Vietnam



1048


Die Einreisebestimmungen scheinen häufig zu wechseln, bitte informiert Euch rechtzeitig bem Auswärtigen Amt (Deutsche) bzw. der entsprechenden Stelle Eures Landes. Manchmal bekommt man ein Visa für 15 Tag bei der Einreise, dann wieder nicht. Der Pass sollte bis mindestens 6 Monate nach Reiseende (!) gültig sein. Man kann sich ein Visum bei der vietnamesischen Botschaft seines Landes besorgen (dafür gibt es auch Agenturen, die das gegen Gebühr übernehmen) oder es z.B. in Thailand (Travel Offices machen das) oder Kambodscha (hier am billigsten und schnellsten) machen lassen.


 

Bei der Einreise über den Airport in Saigon (Ho Chi Minh City) wird alles Gepäck durchleuchtet, was derjenige als unangenehm empfinden wird, der Spielzeug wie Massagestäbe etc. dabei hat. Bei mir ging trotzdem alles gut, niemand schaute in den Koffer.

 

Saigon habe ich bewusst links liegen lassen, denn man hört  viel von Abzocke durch die Mädels (teils in Verbindung mit korrupter Polizei, was sehr teuer werden kann), außerdem gibt’s dort jede Menge Backpacker und Neckermänner. Und auf die habe ich nicht wirklich Bock. Ansonsten ist Vietnam sehr sicher, es soll das sicherste Reiseland Asiens sein. Jedoch wird überall vor Taschendieben gewarnt. Hanoi soll hingegen ziemlich prüde sein.

 

Ich entschied mich für Vung Tau - laut meinem Reiseführer (“Reise Know How”) angeblich “das Pattaya Vietnams. Was sich als maßlos übertrieben bis haltlos erwies. Jedoch kann Mann etwas erleben, wenn auch umständlich und auch deshalb teuer (Hotels). Die Anfahrt mit dem Taxi direkt vom Airport in das 125 km entfernte Vung Tau dauerte ca. drei Stunden und kostete nach Handeln ca 50 USD. Es fahren auch Busse und eine Fähre (tagsüber).

 

Die Mädels ins eigene Hotel zu bekommen geht nur mit einem Trick. Da unregelmäßig Polizeikontrollen bei den Hotels stattfinden, bekommt man das Girl auch mit Schmiergeld nicht an der Rezeption vorbei. Jedoch ist es eine wohl gängige Methode, ein extra Zimmer für einen Nacht zu buchen und sie dort (offiziell) einzuchecken. Dazu braucht sie zwingend einen Ausweis! Wo sie dann wirklich schläft, interessiert niemanden mehr. Das nervt natürlich und verteuert die Sache unnötig. Es gibt aber Short Time Hotels in Vung Tau, oder was man dafür halten könnte, kennt natürlich jeder Taxler und jedes Barmädel. Dort muss man allerdings auch wieder für die ganze Nacht zahlen, eine Hausnummer wäre 20 - 30 USD. Dafür bekommt man anderswo das komplette Programm... immerhin braucht man keinen Pass zum Einchecken.

 

Unterwegs in Vung Tau. Ich organisierte mir über die Hotelrezeption (Hotel Rex) einen Fahrer für etwa 6 Stunden (30 USD). Ich betonte aber, er müsse Englisch sprechen, da ich mir die Stadt, die Beaches und einige Sehenswürdigkeiten (naja, letzteres nicht wirklich) zeigen lassen wollte. OK, es war, wie ich erst bei meiner Abreise merkte, der Hoteldriver. Englisch konnte der gute Kerl nun wirklich nicht, was zu dem einen oder anderen Missverständnis führte. Ich wollte Fotos und Videos von den Stränden machen, und vor allem von der Innenstadt, hier besonders auch die Bars. Nur gut, dass ich wusste, wohin ich wollte... der Kerl war wirklich etwas gelähmt. Er wollte partout nicht begreifen, dass buddhistische Tempel sowie die riesige Jesusstatue momentan nicht angesagt waren, und ebenso das Museum (für was auch immer) auf dem Berg war nicht wirklich interessant.

Die Stadt ist groß (immerhin etwa 250.000 Einwohner), Motorräder bestimmen das Straßenbild. Noch vor einigen Jahren, zu Zeiten des “real existierenden Sozialismus” in Mittel- und Osteuropa, wurden hier die verdienstvollen Funktionäre zur Erholung hergeschickt. Steril wirkende, riesige Straßen und große Wohnkomplexe, es erinnert an Russland, wie man es aus dem TV kennt, wechseln sich ab mit großzügigen, sauberen Parkanlagen, kleinen Restaurants, Cafés und Vierteln die geprägt werden von winzigen, alten Häusern, heruntergekommenen Hotels und bunten Märkten, vor und in denen Menschenmengen ihrem geschäftigen Treiben nachgehen.    

Doch lange vorbei sind die Zeiten, in denen sich Europäer hier wie selbstverständlich bewegten. Westler sind sehr selten geworden. Überrascht werde ich überall angeschaut und gemustert. Manchmal kritisch, doch zumeist freundlich.




1049

 


1050

 


1051

 


1052

 


1053

 


1054

 


1055

 


1056

 


1057

 


1058

 


1059

 


1060

 


1061

 


1062

 


1063

 


1064

 


1065

 


1066

 


1067

 


1068

 



Beaches? Oh ja! Sand, Boote, Fischer, Strandverkäufer, Restaurants, Liegestühle. Vung Tau liegt an der Spitze einer Halbinsel, und es gibt wirklich ellenlange Strände - und zwar auf -zig Kilometer! Man erwarte aber nicht die Schönheit karibischer Traumstrände, auch nicht eine perfekte Infrastruktur wie in Thailand oder die Sauberkeit, die in St. Peter Ording sicher vorherrscht. Immerhin, wir sind in Vietnam! Allenfalls mit Kambodscha habe ich es auf den ersten Blick verglichen... und sogar hier fällt auf, dass alles, anders als im Land der Khmer, auf einheimische Besucher ausgerichtet ist, keinesfalls auf Westler. Klar gibt es keine Speisekarten in einer Sprache, die uns irgendwie bekannt vorkommen könnte, ja noch nicht einmal beliebige Hinweisschilder am Strand sind für unsereins irgendwie zu entziffern. So fühlt man sich denn auch ehrlich gesagt etwas... verloren? Angesichts der Weite der Strände sicher kein ganz falscher Vergleich.




1069

 


1070

 


1071

 


1072

 


1073

 


1074

 


1075

 


1076

 


1077

 


1078

 


1079

 


1080

 


1081

 


1082

 


1083

 


1084

 


1085

 


1086

 


1087

 


1088

 



Den Barbezirk findet Ihr am PALACE HOTEL, das kennt jeder Taxifahrer. Ist nur 3 Taximinuten vom Rex entfernt. Lasst Euch einfach zum Hotel fahren, die Bars fangen 50 m weiter an. Oder zu einer der Bars... Namen: Enigma, Sweethart, Rosa, Red Dragon, um nur einige zu nennen.

Nachts unterwegs in Vung Tau. Bezügliche des Nachtlebens braucht man auf nichts zu verzichten... Viele Bars und Karaokeschuppen sind über die Stadt verteilt, auch schräg gegenüber des Rex Hotels ist ein Billard Laden Namens “Red Parrot”. Viele Bars zentrieren sich um das Palace Hotel herum, wie gesagt, hier mal ein paar Fotos von nächtlichen Ausflügen. Der Alk fließt in Strömen (wirklich unglaublich was die Mädels da vertragen, die haben mich fast unter den Tisch gesoffen), die Puppen tanzen, und um 0200 machen die Läden dicht. Dann geht man ins Hotel. Da Prostitution in Vietnam verboten ist (hahaha), bekommt man seine Schöne der Nacht nicht ohne weiteres ins Hotel, wie oben schon besprochen.

Einmal kam spät nachts die Polizei, jedenfalls bauten die draußen so was wie eine Kontrolle auf, mein Huhn zog sich rasch um, ich hatte den Eindruck, sie wollte sich nicht in der etwas schickeren Abendgarderobe, die sie vorher trug, sehen lassen... Man bedeutete mir ruhig zu sein (Musik aus), jemand rief uns ein Taxi, rein, und ab durch die Mitte, unbehelligt.

Im “Red Parrot” (gleich beim Rex Hotel) ist Expat Treffen, man lernt die Jungs kennen, die hier leben, der Chef ist auch ein Westler. Sehr angenehm. In einer der anderen Bars hab ich es manchmal krachen lassen: Flasche Black Label, Essen vom Restaurant um die Ecke für die Mädels, die Karaoke Maschine lief heiß. Ein Mädel mitgenommen, der 18 Dollar Trick an der Reception, volles Programm in meinem Zimmer. Das Mädel, das uns den ganzen Abend bedient hatte nahm mich zur Seite und meinte, ich solle nicht vergessen, meiner Begleitung morgens etwas Geld zu geben, sie würde davon leben - so oder so ähnlich drückte sie sich aus. “Na klar”, sagte ich, “ich weiß Bescheid!” Nach den Erwartungen, was die Höhe der Zuwendungen betraf, habe ich lieber nicht gefragt.

Morgens drücke ich ihr 50 USD in die Hand. Erstaunt fragt sie mich, wie viel das denn wohl in Dong sei... Sicher hätte ich ihr auch Ostmark oder italienische Lira in die Hand drücken können, so unbedarft war sie. Abends hole ich sie wieder ab, nicht ohne vorher die gleiche Party in der Karaoke Bar mit ihr zu veranstalten. Diesmal wurden es 2 Flaschen Black... den Rest mitgenommen... Rechnung hielt sich trotzdem in Grenzen, es war fair. Es waren am 2. Abend knapp 100 USD, nicht schlecht für all die Getränke, das Essen, die Karaoke und den Spaß über Stunden.




1089

 


1090

 


1091

 


1092

 


1093

 


1094

 


1095

 


1096

 


1097

 


1098

 


1099

 


1100

 


1101

 


1102

 


1103

 


1104

 


1105

 


1106

 


1107

 


1108

 


1109

 


1110

 


1111

 


1112

 


1113

 



Vietnam kurzgefasst



1115


Es geht alles, doch muss man sich top auskennen (wovon ich in diesem Land sicher sehr, sehr weit entfernt bin). Die Leute machen das Beste daraus, freilich muss man die allerorts vorhandenen kleinen Knebel und Fesseln irgendwie heimlich ablegen - hintergehen, was offiziell und Gesetz ist. Das ist natürlich verlogen. Ich meine, mir geht es dabei ja nur um den Spaß. Ich will das nicht angreifen oder auch nur bewerten, fest steht für mich persönlich jedenfalls eins: Es ist kompliziert und von daher eher spaßbremsend... letztere Vokabel steht auf meiner persönlichen “Top Ten List” aller Antiwörter wohl mit ganz oben.

Vom sextouristischen Standpunkt aus betrachtet, lohnt Vietnam meiner Meinung nach nicht. Wenn man also davon ausgeht, dass Vung Tau für Neulinge oder spaßsuchende Kurzurlauber wie mich dieser Ort sozusagen das non plus ultra in diesem Land darstellt, muss der Rest ernüchternd, ja niederschmetternd sein. Zu kompliziert, und auch zu teuer. Für das Geld habe ich anderswo viel mehr Spaß, oder andersherum, Spaß, wie ich ihn in vielen anderen Ländern leicht haben kann, bekomme ich hier eher gar nicht.

 

Der Hauptgrund, warum ich unbedingt mal dieses Land bereisen wollte, waren die vielen süßen Vietchicks, die ich in Kambodscha kennen gelernt habe - in früheren Jahren. Aber dort war alles viel einfacher und billiger, man hatte mehr Spaß für weniger Geld, mit weniger Aufwand, es war EASY. Und mal ganz ehrlich: schöner waren die Mädels in Vung Tau wahrlich nicht.

 

Ausführlich lest Ihr alles in Neues aus Kambodscha und Vietnam

 

1116



__zurueck
__weiter


[Maennerparadiese Teil 1] [Inhaltsverzeichnis] [Einleitung] [Thai1] [Thai2] [Thai3] [Thai4] [Thai5] [Thai6] [Thai7] [Thai8] [Thai9] [Thai10] [Kambo] [Bali] [Vietnam] [v11] [v12] [v13] [Phils1] [Phils2] [Phils3] [Phils4] [Phils5] [Phils6] [Phils7] [Phils8]