Baracoa II

Noch mehr Musik...

Am nächsten Tag dann wollten wir eigentlich alle wieder zum Strand fahren, es hatte uns ja gut gefallen. Aber ein Dosenkopp hatte uns am Tag  zuvor etwas von einem Fluss erzählt. Dort könne man auch schwimmen und da sei auch ein Restaurant. Das wollten wir uns doch mal ansehen.

Zuvor aber noch schnell in den Rapido, Frühstück, eine Pizza einlegen. Der beste Rapido den ich gesehen habe. Was die da alles hatten. Man konnte sogar zwischen verschiedenen Pizzen auswählen!! Haben wir auch gemacht. Willze‘n Cristall dabei? Klar, Mann!

In dem Rapido hätte man locker was abschleppen können. Wiederholt sind uns dort Annoncen gemacht worden. Z.B. kam an dem Tag eine rein, die wäre  mein Typ gewesen. Elsa hat’s wieder sofort gecheckt und sie rangewunken, uns vorgestellt. Da musste ich natürlich passen. Sie ist wieder raus, ich denke die kam wie einige andere nur wegen uns rein. Elsa: Wenn Blicke töten könnten! Wenn die Wasserpistole geladen gewesen wäre, ich glaube fast, sie hätte abgedrückt...

b0068

 

b0070

 

b0074

 

b0075

 

 

 

 

 

 

 

Der Fluss liegt auf dem Weg zum Strand. Man biegt irgendwo an einer Brücke links ein, es folgt ein kilometerlanger Schotterweg, aber noch gut zu  befahren. Da kamen wir zuerst mal an eine Stelle wo sich die Cubis den Tag um die Ohren schlugen. Auf angenehme Weise: Mann/Frau/Kind lag im flachen Flusswasser, die Bäume spenden reichlich Schatten an der Stelle. Dort wurde auch ein Schwein oder großes Ferkel gegrillt, am Stück. Es war aufgespießt auf eine lange Holzstange. Es brutzelte über einer mit Holzkohle gefüllten Grube. Abgedeckt wurde das alles mit einem “Zelt” aus großen Bananenblättern. Gelegentlich wurde Holzkohle nachgelegt, ständig die Stange gedreht. Ich durfte auch mal drehen. Erinnerte mich an die Geschichte mit Tom Sawyer (?) und dem Zaun, der gestrichen werden sollte ;-)) Jedenfalls bekam ich zur Belohnung auch einen Schluck aus der Pulle... Hätte mir gefallen, mich an der Stelle niederzulassen. Aber wir wollten eine noch schönere, einsame Stelle finden.

Im Hintergrund wird übrigens ein Bus gewaschen - im Fluss!

b0083

 

b0086

 

b0084

 

b0081

 

b0088

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir fuhren noch ziemlich lange. Die “Straße” wurde immer schlechter, für unseren koreanischen Kleinwagen war das eigentlich zuviel. Wir sind auch ein  paarmal schön aufgedotzt, ist aber nichts passiert. Irgendwann kamen wir an ein Häuschen, darin saß ein Wärter oder Wächter oder so, der winkte uns, wir sollten stehenbleiben. Wir sollten Eintritt bezahlen. 4 $ pro Wessie, die Hühner nichts. Also gut. Jetzt waren wir schon mal hier. Er kam dann auch noch mit um uns eine schöne Stelle zu zeigen. Nach einigen Metern mussten wir allerdings das Auto stehenlassen, der Weg war zu schlecht.

Ca. 10 min.  gelaufen, dann waren wir da: Toll! Der Fluss lag unter uns. An dieser Stelle war er mehrere Meter tief, man hätte durchaus von dem ca. 3 m hohen Fels reinspringen können. Aber wir sind lieber runtergeklettert, haben uns  ausgezogen und ein ausgiebiges Bad im Fluss genommen. Der Führer hatte uns schon wieder verlassen. Das war richtig schön erfrischend. Das Wasser war gerade kalt genug für eine Abkühlung nach dem “Marsch”, aber nicht so kalt,  dass man es nicht stundenlang darin hätte aushalten können.

b0092

 

b0098

 

b0090

 

b0091

 

b0093

 

b0095

Wir haben dann auch alle schön eingelocht. Schön bei der Hitze im kühlen Fluss, das hat was! Ich habe mich auf einen gerade richtig gelegenen Stein gesetzt, Elsa auf meinen Schoß. Sie zierte sich zuerst etwas, dahinten war eine Sextouristin mit ihrem Cubi, die lagen da aber nur so rum und gaben sich den “Whirlpool” in den Stromschnellen. In gehörigem Abstand auch. Also 30 min haben  wir sicher rumgemacht. Mariachi und Chica hatten sich in eine andere Ecke verkrümelt und waren irgendwann mit der Arbeit fertig.

Zum Schuss bin ich allerdings auch diesmal nicht gekommen, obwohl ich wollte. Die widerliche Sextouristin und ihr bezahlter Macker kamen irgendwann vorbeigeschwommen, die hatten nämlich ihre Klamotten bei uns in der Gegend liegenlassen. Was soll’s. Trotzdem, irgendwie ein erhebendes Gefühl, wenn man so in freier Natur  völlig stress- und anstrengungsfrei seine Arbeit machen kann!!

Danach sind wir noch kurz zum Strand. Ich habe Elsa kraft meiner Kraft davon überzeugen können noch einmal schwimmen zu gehen. Da ich sie festhalten und reinschleifen musste ist sie leider nicht mehr dazu gekommen sich auszuziehen. Mariachi hat das mit seiner supergeilen Videokamera aufgenommen. Ist schon toll das Teil! Er hat es auch immer bei sich, am Gürtel, sie ist erstmal sehr klein. Dann kann man mit ihr Bilder machen auf einen Chip. Und man kann filmen, auf ganz kleine Casetten, da geht eine ganze Stunde drauf. Echt klasse. Nachdem ich den Film gesehen habe muss ich sagen - es ist schon noch mal etwas ganz anderes, die Urlaubsbilder in bewegter Form vor sich zu haben! Aber für so ein Teil muss man natürlich ganz schön tief in den Beutel springen. Hier sieht man Mariachi und sein Hühnchen fertig am Strand liegen. Kaum eine Nummer geschoben, schon völlig fertig. Jaja, die jungen Leute haben ja nix mehr drauf heutzutage ;-)))

Dann ins Casa, zum Essen und... so sah ich aus, nachdem Elsa mit mir fertig war  ;-)) Elsa ist ein Herzchen. Sie hat an dem Tag am Strand schon zum 3. Mal Schluss gemacht mit mir. Es kam eine Hässliche mit dicken Fetttitten (sach maln Wort mit 5 t) an - wo um Himmels Willen hätte ich denn sonst hingucken sollen??? Sie sah mich wieder total giftig an und sagte “FINITO!!” Mit einer Handbewegung von links  nach rechts, einen Meter. Als wollte sie jemanden köpfen. Ich war ja völlig unschuldig. Ich habe dann immer bei jeder Gelegenheit, wenn ich irgendwo auch nur eine Frau von weitem sah, meine beiden Zeigefinger zum Kreuz geformt, dieses der Frau weit entgegengestreckt. Wie in den alten Vampirfilmen. Satan weiche von mir!! Schließlich musste sie doch wieder lachen. Aber was die für ‘n Biss hat...

b0105

 

b0106

 

b0111

 

b0116

 

 

 

 

 

 

 

Abends eine Open Air Kneipe besucht. Da hatten sie irgendeine Show, und die Hühner konnten tanzen. Sind relativ früh in die Casa. Mit dem Erfolg, dass uns  etwas später der Hunger überfiel. Mariachi und ich haben zusammengelegt - er seine Aldi Salami (guter Tipp!!) und ich meinen Aldi Käse. Erdnüsse und Müsliriegel hatten wir auch noch und was zu trinken sowieso. Leider haben wir  die Fett- und Cuba Libreflecken alle auf MEIN Bett gemacht.

B0120

 

B0123

 

B0124

 

B0128

 

B0131

Nee irgendwie hab ich da wieder was durcheinander gekriegt, diese Fressfete war am vorletzten Abend. Am letzten hat uns auch wieder der Hunger überfallen,  die Hühner wollten aber aus irgendeinem Grund nicht mit (nix zum Anziehen oder so) und sind in der Casa beblieben. Gelegenheit für Mariachi und mich noch mal was anzugucken. Sind in die Open Air Musikkneipe vom ersten Abend gegangen, eine Pizza einlegen. Da liefen natürlich wieder die Hardcorenutten rum. Haben auch noch mal in diese “richtige” Disco geguckt ganz kurz, mussten wir nicht so haben. Lieber haben wir uns anschließend noch einen kleinen  auf die Lampe gegossen, in unserem “Wohnzimmer”. War nett, haben gut gequatscht.

Am nächsten Tag Rückfahrt nach Santiago. Wir waren einen Tag länger in Baracoa geblieben als wir ursprünglich wollten. Hat sich aber gelohnt. Ich möchte  behaupten, vielleicht wären wir noch einen Tag länger geblieben, wenn wir gewusst hätten was uns beim Carneval erwartet. Noch kurz in den Rapido, Pizza essen. Dort habe ich meine kleine Lieblingspizzaverkäuferin kennengelernt. Etwas Mutti, etwas kräftig, aber für die hätte ich mir gerne mal 10 - 15 min Zeit genommen...

;-)))

b0138

 

b0139

 

b0141

 

b0142

b0145

 

b0146

 

b0151

 

b0149

Nochwas zu den beiden Hühnern: Mariachi hat sich mit seiner verabredet in Santiago. D.h., eigentlich haben wir uns mit beiden verabredet. Ich hatte ja kein Bock mehr auf Elsa, 3 Tage reichten völlig. Aber Mariachi meinte, die wollten sowieso nach Santiago, zum Carneval. Also dann, why not. Ich nahm mir vor nicht hinzugehen, falls Mariachi die Verabredung einhalten sollte. So kam’s  dann auch. Immerhin fiel so der Abschied in Baracoa leicht, man wollte sich ja wiedersehen in Kürze.

Elsa hatte ich BTW gleich am ersten Morgen eine große Tüte mit Geschenken überreicht, außerdem waren da glaube ich um die 30 Dollar drin in der Tüte. Weil  ich ein schlechtes Gewissen hatte wegen des Trippers. Sie kam dann mittags gleich an und meinte, so eine wär sie aber nicht, Geld wollte sie aber nicht haben usw. Ich sagte, klar, das wär ja auch für Medikamente. Thema durch.