein Henker und ist ein Arsch. Habe die Erfahrung gemacht, je älter Auto und Fahrer, desto ehrlicher und bescheidener.


*****

Ich brauche eine neue Casa ab nächster Woche, sind zwar noch ein paar Tage hin, ich will das aber nicht auf den letzten Drücker machen. Ich lasse mich ins Centro fahren, der Tipp aus dem Reiseführer funzt aber nicht. Ich soll einen (!) Tag vor Datum dort nochmal nachfragen, ob was frei sei. Damit ich dann ohne dastehe und jeden Preis für jedes Loch akzeptieren muss? Ganz bestimmt nicht.

Die offiziellen Schilder mit dem Hinweis, dass es eine Casa Particular ist, sind nicht zu übersehen, so suche ich also auf eigene Faust und schaue mir einiges an. Alles Löcher, fensterlos z.T. und winzig. Schließlich habe ich in einer der Casas eine Frau an der Strippe, die Englisch spricht und der ich genau erkläre, was ich suche. Groß und hell soll es sein. Daraufhin begleitet mich jemand zu einer Adresse ganz in der Nähe, die ich ansonsten sicher nie gefunden hätte. Nach dem Klingeln wickelt eine sehr alte Frau eine Leine von einer leeren Plastikflasche und seilt so einen Korb ab, in dem wiederum der Schlüssel liegt.

Es ist ganz oben, enge, steile Treppenstufen, ich denke es ist der vierte Stock. Das Apartment ist alt wie alles im Centro, aber es ist ganz passabel, vor allem viele alte Lamellenfenster mit Blick auf das, was die Stadt hier ausmacht, alte Häuser und deren Dächer. Toll. Gefällt mir sofort, ich vereinbare alles für die nächste Woche, will erst mal acht Nächte bleiben. Kostet 50, es hat wieder zwei Schlafzimmer, aber lieber zu groß als zu klein. Und es ist ganz oben, Licht genug, das hat was. Mit mehreren kleinen Balkonen. Ich zahle 50 an und lasse die Kopie meines Passes da. Zu der alten Dame habe ich gleich Vertrauen.

Ja, Havanna hat mir sofort gefallen, aber hier, mitten im Leben, dort, wo es unglaublich quirlig und auf eine andere Art wieder sehr ruhig ist, was auch daran liegen mag, dass es kaum Autos gibt, man läuft ungestört mitten auf der Straße, ist es viel, viel besser als im „sterilen“ Vedado. Nichts gegen mein Apartment hier, es ist toll, aber nun weiß ich, dass es für mich persönlich nur das Centro oder evtl. auch Vieja sein kann. Freue mich schon auf die Casa.

Laufe weiter zum Capitolio, was ganz in der Nähe liegt und von dort die breite Straße („Paseo de Marti“, besser bekannt als „Prado“) runter bis fast an den Malecón. Die Straße ist so etwas wie eine „Rambla“, wie man sie aus Barcelona oder Santa Cruz de Tenerife kennt: die Fahrbahnen rechts und links sind durch einen sehr breiten Fußgängerbereich getrennt, welchen Bäume säumen, in der Mitte flaniert man durch diese entspannte Atmosphäre. Künstler stellen ihre Gemälde oder Bastelarbeiten aus; ich selbst bin gar kein Freund von mitgebrachten Staubfängern, was bei mir Zuhause an der Wand hängt, wurde mit Bedacht ausgewählt. Trotzdem finde ich auf Anhieb sicher 5-10 kleinere und größere Gemälde (Öl auf Leinwand), die ich sofort mitnehmen würde. Handwerklich sehr gut, kein Kitsch (naja von den typischen Kubadingen wie „Ché“ und „Zigarren“ mal abgesehen) und wirklich schön. Werde hier ganz bestimmt was kaufen.

Ich latsche ganz gemächlich und stressfrei weiter und resümiere für mich selbst... Weiber? Habe in zwei oder drei Tagen/Nächten noch nichts geschossen. Es ist so, hellbraune Latinas und weiße Chicas gefallen mir nicht wirklich; für mich muss es schwarz oder zumindest dunkelbraun sein. Außerdem habe ich hohe Ansprüche an die Figur, 40 kg Klasse bevorzugt, Ihr wisst schon. Ich kann die fetten Bratärsche und Oberschenkel einfach auf den Tod nicht ab. Es stimmt; nur 10% der kubanischen Bevölkerung sind schwarz, davon lebt der Großteil im Osten, also Großraum Santiago. Habe die eine oder andere Sahneschnitte gesichtet in den letzten Tagen, aber die waren alle entweder besetzt oder sonst wie gerade nicht in Reichweite. Habe überhaupt keinen Bock, IRGENDWAS zu vögeln, dafür fliege ich nicht so eine Strecke, das mache ich auch anderswo nicht.

Dann fallen mir, ich bin schon fast bei den Taxen am Ende der Allee, zunehmend die Mädels auf, die dort auf den Steinbänken sitzen und mich auffällig unauffällig, aber eindeutig anlächeln. Dann sehe ich sie: klein, zierlich, lange Haare, sehr jung, toller Body, vor allem strahlt sie mich dermaßen an... ja, das ist Kuba, wie ich es mir vorstelle. Ich gehe zuerst vorbei, zumal sie dort mit einem jungen Typen sitzt, wahrscheinlich ihr Stecher. Überlege kurz und drehe um, zumal sie mir deutliche Avancen gemacht hat. Der Kerl verschwindet, als ich auf sie zugehe. Sie ist 21 und kommt aus Santiago; leider ist sie nicht sehr dunkel, eher Mulatta oder Latina mäßig. Aber der Rest stimmt total.

Sie spricht sogar etwas Englisch, wohl mehr als ich Spanisch. So klappt es ganz gut mit der Verständigung. Habe eh die Erfahrung gemacht, wenn ich Englisch spreche und mein Gegenüber Spanisch, kommt meist das Wesentliche an – mit etwas Geduld. Lustig, so ein Gespräch in zwei Sprachen und Ameiseneiern in der Hose.

Ob sie Blow Job könne, sofort bejaht sie und lacht verschmitzt. Wie war das noch neulich am Malecón, nachts eine junge, hübsche Torte schrie mir ein angewidertes „No!!!“ ins Gesicht, als ich danach fragte. Weiß nicht, was die Weiber wollen... arbeiten, ohne sich die Hände schmutzig zu machen, oder Alleszahler für nichts? War das eine Zicke. Stehengelassen. Oder die letztens nachts vor der Disco auf der La Rampa, die ich nach ihrem Namen fragte und die mir als Antwort „80“ aufs Smartphone tippte... braucht das einer?? Ganz sicher nicht.

Lass uns in meine Casa fahren sage ich, ich will nur eine Stunde, wie viel sie wolle. „40“  sagt sie, sie ist es mir wert und ich verhandle nicht. Ich muss mit etwas Abstand vorgehen (wegen der hier überall präsenten Polizei). Im Taxi küsst sie mir sofort lang und nass auf den Mund, ich merke, die kann’s – und die will’s.

In der Casa erstmal registrieren; ich klopfe nebenan bei den Besitzern an die Tür, während ich meine aufschließe. Die Hausdame ist nett wie immer und nimmt die ID meiner Schönen der Stunde, bringt sie Minuten später zurück. Sie hat sie eingetragen.

Sie ist keine Enttäuschung; im Gegenteil. Ihre Maus ist rasiert, aber schon wieder stoppelig. Ich drücke ihr einen der Einmalrasierer in die Hand und sie macht sich schön blank für mich. Ich fummle währenddessen an ihrer Maus herum, sie hat lange Schamlippen und offenbar einen entsprechenden Kitzler, was mir super gefällt. Ich sage ihr das auch, mache überhaupt ein paar nette Komplimente. Die Weiber stehen drauf und hier ganz besonders.

Im Bett Schmusen und Knutschen, ich lecke kurz ihre Schnalle, weil ich merke, sie ist sauber. Dann lasse ich sie blasen, Volltreffer. Sie kann es wirklich, lang und nass, mit und ohne Handeinsatz, massiert mir die Eier, leckt sie auch, saugt sie sich einzeln in den Mund, was ich aber gar nicht mag. Ich ziehe sie hoch und will sie aufsitzen lassen, nein, sie will ein Kondom. Dass ich erst kürzlich einen Test gemacht habe interessiert sie gar nicht, sie hat Angst, schwanger zu werden. „Leche la Boca“  („Milch in den Mund“) sage ich, was ich letztens in der DomRep gelernt habe, sie versteht es und lacht. Sie sitzt auf und schiebt ihn sich rein. Es folgen ein paar Minuten Rein Raus in zwei oder drei Positionen, ich bin zu geladen für mehr. Halte mich an die Abmachung und positioniere sie wie üblich; mit der linken Hand begrapsche ich ihren Hintern und fingere dabei ihre Möse, mit rechts wichse ich in ihren Mund. Sie macht artigst mit, leckt und saugt, die Portion hat sich gewaschen. Die Hälfte läuft wieder aus ihrem Mund aufs Betttuch. Nachdem sie die Hälfte meiner Babys ins Klo gespuckt hat (wieso sind die Weiber nur immer so unromantisch?), kommt sie gleich mit Klopapier, um sich um den Rest zu kümmern.

Ja, an die kann ich mich gewöhnen. Erzähle kurz was von meinen Plänen, sie will gleich mit nach Varadero und auch in die andere Casa. Diese hier hat sie wohl ziemlich beeindruckt, vielleicht auch deswegen. Aber sie war auch vorher im Taxi schon richtig gut drauf, Stichwort „GFE“ (Girl Friend Experience“). Schicke sie mit 40 weg, sie soll abends um neun wieder hier sein, aber bitte pünktlich, dann gehen wir wohl ins „Waoo“ was essen und anschließend in irgendeine Disse oder so, mal sehen.    

Man darf gespannt sein. Ach so, Preis für LT (Longtime = über Nacht) handle ich von 60 auf 50 runter. Ich fühle mich „geangelt“... wie schön.

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Essen. Nach den nicht anders als “Desaster” zu bezeichnenden Erfahrungen, die ich vor Jahren in Santiago de Cuba diesbezüglich machte, war ich in Havanna durchaus positiv überrascht, was das Kulinarische angeht. Sowohl Angebot und Qualität, als auch die Preise kann ich als günstig bis angemessen bezeichnen. Es gibt eine Menge privater Paladare, das sind ursprünglich “Wohnzimmer Restaurants”, in denen man oftmals in sehr privater Atmosphäre bekocht wurde. Die Beschränkung, dass so ein Paladar maximal 3 Tische und 12 Stühle haben darf, ist zum Glück Geschichte. Paladares sind eine sehr gute Möglichkeit gut und günstig zu essen. Allerdings kann man auch beim Essen reinfallen. Man muss also selbst etwas ausprobieren, oder man hat die eine oder andere Adresse - die Ihr hier von mir bekommt.

Mein Lieblings Paladar in Havanna ist das “Doña Blanquita”. Ebenfalls habe ich in mehreren Restaurants sehr gut gegessen, Preise preiswert bis angemessen. Ich beschreibe alles mit allen nötigen Infos im Bericht.

In den Peso Restaurants war ich nicht, es ist sehr einfach und es trieft vor Fett. Ebenso in den “Rapidos”, das ist so eine Art Schnellimbiss, den es überall gibt in Kuba. Die Pizza ist nicht wirklich essbar, OK, mal ein Sandwich aus der Mikrowelle geht vielleicht, wenn man hart im Nehmen ist. Immerhin sind die Rapidos eine gute Adresse, um Chicas kennen zu lernen, man kommt sehr schnell in Kontakt. 

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Aus meinem Tagebuch. Kuba ist umständlich. Das war mir ja auch klar. Auch, dass und wie es damals in Santiago de Cuba und Baracoa nervte - und dass es wieder nerven würde. Vergessen hatte ich, wie sich das anfühlt... jetzt weiß ich es wieder.

0776Sie kommt, voll aufgebrezelt, Hot Pants, High Heels und knappes Top. Wir fahren ins Waoo Restaurant. Allerdings muss ich sie zunächst im Hausflur der Casa zurücklassen um ein Taxi zu suchen, mit dem fahre ich zurück zur Casa, picke sie auf, weiter zum Restaurant, ich als erster raus gegenüber der Kreuzung, nach einer Minute folgt sie. Die Polizei ist überall und macht ihr massiv Ärger, wenn sie erwischt wird. Vedado ist von daher nicht ideal als Wohnort.

Wir müssen ein paar Minuten an der Bar warten, es ist Samstagabend, alles voll. Ein ziemlich deutsch aussehendes Ehepaar Mitte 60 sitzt auch an der Bar, sie schaut mich giftig an, als sei ich ein Kinderschänder. Man fragt sich wirklich, wie bescheuert manche Leute drauf sind. Ich entgegne ihren wütenden Blick frech- freundlich und schaue ihr tief und lang in die Augen, sie knickt frustriert ein. Ihr Gatte tut so, als bekäme er es nicht mit.

Das Essen ist super. Ich nehme wieder das Beef Carpaccio und ein Rindersteak. Die Beilagen sind allerdings winzig. Sie nimmt Shrimps, die kommen am Spieß, scheinen gut zu sein. Dann zwei mal vom guten Cheesecake, incl. zwei Kaffee, zwei Softdrinks und zwei Mojito habe ich 60 auf der Uhr.

Sie ruft den Taxler von vorhin an, dessen Nummer sie sich hat geben lassen, es dauert ein paar Minuten, dann steht er vor der Tür. Umgekehrtes Prozedere, zuerst sie, nach einer Minute ich. Wir fahren ins Centro, in der Straße, wo ich sie traf (Prado), ist eine Disse namens „Adlon“. Sie zuerst rein, ich solle fünf (!!) Minuten warten und dann nachkommen. Sie kommt nach einer Minute zurück, sie wurde nicht reingelassen, Dresscode. Wohl overdressed, haha. Offenbar zu nuttig. Frust. Sie will erst gar nicht mehr die Kneipe wechseln, sondern lieber mit mir in die Casa. Hallo? Ich bin ein alter Sack, sie ist jung und es ist Samstag. Es de noche!!! Die stehen hier wohl alle tierisch unter Druck. Wir kaufen noch ein paar Cristal unterwegs, acht Flaschen für einen Zehner.

Der Taxler ist wirklich nett, ich unterhalte mich darüber auch mit meiner Chica, nennen wir sie K., sie ist auch der Meinung, die Fahrer der alten Karren sind immer die fairsten. Er bemängelt auch, dass hier alles so problematisch sei, “ALLES!!!“. Ich sage, vielleicht ändert sich das ja mal eines Tages, worauf er so was meint wie, dazu müsse erst die „bärtige Familie“ verschwinden. Ist nachvollziehbar.

In der Casa gebe ich ihr ein paar Klamotten bzw. lege die Tüten hin, sie stürzt sich drauf und probiert alles an. Sie hat das schwarze Netz Zeug an und zerrt mich von der verglasten Veranda, man könnte es auch Wintergarten nennen, ins Schlafzimmer, zieht mir die Boxershorts vom Ständer, sich den Netz Slip zur Seite und steckt ihn sich rein. Das Mädel ist wirklich schwanzgeil. Ich drehe sie, dabei noch halb auf der Bettkante sitzend, halb liegend, herum und lasse sie mich rücklings abreiten. Dann ein paar Positionswechsel, schließlich Mundschuss, wobei sie vor dem Bett kniet und ich auf dessen Kante.

Noch etwas Klönen in Spenglisch, schließlich ins Bett. Die hier in der Shopping Mall Galerias Paseo (gegenüber Hotel Melia Cohiba in Vedado, im gleichen Gebäude befindet sich das Jazz Café) gekauften Musik DVDs (zwei CUC/Stück) sind schon etwas langweilig nach einer Stunde. Es ist ein Uhr.

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