Santiago VI

Musik...

Das Bild zeigt den Aufpasser in einer Bank. Cash abholen mit der VISA war gar  kein Problem. Reisepass mitnehmen. MASTERCARD/EUROCARD müsste auch gehen. Jedenfalls habe ich mit Letzterer meine Cigarren geratscht. Amikarten wie AMEX oder CITIBANK werden nirgends akzeptiertet.

Während ich mich in der Bank auffrischte, wartete Mariachi am Cespedes. Da war gerade eine kleine Show, Carneval. Als ich zurückkam - wartete eine alte Bekannte auf mich: Y. Sie zeigte mir einen Zettel,  der war angeblich von ihrem Arzt. Und auf dem Zettel sollte stehen dass sie negativ ist, trippermäßig. Sie hat wieder Stein und Bein geschworen. Ich weiß  natürlich nicht, ob sie den Zettel selber geschrieben hat oder ob es nicht doch vielleicht der Bezugsschein für die Monatsration Zucker war. Jedenfalls bin ich  unsicher geworden. Im Nachhinein kam mir noch folgender Gedanke: Ich habe den Gummischwanz nach meinem letzten Thailandabenteuer nicht abgewaschen. Habe meine Hautärztin gefragt, ob man “mit solchen Utensilien” Krankheiten wie Tripper bzw. Pilze übertragen könne. Den gleichen Pilz wie in Thailand habe ich nämlich auch wieder gehabt, und das hat mich endgültig ins Grübeln gebracht.

Jahrzehntelang ist praktisch nichts  passiert, und nun 2 mal hintereinalder 2 gleiche Krankheiten!! Die Ärztin meinte, normalerweise würde das austrocknen. Ich bin mir da aber ehrlich nicht so sicher. Einmal hat der Gummischwanz vorne so ein  Loch. Den kann man nämlich befüllen. Habe ich zwar nie gemacht, aber logo kann da was hängenbleiben. Habe das Teil jetzt weggeschmissen. Zum anderen habe ich jetzt in SPACENIGHT auf  Bayern 3 wieder den Bericht über die Filmkamera gesehen. Diese Kamera wurde von einer Apollobesatzung auf dem Mond von einer unbemannten Sonde abmontiert und zurückgebracht zur Erde.  Es hieß: Der Techniker muss wohl Schnupfen gehabt haben. Jedenfalls sind diese Schnupfenbakterien (oder sind’s Viren) nach mehreren Jahren im Vakuum wieder zum Leben erwacht in einer Nährlösung!  Vielleicht ist das ein hinkender Vergleich, es geht mir aber nicht aus dem Kopf...

Auf alle Fälle war mir nach zwei Minuten eins klar: Y. wollte ich wiederhaben!! Ich nahm sie mit ins CG. Ein Drink, dann war es klar. Ich blieb die letzen  Tage nur mit ihr zusammen, und das war eine sehr gute Idee. Wir hatten wirklich eine Menge Spaß. Es passte einfach, und sie stellte mich voll zufrieden. Was hatte ich denn an Highlights erlebt in Santiago, mit den Weibern? Konnte man im Grunde alles in der Pfeife rauchen.

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Die Wiedersehensparty wurde ganz nett.

An einem Nachmittag fuhren wir mal wieder an den Strand nach Siboney, zu dritt. An dem Tag wären ich und Y. fast ertrunken. Hört sich vielleicht doof an. Ist aber so. Ich ging mit Y. ins Wasser, Spaß haben, Fummeln, Einlochen. Wie gehabt. Y. kann nicht schwimmen. Ich kann sehr gut schwimmen. Y. wiegt 50 kg, ich über 90. Sie ist 1,50 groß, ich über 1,90. Ich bin zwar nicht gerade  ein Aminobaby aus dem Studio. Aber durch mehr oder weniger regelmäßige körperliche Ertüchtigung bin ich auch nicht der Schwächste.

Es passierte Folgendes: Rechts am Siboney, ungefähr die Hälfte, ist steiniger Untergrund. Linke  Hand ist prima Sandstrand, allmählich abfallend. Wir waren in der Mitte des Strandes reingegangen, hatten Spaß, waren geil, schöner ging’s nicht. Ich dachte gerade daran einzulochen. Plötzlich verloren wir den Grund.   Sicher waren die Steine plötzlich zu Ende, und wir trieben irgendwie über diese Grenze. Es war auf einmal tiefes Wasser. Zuerst bemerkten wir es nicht bzw. ich habe mir erstmal keine Gedanken gemacht darüber. Schließlich hatte  ich Y. im Arm, hielt sie fest. An Stellen, an denen ich so gerade noch stehen konnte kam sie eh nicht mit den Füßen auf dem Grund, wegen des Größenunterschieds. Doch irgendwie machte sie sich los, merkte plötzlich dass das Wasser tief war und bekam Panik! Panik ist das Schlimmste, was einem passieren kann.

Ich weiß das vom Tauchen. Bei der Taucherei hat man sich schon vorher mental auf solche Situationen eingestellt, d.h. man hat die Situation gedanklich durchgespielt. Man weiß genau wie man zu reagieren hat - z.B. wenn plötzlich die Luft weg ist. Wenn man dann Panik bekommt, hat man verloren. Diese Situation war ähnlich. Sie sah mich mit riesengroßen Augen an und sagte: “No, no!!” Ich wollte sie festhalten, habe sie auch festgehalten. Aber sie klammerte sich an meinen Hals und drückte mich  permanent unter Wasser. Das ist schlecht, denn unter Wasser kriege auch ich keine Luft. Sie klammerte sich mit aller Kraft an mich. Wenn man den Größen- und Kraftunterschied bedenkt,  zudem noch den Umstand, dass man in diesem Wasser eigentlich gar nicht ertrinken kann im Sinne von “Untergehen” (das Wasser ist durch sein Salzgehalt unglaublich tragfähig, ich konnte wirklich auf dem Wasser liegen und dösen), dann wird man zunächst gar nicht glauben, dass sie mich dermaßen in Bedrängnis bringen konnte.

Es war aber so. Um Luft zu bekommen, drückte ich sie mit aller Gewalt von  mir. Dazu musste ich alle Kraft aufwenden. Das machte sie natürlich erst recht panisch. Sie dachte, ich wollte sie ertrinken lassen. Sie erwischte meine Halskette, riss sie in einem Satz ab. Der Typ in Kambodscha hatte das auch in mehreren Anläufen nicht geschafft. Sie drückte mich mehrmals unter Wasser, und mir fiel keine Strategie ein. Ich konnte sie nicht einfach festhalten, sie versuchte immer ihr  Körpergewicht auf mich zu legen, drückte mich dadurch wieder unter Wasser. Ich werde das nie vergessen, wie das aussah von unten und dazu meine Ratlosigkeit. Ich schubste sie immer wieder weg. Sie ruderte wie wild und ich habe sie jedesmal kurz bevor sie wirklich drohte unterzugehen wieder geschnappt und versucht auf Abstand zu halten. Es gelang mir nicht Ruhe in die Situation zu bringen. Auf  meine anfänglichen Versuche sie mit der Stimme zu beruhigen hatte sie nicht reagiert. Sie verstand mich vielleicht auch ganz einfach nicht.

Ich merkte, dass ich bald an mein Kräftelimit kommen würde, wenn nicht irgendetwas geschah, sich etwas änderte. Ich sah mich um. Ca. 20 m weiter schnorchelte ein Junge von ca 15 Jahren. Ich hob die Hand aus dem Wasser, winkte, rief um Hilfe. Help!! Er hat die Situation sofort gecheckt und kam angekrault. Er hatte gottseidank Flossen an, es war kein Problem für ihn Y. an den Strand zu bringen. Sie war auch völlig fertig und verhielt sich ziemlich passiv, zum Glück. Am Strand  angekommen bedankte ich mich erstmal per Handschlag bei dem Jungen. Er hat uns möglicherweise das Leben gerettet (später bin ich noch mal rausgeschwommen zu ihm und habe ihm 10 Dollar  geschenkt). Ich denke, in solchen Situationen ertrinken die meisten Leute. Am Strand sitzen ein Haufen Menschen, auch im Wasser sind welche. Aber man bekommt es einfach nicht mit! Y. war erstmal sauer auf mich. Wir gingen zu Mariachi. Der fragte mich: Na, schön eingelocht? Ich sagte, nee, aber wir wären gerade fast ertrunken. Das hielt er zunächst wohl für einen Scherz. Dann, als klar war dass es ernst war fragte er mich, ob ich keinen DLRG Schein hätte. Habe ich nicht. Ich solle in so einer Situation, so Mariachi, den Arm des Ertrinkenden mit Gewalt auf den Rücken drehen, so dass der nicht mehr groß rumzappeln bzw. sich festkrallen kann. Dann kann man ihn in aller Ruhe an den Strand bringen.

Genau das wäre es gewesen! Aber darauf bin ich nicht gekommen. Ich war einfach überfordert in der Situation, weil ich mir so etwas eben NICHT vorher vorgestellt habe. Dieses kleine Persönchen, dass ich damit Schwierigkeiten bekommen könnte, sie zu handeln. Ich kann sie ja an Land mit einer Hand hochheben! Wie das täuscht. Das nächste mal würde ich es so machen, und das würde ich auch hinkriegen. Aber es wird kein nächstes Mal geben: Nie wieder mit einem Nichtschwimmer ins tiefe Wasser! Das habe ich mir  geschworen. Mariachi übersetzte nun wunschgemäß für Y., warum ich mich so verhalten habe bzw. mich verhalten musste. Nach ein paar Minuten hat sie es auch verstanden und eingesehen. Da war wieder alles klar. Trotzdem, diese Situation hing mir noch tagelang nach, habe viel drüber nachgedacht. Es war ein regelrechter Schock.

Als nächstes kam dann auch noch ein Bulle zu Y. und diskutierte mit ihr. Ich verstand natürlich nichts davon. Mariachi gab mir den Rat mich rauszuhalten,  sie würde alleine am besten damit klarkommen. So war’s denn auch. Der Bulle notierte ihren Namen und verpisste sich. Y. hatte erzählt, wir seien seit 3 Monaten verheiratet. Noch mal gut gegangen. Das hätte mir an dem Tag noch gefehlt, dass die Bullen Y. eingelocht hätten. Wenig später fing es furchtbar an zu regnen. Wir gingen zu einem Unterstand. Da war ein Verkaufsstand für Getränke usw. Ich setzte mich auf einen Stuhl, aber außerhalb des Schirms.  Ich war klitschnass (nur Badehose an), da tut so ein Regenguss doch eigentlich ganz gut. Ich dachte an die kritische Situation im Wasser.

Auch daran, das meine Kette weg war (war mir logo scheißegal). Ich beschloss mein  dazugehöriges Armband auch noch hinterherzuschmeißen ins Wasser. Später habe ich es lieber Y. geschenkt, da erfüllt es wenigstens einen guten Zweck. Die Sachen waren aus Silber, also nichts besonders wertvolles. Y. trägt es nun  am Oberarm, chick. Ich saß also so da rum und schaute auf’s Meer. Später, es hatte inzwischen aufgehört zu regnen, kam ein Cubi auf Krücken zu mir. Ihm fehlte ein Bein. Wie sich herausstellte hatte er es in Angola verloren, Tretmine. Genau so sah das auch aus. Der arme Kerl hatte nichtmal eine Prothese. Wir unterhielten uns etwas und ich schenkte ihm einen 5er.

Wie ihr sicher merkt hat mich diese Geschichte doch ziemlich beschäftigt, auch belastet. Trotzdem haben wir die Sache an dem Tag fürs erste abgehakt und uns wieder dem schönen Leben bewusst hingegeben. Ich musste mal, trat hinter diese Bude um eine Stange Wasser in die Ecke zu stellen. Unbemerkt schlich sich Y. an und nahm meinen Riesen in die Hand, um “Feuerwehrmann” zu spielen.  Ein echtes Naturtalent, sag ich doch...

Also kommen wir nun wieder zu den angenehmeren Dingen des Lebens, nach diesem Schock. Schließlich hättet Ihr den guten alten Grubert fast abhaken können...

Abends wieder in den Paladar. Die Adresse ist übrigens:

Colonial Rent Rooms
Bartolome Masso (San Basilio)
No. 125 e/ Padre Pico y t. Rey
(53-226) 62 2538

 Dort könnte man auch Zimmer mieten, nicht unbedingt zu empfehlen,
da sehr nahe am Außenrestaurant gelegen.

Ich mag mein Huhn gern knusprig. Aufgebrezelt. Und mit nix drunter. Ich mag es, wenn sie mir überall auf Verlangen die Pussy zeigt. Im Taxi. Im Paladar.  Überall. In der Casa war wieder Umziehen angesagt...

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An einem der letzten Abende in der Casa wieder mal Stress mit ihr. Ich weiß nicht mehr worum es ging. Aber sie zickte. Ich gab ihr den Laufpass, sie wollte es ja nicht anders. Zunächst. Als es dann ernst wurde, sie stand an der Eingangstür mit ihrem Handtäschchen, hat sie es sich anders überlegt. Plötzlich war sie wieder ganz die alte. Sie durfte sich hinknien und mir einen  blasen. Ich habe manchmal die Angewohnheit, vor allem wenn es mir so richtig gut geht, mich mal so richtig zu strecken. Wenn ich im Bett liege, mal so die volle Länge ausfahren. Jetzt, wo ich im Zimmer stand und sie so kniend vor sich hinbließ, ging’s mir auch ziemlich gut.

Ich streckte mich zur Decke, stützte mich ab an ihr. Leider hatte ich vergessen, dass der Deckenventilator auf “volle Pulle” lief. Es hat einen ziemlichen Schlag gegeben. Ich  wusste im ersten Moment nicht, ist mein Finger ab oder nur gebrochen. War aber halb so schlimm. Es fehlte nur ein Hautfetzen. Schnell ein Pflaster drauf, dann weiter im Progamm... Ich erzähle Euch das alles damit Ihr mal seht, was mir so alles für ein Scheiß passiert ist. Nicht unbedingt typisch sonst für mich. Typisch für Cuba?

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Mal wieder im Rapido, Pizza essen. War nicht so einfach für sie - ohne Höschen auf den Bock zu klettern... Hat ihr aber offensichtlich Spaß gemacht.

Das auch, und mir erst...

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Der letzte Abend. Immer wieder zum Kotzen, aber unvermeidlich, er kommt. Carlos ging mir noch ziemlich auf den Sack, der dachte wohl ich würde  mir den letzten Abend mit seiner Gegenwart versauen. Frisch Verliebte soll man alleine lassen, oder?? Ich musste mehr oder weniger deutlich werden, aber er hatte selber Schuld. Y. und ich sind noch mal ins “300”, eigentlich hat es mir dort am besten gefallen. Gut gekühlt, man wird nicht angelutscht, freundliche Bedienung. Meist Livemusik (kleine Band). Manchmal singt eine Tussi.

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Eintritt 1 $, alle Getränke 1 $. Jedenfalls was wir immer so tranken: Bier, Refrescos, Cocktails. Y. ist nicht besonders pflegeleicht. Ich musste ihr schon wieder sagen wo vorne und hinten ist. Hier auf dem ersten Bild ist sie am Heulen. Nicht der Abschiedsschmerz, fürchte ich. Draußen auf der Straße fing sie aus irgendeinem Grund an ziemlich laut rumzuquengeln. Ich machte ihr klar, dass ich solche Töne gar nicht mag. Nach ein paar Minuten war die Welt schon wieder in Ordnung. Wehe dem, der sich von den Hühnern auf der Nase rumtanzen lässt!

Im Taxi hat sie dann voll zugeschlagen. Habe ich schon erzählt dass sie mir auf dem Weg zum Strand im Mietwagen (Mariachi und der Baron vorne, wir hinten),  einen geblasen hat? Und eingelocht auch mal ganz kurz. Nett! Jetzt aber waren wir in Höchstform. Schon leicht einen sitzen halt und bester Laune. Man hat die mich immer geil gemacht mit ihrer rasierten Schnalle. Konnte nie die Hände bei sich behalten, immer am Fummeln. Und natürlich jetzt im Taxi, nix drunter - holt mein Ding raus und bläst los. Der Taxifahrer tut so als würde er es nicht bemerken. Beide Fenster sind weit runtergekurbelt hinten.  Jetzt macht sie es wahr: Mit einem abgewichsten Lächeln schiebt sie sich den Lackmini hoch und steigt auf! Der Taxifahrer (illegales Ladataxi) tut gelangweilt. Ich beobachte ihn etwas, er scheint tatsächlich nicht in den  Spiegel zu schauen. Nach ein paar Minuten dreht sie die Fenster hoch. Der Taxifahrer bekommt Order noch ein paar Runden zu drehen. Geil! Es hat vielleicht 10 min. gedauert. Der Taxifahrer bekommt anstatt der ausgemachten zwei vier Bucks. Kann man echt nicht meckern.

In der Casa dann, aufgedreht wie wir waren, ging’s voll zur Sache. Ich liebe sie...

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Morgens dann extra früh raus, ich wollte noch mal an den Strand. Mariachi musste leider verzichten, er wollte gerne seinen Flug umbuchen. Wie  alles ist auch das auf Cuba nicht so einfach. Man muss von Pontius nach Pilatus. Er hat’s aber wenigstens geregelt gekriegt, blieb 3 Tage länger als ursprünglich geplant. Er ist ja noch ein paar Tage in die DomRep  anschließend.

Das Taxi zum Strand war für 0900 bestellt, es war pünktlich. Ich hatte eigentlich gedacht wir fahren in Richtung Siboney, dort sollen ein paar km weiter noch mehr Strände sein, nicht so frequentiert und schöner. Stattdessen fuhren wir in die andere Richtung. Mir war erstmal alles egal, denn mir war kotzübel. Fast hätte ich gereihert. Musste mich beherrschen. Haben ein paar Strände gesehen, waren an 2 Stränden. Der eine war eine Bucht, kaum Sand, Wasser nur ganz flach, viele Kinder, Autos usw. Also nichts wie weg. 

Jetzt zum Seeigelstrand. Ihr ahnt schon die nächste Katastrophe? Sah nicht schlecht aus der Strand. Ein paar Wellen, Steine zwar aber hier und da badeten vergnügt ein paar Leute. Nicht zu viel Betrieb. Wer wird denn da an Böses denken? Auf Cuba musst Du an alles denken!! Erst mal ein nettes Plätzchen gesucht. Ich wollte etwas schwimmen. Bin ins Wasser. Dank meiner Noppenschlappen lief ich seit Tagen wie auf Eiern. Konnte Barfuß nicht mehr über die heißen Kieselsteine laufen. Also mit den Schlappen zum  Wasser, dort stehenlassen und rein ins Vergnügen. Wo ich reinging war wieder  steiniger Untergrund. Ca. 200 m weiter badeten einige Leute. Kinder spielten im Wasser. Allerdings nicht dort wo ich badete. Von Baden konnte erstmal nicht die Rede sein. Das Wasser war vielleicht oberschenkeltief, aber bewegt. Plötzlich denke ich so: Ach guck mal da, ein Seeigel! Die sehen äußerst unschön aus, wenn man fast reingetreten wäre. Und da! Noch zwei. Und noch zwei, und noch zwei... Darf doch nicht wahr sein! Wisst Ihr was passiert, wenn  man barfuß in einen Seeigel tritt?

Der Urlaub ist vorbei. Ich hatte zwar eh den letzten Tag. Da hätte ich den Flug vergessen können. Die Dinger haben nadelspitze Stacheln, in allen Größen bis ca. 20 cm. Die Seeigel befanden  sich nun zwischen mir und dem Strand. Ich hatte schon großes Glück gehabt, bisher nicht in einen reingetreten zu sein. Ich versuchte in tiefes Wasser zu kommen, machte einen Hechter vom Strand weg. Schock: Das Wasser wurde flacher! Ich schrammte mit dem Bauch über Steine. Jetzt ein Seeigel... ich musste also wohl oder übel den gleichen Weg zurück. Das Wasser war ja klar, man konnte den Grund sehen. Aber es kamen laufend Wellen, die warfen mich  zwar nicht um, aber ich hatte auch keinen festen Stand.

So muss man sich im Minenfeld fühlen. Ich stakste durch die Gegend wie ein Blinder. Ein paarmal bin ich hingefallen. Endlich das rettende Ufer erreicht. Meine Füße haben  fast nichts abgekriegt! Nur zwei oder drei kleine Stachel, muss ein Streifschuss gewesen sein. Aber meine rechte Hand hatte es erwischt. Muss wohl in einen Seeigel reingegriffen haben. Ich zog die gröbsten Stachel raus. Sah  nicht besonders gut aus, blutete auch ziemlich. Sah aber schlimmer aus als es war, denn das Blut verteilte sich auf der nassen Hand ziemlich kräftig. Zurück zu Y. Sie hatte auf dem Handtuch gelegen und von alledem nichts  mitbekommen. Jetzt beim Anblick der blutenden Hand erschrak sie ziemlich.

Nachdem ich es mit Wasser abgespült und weitere Stachel rausgezogen hatte, meinte sie, ich solle draufpinkeln, das ware gut. Ich meinte: Was, jetzt?  Hier? Irgendwie könne ich nicht. Ich fragte sie, ob sie nicht für mich... Sie konnte. Wie geil. Wir gingen in die Hocke, sie zog sich mit einer Hand das Höschen zur Seite, mit der anderen meine Hand unter ihre blanke Quelle. Sie ließ es sprudeln. Das muss doch Liebe sein, oder?? Übrigens hat sich tatsächlich nichts entzündet. Ich hatte da so meine Bedenken. Es waren noch fühlbar kleine Reststückchen in der Hand, die sind auch futsch, müssen sich  aufgelöst haben.

Trotz der aufopfernden Fürsorge Ys (es sollte noch besser kommen) war ich ziemlich frustriert. Irgendwie hat mir die Sache mit den Seeigeln den Rest  gegeben. BTW: Ich sah wenig später einen ausgetrockneten Seeigel, mit vielen Stacheln, im Gras liegen. Man muss wirklich überall höllisch aufpassen. Jedenfalls machte ich Y. mit Hilfe des Wörterbuchs klar, dass ich glaubte, Cuba sei nichts für mich. Ich sei zu doof für Cuba, sagte ich. Und da ist irgendwie auch was dran. Sie stritt das zwar vehement ab. Trotzdem...

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Vom Baden hatte ich freilich die Schnauze gestrichen voll. Sollte ich noch mal nach Cuba fahren, nur mit Badeschuhen oder am besten mit Flossen. Dann ersaufe ich auch nicht wieder fast. Aber es wurde doch noch ganz nett am Strand. Y. tröstete mich nach Leibeskräften, wie Ihr sehen könnt. Auf dem Rückweg im Taxi ging’s weiter. Wir hatten einen Taxifahrer, den kannten wir  schon etwas länger. Der hatte uns schon des öfteren rumgefahren. Der war nett, aber irgendwie bieder. Nichtsdestotrotz konnte Y. es wieder nicht lassen. Sie legte das Badetuch über meinen Schoß, holte ihn raus und ab mit dem  Kopf unter das Badetuch. Nett!! Der Fahrer schaute leicht irritiert drein, sagte aber nichts. Ich habe dann auch nach kurzer Zeit abgebrochen. Schade, falscher Fahrer.

Zum Abschluss dann in der Casa noch mal richtig rangehen. Seit längerem schon hatten wir drüber gesprochen, wo der letzte Schuss hingehen muss... ratet mal  ;-))) Hier für die HC Fraktion noch mal ein paar Pics. Y. hatte sich diesbezüglich schon gut gemacht, oder? Anfangs wollte sie sich GAR NICHT fotografieren lassen, und jetzt - blieben keine Wünsche offen.

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Tja, das war’s dann mal wieder. Y., die nie nach Geld gefragt hatte - den ersten 20er musste ich ihr praktisch “aufdrängen”. Stimmt schon, ich hatte ihn in ihren Geldbeutel getan, sie hat’s mitbekommen und ihn wieder rausgeschmissen. Sie hat sich dann prompt von dem Geld ein neues Kettchen (oder waren es Ohrringe) gekauft, das hatte sie verloren zu meiner Zeit. Trotzdem habe ich  sie bezahlt. Ich habe ihr ca. 20 $ / Tag gegeben, das war’s mir wert. Plus einiger Geschenke, die ich ihr im La Maison gekauft hatte. Jetzt, am letzten Tag, habe ich meinen Koffer mal richtig ausgemistet. Habe ihr sämtliches Zeugs, was ich für die Hühner mitgebracht hatte, gegeben.

Da kam einiges zusammen, sie konnte es kaum auf einmal tragen. Ich hatte ja so gut wie keine Gelegenheit die Geschenke zu verteilen. Zusätzlich habe ich ihr noch meinen  alten Radiorecorder geschenkt (habe zwei). Mariachi hat sie 2 Postkarten für mich mitgegeben, eine kam noch letzte Woche per Post. Sie vermisst mich :-))) Tja, ich sie auch. Sie war das Highlight meiner Reise. Leider komme ich so bald nicht mehr nach Cuba, jetzt ist erst mal wieder Asien dran. Die Utensilien sind schon besorgt. Habe meine Hühnergarderobe aufgestockt, ich kann Euch ja nicht ständig das gleiche vorsetzen;-)) Außerdem noch einen 50 cm  langen Doppelstecker und ein Dildo zum Umschnallen - das wird lustig, oder??

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