Brasilien

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Meine erste Überlegung zu Brasilien heute ist, soll ich dazu überhaupt was bringen? Ehrlich gesagt nur der Vollständigkeit halber. Denn mein einziger Besuch dort liegt einige Jahre zurück und ich plane auch nicht, erneut dorthin zu reisen. Aus verschiedenen Gründen. Zum einen ist man ziemlich aufgeschmissen, wenn man kein Portugiesisch spricht (inzwischen ist Brasilianisch übrigens als eigenständige Sprache anerkannt). Die Leute dort verstehen wirklich zu 99,9% nichts anderes. Also ist es schwierig mit dem Taxifahren, im Reisebüro kommt man nicht klar und selbst auf dem Flughafen am Infoschalter spricht einfach keiner Englisch, wenn man nicht viel Glück hat. Die Kommunikation mit den Mädels (“Garotas”) ist entsprechend schwierig, aber das ist noch das kleinste Problem. OK, heute kann man sich mit online Übersetzern via Smartphone einigermaßen weiterhelfen. Spanisch ist besser als nichts, hilft aber auch nur sehr, sehr begrenzt weiter.

 

0426Die Sicherheit ist ein großes Problem, beobachtet man Einheimische, wie sie sich ängstlich an ihre Taschen klammern, wenn sie auf der Straße laufen, damit niemand etwas an sich reißen und wegrennen kann, gibt es einem zu denken. Alle haben das Hemd über der Hose, damit niemand so schnell reingreifen kann. Selbst an der Copacabana in Rio de Janeiro sind Überfälle an der Tagesordnung, sich dort in der Dunkelheit zu Fuß zu bewegen ist schon mehr als leichtsinnig. Regelmäßig werden Leute umgebracht, auch Touristen. Ein Schweizer Freund, den wir in Fortaleza kennen gelernt haben (Hotelbetreiber Adi) lag nach seinen Angaben schon drei Mal mit der Nase im Dreck, Pistole am Kopf. Einmal war’s richtig teuer. Ein befreundetes Pärchen, dass vor ein paar Jahren nach Brasilien auswanderte, kam letztens zurück mit der Begründung, es sei dort einfach zu unsicher. Sie haben zwei kleine Kinder.

 

Die Mädels sind auch nicht schöner oder besser drauf als anderswo, im Gegenteil, wenn ich mir heute so die alten Bilder anschaue frage ich mich bei manchen, wie ich die vögeln konnte. OK, ist in anderen Länder auch so, vor Jahren war ich noch etwas anspruchs- und willenloser in dieser Beziehung. Aber auch wenn alle von den tollen, schönen Frauen in Rio reden - ja, es gibt sie, Brasilianer betreiben Körperkult als Volkssport, aber das sind rare Ausnahmen. Und die schaffen nicht am Touristenstrich an, vergesst das. Die Durchschnittsbrasilianerin hat zwei bis drei Schwimmringe und zeigt sie auch. Und wenn der Bauch noch so fett und der Hintern noch so riesig ist, alles wird in an Wurstpellen erinnernde, enger Kleidung zur Schau getragen.

 

0428Die Preise sind  nicht wirklich günstig - in der vor einigen Jahren schon geschlossenen, aber weltweit berühmten Diskothek “Help” an der Copa haben die Nutten schon damals mal eben 300 USD aufgerufen. Ein Freund meinte mal zu einer, er habe keine Dollar, nur Real und bekam zur Antwort, OK, dann eben 300 Real. Was nicht für die Intelligenz der Mädels spricht, mit Verlaub. Ebenso wenig wie der Umstand, dass einem anderen Kollegen, der zu einer Garota sagte, der Flug aus Europa nach Rio sei ziemlich teuer, zur Antwort bekam “Warum fährst du dann nicht mit dem Bus”. Kein Scherz. Das ist ja kein Problem, wir wollen sie ja nicht heiraten, sondern nur etwas Spaß. Übrigens sind die Preise zum weltberühmten Carneval in Rio selbstverständlich noch mal deutlich höher.

 

Der Wechselkurs schwankte in den letzten Jahren deutlich, manchmal war es nicht mehr feierlich. Wenn die ohnehin hohen Preise mal eben um 50% anziehen, macht es keinen Spaß mehr. Momentan geht’s mal wieder einigermaßen.

 

Wohnen, da muss man sich genau überlegen, was man macht. Entweder man kennt ein Hotel, dass Garotas zulässt wie z.B. das Hotel Canadá, welches ganz gut an der Copa liegt (zweite Reihe aber noch zentral, Hoteltest hier), oder man mietet sich ein Apartment, in dem man tun und lassen kann, was man will. Aber da muss man wieder verdammt aufpassen mit der Sicherheit. Im Hotel ist man durch das Registrieren der Garota und den Rückruf der Rezeption im Zimmer, wenn sie das Hotel verlässt, geschützt. Im Apartment kann alles passieren, von K.O. Tropfen bis Einbruch bei Abwesenheit. Dann sieht man alt aus.

 

0430Aber Spaß kann man durchaus haben. Das Verhandeln mit den Mädels ist zwar zäh und manche geht lieber leer aus, als dass sie sich von ihrer horrenden Forderung wesentlich herunter handeln ließe. Auch nicht gerade clever... Aber es geht schon. Natürlich sind die Mädels in den Bars und Puffs an der Copa eher von der abgebrühten Sorte und teuer.

 

Aber in Rios Altstadt  gibt es z.B. lustige Puffs, meist von Einheimischen frequentiert, die tatsächlich im Minutentakt abrechnen: eine Minute kostet einen Real. Einfach mal durch die Altstadt laufen um die Mittagszeit oder nachmittags, man bekommt oft Flyer in die Hand gedrückt mit dem Lageplan des jeweiligen Etablissements. Es ist etwas abenteuerlich, aber lustig und die Mädels sind in der Regel gut drauf. Hatte viel Spaß dort.

 

Ebenfalls sehr empfehlenswert sind die “Thermen” (“Termas”) in Rio. Preislich kein Schnäppchen, aber es sind oft sehr schöne Anlagen mit vielen guten Girls. Also hübsch (mit Sicherheit für jeden was dabei bei der Anzahl), talentiert und motiviert. Machen ja auch gut Kohle. Mein Lieblingsladen ist die “4x4” oder “Quatro por Quatro” in der Rua Buenos Aires 44. Ist auch in der Altstadt, ist schön dort.

 

Wer trotzdem nach Rio (oder Fortaleza) will, warum auch immer, sollte sich durchaus den Brazil Bericht zulegen. Auch wenn die Fotos heute wegen der weit fortgeschrittenen Technik nicht mehr wirklich vorzeigbar sind. Die Beschreibung dessen, was wir in den Thermen, Minutenpuffs, Bars in Rio und Fortaleza, den vielen Freelancern, die wir aufgerissen haben (wir waren zu dritt unterwegs) usw. usw. ist sicher zu 99% auch heute noch so nachvollzieh- und nacherlebbar und somit aktuell.

 

0432Die Anreise nach Rio ist nicht immer easy. Es gibt zwar Schnäppchenpreise schon für unter 500 € z.B. mit KLM und Air France, teils aber mit brutalen Warte-/Umsteigerzeiten (je nach Saison). Non Stop ab D/A/CH gibt’s glaube ich nur mit Lufthansa (Frankfurt) in 11 - 12 Stunden, kostet aber auch das Doppelte. Wir sind mit Air Portugal (TAP) geflogen und haben eine Nacht in Lissabon gepennt, was nervig genug war.

 

Eins steht mal fest: Rio de Janeiro ist eine der schönsten, geilsten Städte, die ich kenne. Die Stadt hat was. Rio ist unvergleichlich und ein Erlebnis. Und die Millionenstadt Fortaleza hat neben schönen Stränden auch für unser Hobby einiges zu bieten. Auch wenn Polizei und Behörden am liebsten den Daumen draufhalten würden. 

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Also hier einfach mal noch ein paar Bilder...

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