Gambia

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0185”The Smiling Coast”? Oh ja!!! Das vorab, ich wurde von dieser Reise in fast jeder Hinsicht sehr angenehm überrascht und das mit der “Lächelnden Küste” ist tatsächlich so. Nach einigen negativen Berichten bzw. Stimmen, von denen mir aber im Grunde vorab klar war, dass diese mit hoher Wahrscheinlichkeit mit der Realität wenig zu tun haben würden, und einigen Beiträgen, die das krasse Gegenteil berichteten, war ich total gespannt auf das, was mich erwarten würde. Wie so oft liegt die Wahrheit (die natürlich auch ich nicht gepachtet habe, ich hoffe aber doch wie immer relativ nüchtern und klaren Blickes die Dinge schildern zu können) irgendwo in der Mitte. Allerderdings mit deutlichen Vorteilen in Richtung der positiven Stimmen.

Die Menschen sind unglaublich nett, die Mädels teils zum Niederknien schön und auch begabt, das Essen ist überraschend gut und der Urlaub gestaltete sich alles in allem recht stressfrei. Dass es sich eben doch um Afrika und die dritte Welt handelt, habe ich trotzdem immer bewusst im Hinterkopf behalten. Zu Recht: krumme Hunde, Diebe und Hardcore Nutten (hier ausnahmsweise mal im schlechten Sinn gemeint) gibt es leider überall, aber dafür muss man nicht nach Gambia reisen. Jedoch wurde mehrfach versucht mich zu beklauen, und es wurde gar ein K.O. Tropfen Anschlag auf mich verübt. Dass mir nichts passiert bzw. abhandengekommen ist, habe ich meiner Aufmerksamkeit, Einstellung und viel Glück zu verdanken. Dass es soweit kam, allerdings meiner Dummheit. Was genau passierte, lest Ihr im Bericht.

 

Anreise. Geflogen bin ich mit Brussels Airlines (Star Alliance) von Frankfurt via Brüssel nach Banjul. Ich kann diese Airline wärmstens empfehlen, das Preis- Leistungsverhältnis ist top. Neuer Airbus, guter Sitzabstand (ich bin selber eher groß), sehr guter Service, Essen OK. Vor allem, man kann hier ZWEI Gepäckstücke á 23 kg = 46 kg Gepäck einchecken, zusätzlich zum Handgepäck (welches bei mir immer sehr groß und schwer ausfällt, keine Probs). Allerdings darf jedes Gepäckstück, welches man eincheckt, nicht schwerer als diese 23 kg sein, Kulanzbreite ist 1 kg. Die Umsteigerzeiten (Wartezeiten) in Brüssel sind moderat. Gekostet hat der Flug incl. des Zubringerfluges mit Lufthansa komplett 702 €, wovon das meiste Steuern und Gebühren sind. Gebucht habe ich bei Opodo. Ich würde sofort wieder mit den Belgiern fliegen.

Wer noch etwas Geld sparen will oder muss (ich denke bis zu 200 € je nach Saison wären möglich) kann auf Schnäppchenangebote bei Vueling Airlines achten, allerdings ist dort die Gepäckauslegung bei Weitem nicht so großzügig und die Umsteigerzeiten können problematisch knapp sein. Also eher etwas für Kollegen mit wenig Gepäck. Ansonsten soll auch Vueling Air ganz OK sein, was ich so höre. Condor fliegt auch, und das non stop ab Frankfurt, allerdings nur während unseres Winterhalbjahres (Hochsaison in Gambia). Preise sehr unterschiedlich, einfach mal schauen.

 

0187Wohnen sollte man in Kololi und hier möglichst fußläufig zum Senegambia Strip. Schaut auch hier wieder in die Hoteltests. Der Rest des kleinen, westafrikanischen Landes hat spaßtechnisch rein gar nichts zu bieten.

 

Die Senegambia Road wird auch “Senegambia Strip” genannt, hier spielt sich auf etwa 250 Metern plus nähere Umgebung so ziemlich alles ab. Oben an der Kreuzung zum Highway, gegenüber dem Yasmina Restaurant, gibt es eine Tourist Information, die den Namen allerdings kaum verdient. Markantester Punkt ist der “Check Point Charlie” (Einheimischen Jargon), hier ist rund um die Uhr Polizei präsent und kontrolliert Fahrzeuge und Passanten. Touristen werden aber völlig in Ruhe gelassen. Nutten bzw. einzelne Mädels haben hier erst nach Mitternacht Zutritt, es sei denn, sie haben einen Weißen dabei. Aus diesem Grund wird es in den Nightclubs erst spät voll. Vorher tummelt sich alles im Bini’s uns in letzter Zeit vor allem im The Britannia.

 

Die Läden/Bars werden von Zeit zu Zeit umbenannt, aber das ist das einzige, was sich schnell ändert in der Scene. Es ist afrikalike alles langsam, langlebig, nichts ändert sich wirklich und schon gar nicht schnell. Das betrifft auch die im Bericht beschriebenen Bars und Dissen, manche laufen schon wieder unter neuem Namen, aber es funktioniert immer gleich, nach wie vor.

Der sich anschließende “Craft Market” lohnt kaum einen Besuch, will man Souvenirs erstehen, kann man das in Banjul oder Serekunda besser, da dort die Auswahl deutlich größer ist und wahrscheinlich kann man dort auch besser handeln. Sogar für das hier ebenfalls angebotene Obst werden Touristenpreise verlangt.

Dort auf der Ecke ist das “Totties”, einer der beiden Night Clubs, wo es gegen 0200 erst richtig los geht. Der andere Club heißt “Wow” und ist gleich nebendran. Unter dem Totties ist das sehr gute (Fisch!!!) Restaurant “2 Rays”, dessen Besitzer fließend deutsch spricht. Allerdings lässt Qualität und Service mit der Nachtschicht mitunter drastisch nach.

Es schließen sich nahtlos etliche Restaurants an und die eine oder andere Bar (“Paparazzi”, “Little Havanna” u.a.) Des Weiteren gibt es hier sehr viele Wechselstuben/Western Union Offices, Tour Offices, zwei Supermärkte und ein Casino.

Am Ende des Strips liegen 2 Hotels, nämlich das “Kairaba” und das bereits näher beschriebene “Senegambia Beach Hotel”. Hier findet man weitere Restaurants, sowie einen Stützpunkt der “Official Tourist Guides”. Es spricht nichts dagegen, hier jemanden zu buchen, es ist halt etwas teurer als ein x-beliebigen Guide. Dafür dürften das Profis sein, also ich meine in Hinsicht auf die Sehenswürdigkeiten.

Den “Senegambia Tourist Taxi Tariff” habe ich am Eingang des Senegambia Hotels gesehen, die Preise beziehen sich auf die grünen Tourist Taxis und sind hoffnungslos überhöht. Gleich unter den großen Baum, an der Abzweigung zu der Nebenstraße, sitzt immer ein ganzer Haufen Fahrer und lauert auf Kundschaft. Die preisgünstigeren gelben Taxen findet man oben an der Kreuzung.

Nachts belebt sich die Straße, überall wartet man auf vorbeiziehende Touristen, so sich denn die Neckermänner mal bei Dunkelheit aus ihren Hotels trauen. Die Restaurants füllen sich, teils gibt es wirklich ohrenbetäubende Livemusik.   

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“Bumsters” ist ein “böses” Wort, das wird allgemeinhin als Schimpfwort verstanden. Es bezeichnet die Sorte Kollegen, die mehr oder weniger aggressiv versuchen, sich an Touristen heranzumachen, um ihnen beide Ohren abzukauen und vor allem ihnen etwas zu verkaufen, ihre Dienstleistungen anzubieten oder eben auch mal was zu schnorren.

Ich möchte mal eine Lanze für diese Leute brechen. Klar gibt’s auch Assholes unter ihnen. Ich denke aber, das sollte man grundsätzlich nicht allzu eng sehen. Erstens ist Gambia ein sehr armes Land und die Leute haben außer dem Tourismus kaum Möglichkeiten, irgendwie Geld zu verdienen. Jeder muss sehen, wo er bleibt, von nichts kommt nichts, also versuchen sie afrikalike mit irgendeiner Masche an Geld zu kommen.

0199Die gambischen Kollegen sind relativ harmlos und wenig hartnäckig, wenn man sie z.B. mit denen in Kenia vergleicht. Ein “No!” wird dann doch irgendwann akzeptiert. Man muss den Leuten gar nicht unfreundlich begegnen. Freilich ist man als Neuling dort das bevorzugte Ziel eines jeden Bumsters, nach ein paar Tagen gibt sich das. Allerdings hilft oft nur hartnäckiges ignorieren, ausgestreckte Hände nicht ergreifen, sonst hat man den Kollegen an der Backe.

Die Bumster treten eigentlich nur am Strip auf und am Beach, jedoch ist es auch hier nicht so schlimm, wohl auch durch die ständige Polizeipräsenz. Die Polizei ist in der Vergangenheit schon gelegentlich gegen die Leute vorgegangen, sie wurden eingesammelt und zu irgendwelchen Arbeiten verdonnert.

Auch gibt es gewaltige Unterschiede bei ihnen. Von völlig abgerissen, bekifft und runtergekommen bis zu ordentlich aussehend und mit freundlichem, klarem Blick. Wie gesagt, einfach freundlich bleiben, notfalls “please accept my no” oder so was sagen, und/oder einfach stehen lassen. Man kann das ruhig sicher vortragen, je sicherer man im Auftreten ist, desto besser.

Gelegentlich habe ich auch die Dienste von Bumstern angenommen, als Guide für eine Fototour, oder mal am Anfang, als mir der Kollege gezeigt hat, wo ich die Sim Card fürs Mobil kaufen kann. Klar hätte ich das auch allein gekonnt, so hab ich ihm halt einen 100er gegeben, weil er sagte, er habe Hunger. Ist doch nicht die Welt und die Wahrscheinlichkeit, dass er wirklich Hunger hatte, war durchaus gegeben.

Was ich nicht verstehe sind die Leute, die gleich die Nase rümpfen und von “Pöbel”, “Pack” oder “Abschaum” reden. Das trifft es nicht, die Leute versuchen nur zu überleben. Möchte manchen von uns sehen, wenn er in deren Situation wäre... ziemlich arrogant so was.

Übrigens, dem Kollegen oben auf dem Foto tue ich Unrecht, das ist gar kein Bumster, das ist ein Verkäufer auf dem Albert Market in Banjul. Sorry alter Freund. Hab leider keine Bumster geknipst. Aber so in der Art kommen sie auf einen zu.

 

0201Poco Loco. Wir fahren mit dem Taxi (50) das Stück vom Oasis zum Poco Loco an den Strand, ich bin heute das erste Mal hier. Das Restaurant ist nett gelegen und gemacht, man sitzt ganz schön, aber das Essen ist scheußlich. Wir laufen ein paar Meter den Strand runter, nachdem wir was gegessen haben. Der Sand ist ziemlich stark verölt, eine Schande, wie die Schiffe hier offenbar einfach ihr Altöl im Meer verklappen, weil das billiger ist als es an Land ordentlich zu versorgen.***

***Wie ich bald darauf bemerke, bin ich auf die negative Berichterstattung eines Kollegen hereingefallen, dummerweise zunächst ohne das selbst nachzuprüfen. OK, es ist schwarz und sieht so ähnlich aus wie eine Ölverschmutzung – es ist aber keinesfalls Öl. Es handelt sich vielmehr um die Ablagerungen aus den riesigen Mangrovenwäldern, die der Gambia River unweit von hier ständig ins Meer spült. Mag nicht schön aussehen, ist aber rein biologisch und insofern verkraftbar. Wenn überhaupt, ist es ein optisches Problem. Es bleibt auch nichts „kleben“ an Haut oder Füßen. Zerreibt man etwas von dem schwarzen Sand zwischen den Fingern, bleibt nichts haften, nichts wird schmutzig. Im Gegensatz zu wirklichen Ölverschmutzungen: wenn man in diese tritt, braucht man nach dem Strandbesuch Terpentin oder Alkohol, um es überhaupt wieder von den Füßen zu bekommen. Ich habe während des ganzen Urlaubs keinerlei Ölverschmutzung an den Stränden bemerkt – und zwar nirgends.

An der Stelle zu den Stränden allgemein: je weiter südlich man kommt, also weiter weg von Banjul und der Mündung des Gambia Rivers, desto weißer werden auch die Strände. Schon wenige km weiter, z.B. am Ocean Beach Hotel, sind sie viel weißer und der Sand ist schön fein.

Auch sonst hat der Strand hier recht wenig zu  bieten. Ein paar Fische werden geschuppt, ein Kollege vom Poco Loco hat 2 große Barrakudas vor sich liegen. Ein paar Meter weiter noch ein Kollege mit einem Fisch. Ich mache aus gebührendem Abstand ein paar Video Aufnahmen von allem, der Knabe ist freilich auch mit drauf. Kommt sofort angerannt und mein erst mal freundlich, „How are you“ und dann, dass ich ihn aufgenommen hätte, das ginge ja nicht. Will offenbar Kohle rausschlagen. Ich sage, dass das gar nicht in Frage kommt, da ich den Beach gefilmt hätte und nicht ihn, nehme die Torte an die Hand und lasse ihn stehen. Hier muss man etwas aufpassen mit Filmen und Fotografieren.

Wir latschen weiter, plaudern nett. Ich frage sie, ob es ihr was ausmacht, wenn ich ihr täglich 2 oder 3 Mal ins Mündchen spritze. Gar kein Problem, meint sie. Der Rückweg über den Trampelpfad zur Hauptstraße ist länger als erwartet, und die Hitze heute ist mörderisch.

Dann soll es zur Maniküre gehen, meine Finger haben es nötig und da will ich gleich der Maus einen neuen Nagelanstrich spendieren. Nach einiger Fahrerei finden wir schließlich was, der Laden vorher war zu voll. Das ist in Serekunda. In einer Seitengasse, total afrikanisch, so, wie man es sich vorstellt. Der einzige Angestellte des Shops ist ein schwuler Schwarzer, ich verzichte auf die Behandlung, lasse das Mädel da und fahre zurück ins Hotel. Wir haben 600 Taxigeld verfahren, denn sie muss ja auch zurück, die Behandlung hingegen hat für Hände und Füße nur 350 gekostet.   

Wir schlafen nach dem Duschen eine Runde, d.h. wir versuchen es. Wir knutschen wie Teenager bestimmt eine volle Stunde rum, das nimmt schon Formen an…

 

Banjul ist die Hauptstadt, mittelgroß würde ich sagen und sehr geschäftig. Zu sehen gibt es neben dem Markt und einem langweileigen Denkmal, mit dem sich der Chef des Landes feiern lässt, nicht viel. Trotzdem sicher mal einen kleinen Ausflug wert. Es ist bunt und laut - und je nach Wetter entweder staubig oder schlammig.... Ein paar Fotos:

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Schließlich fahren wir noch an den Fischereihafen von Bakau. Hier hatte jemand seinem Bericht zufolge massivste Probleme mit dem Fotografieren. Das kann ich, wie das meiste in seinem Bericht, komplett nicht nachvollziehen. Ich habe zwar eh einen Guide dabei, aber bei der Ankunft werde ich sofort von zwei der Kollegen dort begrüßt und rumgeführt. Ibi bleibt währenddessen am Auto. Die sind da alle TOTAL nett und freundlich. Sie zeigen mir alles, frische Barrakudas und andere Fische, die in Truhen auf Eis liegen, außerdem wo sie die Fische räuchern und wo sie welche zum Trocknen in die Sonne legen. Das erfolgt auf Gestellen, die ein Betonfundament haben. Diese recht einfache Anlage wurde von deutschen Spendern bezahlt, da früher der ganze Fisch bei starkem Regen immer ins Meer gespült wurde.

Na klar, es ist alles recht einfach hier, und die Jungs sind sicher doch arme Hunde (nett gemeint), die für ihr Auskommen verdammt hart arbeiten müssen. Etliche sitzen in der prallen Mittagssonne in den auf dem Trockenen liegenden Booten und bestücken die Haken der Fangleinen mit Fisch. Dafür werden Heringe filetiert. Die Filets kommen an die Haken. Der Job macht wohl nicht wirklich Spaß, was man auch an den Gesichtern sieht.

Mir wird erklärt, dass es jetzt viele Senegalesen gibt, die für sechs Monate hier arbeiten bzw. fischen, da es nun im Senegal keinen Fisch gebe. Die Leute würden alles bekommen, Arbeit, Geld, Essen, Frauen, wären aber beim Fotografieren teils unfreundlich. Bei einem Gambier würde das nicht passieren.

Mir war natürlich klar, dass die beiden Kollegen am Schluss etwas von mir bekommen würden. Bevor sie danach fragen, gebe ich jedem 100 Dalasi. Die Jungs können es gut gebrauchen. Auch in einer Gruppe vorher, wo ich ins Gespräch kam und zum Fotografieren aufgefordert wurde, gab ich 100 Dalasi ab, da jemand meinte, sie würden gern grünen Tee kaufen. Wollen mal hoffen, dass das der „grüne Tee“ zum Trinken ist und nicht der zum Rauchen… Aber wenn schon _wink     

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Tanji. Mein Fahrer holt mich pünktlich für die Beachtour ab. Erster Stopp ist Ghana Town, hier gibt es nicht wirklich viel zu sehen. Dann kommt Tanji auf der Coastal Road, hier gibt es ein großes Vogelreservat. Mein Driver weiß schon, das interessiert mich nicht, er lacht darüber, ALLE wollen hier die Vögel knipsen. Aber ich will lieber Land und Leute. Also fährt er mich zum Fischereihafen, und das hier ist wirklich ein toller Platz. Dutzende Boote sind vom Fang zurück, liegen in Reih und Glied vor dem Strand, verkaufen ihre Ladung an hunderte Leute. Alles wuselt scheinbar durcheinander, doch jeder weiß natürlich genau, was er tut.

Da gibt es junge Mädchen in klitsch nassen T-Shirts, durch die man schon mehr sieht, als man erahnen kann, und das kann sich sehen lassen. Ohne spannen zu wollen, aber da sieht man schon, was die Töchter des Landes optisch zu bieten haben, nämlich eine Menge, und für jeden etwas. Jungs schleppen Motoren, Frauen sitzen an ihren Plätzen vor Haufen von Fischen, die ihren Abnehmer suchen und finden. Man steht beieinander und schwatzt, während andere hart arbeiten, indem sie die Boote entladen oder an Land ziehen. Für die großen von ihnen sind mehrere Dutzend Männer nötig, die die Fahrzeuge auf groben Holzrollen oder Teilen von Baumstümpfen Stück für Stück an Land ziehen.

 

Die vielen Farben sind schon toll. Heute ist Freitag und die Frauen und teils auch Männer haben traditionelle Kostüme an. Auch die Boote sind bunt, auf ihnen arbeiten die Männer und machen Boot und Ausrüstung klar für den nächsten Seegang. Es gibt jede Menge Futter für meine Cams...

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0268Von “Family Girls” und Hardcore Nutten. Es wird ja manchmal gern unterschieden zwischen „guten Mädchen“ und den „Bösen“, die Geld dafür wollen. Professionelle, Halb-, Semi- und Nichtprofessionelle. Und Hausfrauen, die Taschengeld brauchen. Das ist natürlich alles Unsinn, denn, sorry für die deutlichen Worte, wenn ein Mädel Geld dafür nimmt ist sie in jedem Fall eine Nutte. Es nützt nichts, sich die Welt schönzulügen. Ich würde dann doch eher andere Unterscheidungen treffen und Kriterien anführen wollen, nämlich



- ist sie gut (Performance)?
- stimmt der Preis?
- ist es fair für beide Seiten?
- stimmen die Rahmenbedingungen wie geringer Zeitaufwand und das Fehlen von langem Drumherum Reden?

Insofern, und das vorweg, sind für mich persönlich die „good girls“ genau die, die für anderen die „bad girls“ sind, was dann oft mit „Hardcore Nutte“ umschrieben wird. Darum ist für mich der Begriff „Hardcore Nutte“ erst mal positiv besetzt und Begriffe wie „Family Girl“ (hier in Gambia) oder „die ist anders“ treiben mir das Wasser in die Augen und lassen mich die Flucht ergreifen.

Warum? Ich finde, wenn ich eh bezahlen muss (und will!), ist es fairer für beide Seiten, mit offenen Karten zu spielen und sich und anderen nichts vorzuheucheln.

Es ist ja oft so, dass IHRE Erwartung in etwa so ist: wenn ich dem Typen was vormache, wie treu ich bin, wie ehrlich, lieb, häuslich, sparsam oder beliebig alles, was er von mir erwarten könnte, dann will der mich evtl. für länger behalten als nur für eine schnelle Nummer - und ich kann mehr Kohle rausschlagen. Vielleicht schickt der mir dann sogar regelmäßig Geld, wenn er wieder nach Hause muss, ich muss nur gelegentlich mal chatten oder texten. Oder er heiratet mich sogar und nimmt mich entweder mit zu sich in sein Land, oder er zieht her und versorgt mich und meine Familie (gerade in den ärmsten Ländern wie hier in Afrika sind solche Erwartungen völlig normal).

Es geht natürlich zu 100% ums Geld und darum, der großen Not zu entkommen. Das basiert also ausschließlich auf dem Wirtschaftsgefälle der Länder. Je stärker dieses ist, desto krasser die Auswirkungen. Drum kommen all die Bullshit Stories hier in Gambia (natürlich nicht nur hier) von dem Mädels, jede, wirklich jede (und jeder) erzählt irgendeinen Schwachsinn.

Alles verständlich und gut und schön, wenn man das weiß, kann man damit umgehen. Wer diesen Bullshit allerdings für bare Münze nimmt, hat ein ziemliches Problem.

SEINE Erwartungen hingegen könnten sein, ein treues, ehrliches, liebes, häusliches, sparsames oder mit sonstigen, beliebigen Eigenschaften ausgestattetes Mädel zu finden, um mit ihr eine gemeinsame Zukunft zu planen. Und nebenher noch etwas Geld zu sparen, weil die Kosten für so ein Mädel erst mal (!!!) geringer sind, als das z.B. von mir bei weitem bevorzugte „pay by fuck“ (was sich hart anhört und normalerweise nicht meine Wortwahl ist, jedoch zur Verdeutlichung der Situation wie geschaffen ist). So etwas gibt es nicht nur vereinzelt. Im Laufe der Jahre bin ich immer mehr dahinter gekommen, dass viele Kollegen ausgerechnet in solchen Scenes was fürs Herz – und schlimmer, was fürs Leben zu finden. Habe ich lange nicht für möglich gehalten, das ist jedoch auch eine Realität, vor der man nicht die Augen verschließen kann.

Ja, ich finde es bei weitem fairer, dieses „pay by fuck“ zu praktizieren, darum schenke ich den Mädels auch immer reinen Wein ein, nämlich dass ich ein Butterfly bin und ein ganz schlimmer Finger. Das wird in aller Regel verstanden und gut akzeptiert. Es ist nicht nur ehrlicher und fairer für BEIDE Seiten, es befreit auch beide Seiten von der Notwendigkeit, diese Lügengeschichten zu erzählen (und aufrecht zu erhalten, was anstrengend werden kann wenn man nicht geübt ist). Daraus folgt, dass man den besseren Sex haben kann, denn nun kann auch sie die Heuchelei aufgeben und „die Sau rauslassen“, um es mal salopp zu formulieren. Die Unschuld vom Lande ist dabei eben ausdrücklich nicht mehr gefragt...

Man zahlt nur das, was man bekommt. Und nicht für Illusionen. Zudem kann man gleich zur Sache kommen und sich aufs Wesentliche konzentrieren – also auch das mag bei jedem anders sein, für mich ist das der SEX. Darum bin ich hergekommen. Ich suche weder einen Klotz am Bein, noch eine Gratis Putzfrau, eine sich aufopfernde Altenpflegerin oder eine bezahlte Seelenmassage. Ich will nur das eine!

Natürlich wird trotzdem gelogen, das ist klar, man findet gerade hier in Gambia kaum Leute, die einem auch nur im Entferntesten so etwas wie „die Wahrheit“ erzählen. Alle lügen, dass gehört hier einfach dazu. Besser man weiß das, stellt sich drauf ein – und macht mit (s. „Sicherheitstipps“)

Viele der Mädels versuchen einem gleich mal die Eltern vorzustellen. Wozu das dienen soll ist klar, oder? Langzeitversorgung und möglichst Heirat, Bau oder Kauf eines Hauses sind sicher die Wunschvorstellungen dieser Mädels und deren Familien. Darum ist ein Altersunterschied von z.B. 40 oder mehr Jahren kein Hinderungsgrund, das wird auch von den Familien akzeptiert. Den Leuten geht es zu dreckig, um wählerisch zu sein. Sie wollen vor allem raus aus dem Elend, was nun wirklich nachvollziehbar sein sollte...

Aus all diesen Gründen halte ich mich viel lieber und fast ausschließlich an diese so genannten „Hardcore Nutten“. Da weiß ich was ich kriege, was ich zahle. Kann gleich zur Sache kommen ohne lange was vom Pferd erzählen (oder mir anhören) zu müssen (das kann ich nämlich auch Zuhause haben). Die „Fronten“ sind klar, jeder weiß, woran er ist. Und diese Sorte von Mädels kann meist auch mehr als irgendwelche Landpomeranzen - noch ein wesentlicher Punkt, wie ich finde.

Aber natürlich Jungs, jeder wie er mag! Ich versuche nur die Dinge sachlich und kritisch zu beleuchten. Ich denke es kann für jeden von uns nur von Vorteil sein, ein paar grundlegende Tatsachen zu kennen. Es spricht z.B. überhaupt nichts dagegen, dass sich jemand lieber ein „Super Long Time“ sucht, um mit ihr den ganzen Urlaub zu verbringen. Gerade die kleine Scene hier in Kololi scheint mir sogar besonders gut dafür geschaffen. Die Menschen sind verschieden, und das hat genau so seine Berechtigung wie alles andere.

Nicht, dass der Eindruck entsteht, ich wolle hier jemanden bekehren, belehren oder missionieren – im Gegenteil, Freunde!!! Es ist EUER Urlaub, EURE Kohle und EURE Zeit. Jeder wird (und sollte!) versuchen, seine Idealvorstellungen eines schönen, gelungenen Spaßurlaubs möglichst vollständig zu realisieren, alles andere wäre ja genauso verlogen und völlig unangebracht. Aber auch in dem Fall sollte man dringend wissen, worauf man sich einlässt, auch dieses Spiel kann man fair und (mehr oder weniger) mit offenen Karten spielen.

Ich selbst habe auch des Öfteren ein Mädel für mehrere Wochen gebucht – warum denn nicht, wenn es passt?! Denen habe ich auch immer reinen Wein eingeschenkt.

Noch was, würde ich in einem dieser Länder leben, hätte ich MIT SICHERHEIT eine feste Maus. Gelegentliches Naschen muss ja nicht verboten sein. Man kann es mit der Ehrlichkeit allerdings auch übertreiben, DAS muss sie nicht wirklich wissen. Wozu sie noch mit der Nase in den Haufen stoßen... Ich finde, ein ebenfalls sehr wichtiger Punkt ist, wie man mit den Mädels umgeht. Ich versuche IMMER auf gleicher Augenhöhe mit ihnen zu sein, vor allem, ich habe erst gar nicht die Vorstellung, dass ich mich dazu hinunter begeben müsste... Klar lasse ich mich nicht verarschen, und wenn mich eine schlecht behandelt, hat sie auch von mir nichts mehr zu erwarten. Logisch.

Man kann viel lesen über all die enttäuschten, gebrochenen Herzen, die auf unserer Seite zurück bleiben, wenn die Kohle alle ist und wahre Gesichter und nackte Tatsachen zum Vorschein kommen. Aber wer redet über die Mädels, die sich einen Ernährer erhofft haben, die mit Lügengeschichten seitens der Freier bei der Stange gehalten (oooops, im wahrsten Sinne des Wortes) werden, um dann ohne Geld zurück gelassen zu werden? Keiner. Aber mal ehrlich Jungs, manche dieser Mädels trifft es deutlich härter als diese gebrochenen Liebeskasperherzen. Bei den Mädels geht es u.U. ums (Über-) Leben, bei uns fetten, satten Wohlstands- und Weichei Sesselfurzern im Grunde nur um verletzte Eitelkeiten oder ungewürdigte Hormonschübe. Sollte man auch mal drüber nachdenken, finde ich, besonders halt in den ganz armen Ländern. In Thailand z.B. ist das gar kein Thema, da gibt es solche Not ja gar nicht.

Hier in Gambia wird von den Kollegen dann gern noch mal unterschieden, woher das Mädel kommt. Allgemeiner Tenor: Ist sie von hier, also aus Gambia: gut. Ist sie von außerhalb zugereist, um anzuschaffen, z.B. aus Guinea oder Sierra Leone: böse. Das ist so nicht richtig – ich jedenfalls habe alles Mögliche erlebt, im Guten wie im Schlechten, und zwar quer durch die Bank mehrerer Nationalitäten. Also verlassen kann man sich nicht darauf, im Gegenteil: den besten, ehrlichsten Sex hatte ich oft mit Mädels von Außerhalb. Aber der dickste Hund, den ich hier erlebt habe, das war ein K.O. Topfen Anschlag auf mich (ich habe dabei viel Glück gehabt), der wurde verübt von einer: Gambierin.

Sehr wichtig bei alledem scheint mir aus unserer, vor allem aus Newbie- Sicht: überlegt wo Ihr seid, wer Ihr seid, worum es hier eigentlich geht und was Ihr tut. Es ist Afrika, hier gibt es himmelschreiende Armut, Elend und Not, erwartet keine hehre Moral nach Euren Vorstellungen oder wie auch immer geartete Ehrlichkeit. Ihr seid weiß, Touristen, wisst nicht was Hunger ist (zum Glück!), in den Augen der Einheimischen vor allem eins: schweinereich und schweineblöd. Wir sind so etwas wie eine natürliche Ressource für sie, die ausgebeutet werden muss. Niemand dort kann es sich leisten, Geld einfach auf der Straße liegen zu lassen. Ihr wollt Sex und Spaß, dem steht überhaupt nichts entgegen, aber haltet immer die Augen auf und lasst das Hirn auf „on“... alles andere kann hier verdammt bös ins Auge gehen.

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