Santiago III

Noch mehr Musik!!!

Eines schönen Nachmittags seh ich eine hübsche Negra vor einem Friseur sitzen. Der Friseur winkt mich rein. Ich gehe, meine Matte muss eh mal  wieder ab. Ich sage ihm was ich will: 3mm. Die waren ganz nett dort. Der eine wollte seinen alten Strohhut gegen meine Baseball Kappe tauschen. Haha. Jedenfalls habe ich 2 $ bezahlt für den Schnitt. Der Friseur wollte mich während des Haareschneidens schon immer mit dem Huhn verkuppeln. War aber nicht nötig, ich war schon selber in Verhandlungen. Wir machten ein paar Fotos (die in Rot isses). Wir gingen was trinken, ein  Mojito. Aber sie musste noch zur Schule, und sie wollte auch nicht mit mir gesehen werden von ihren Freundinnen. Klar ich bin halt ein alter Sack. OK, wir verabredeten uns für 7 Uhr, gleiche Stelle.

So weit, so gut. Draußen auf der Straße sah ich eine junge Chica, ziemlich dünn, aufgemotzt. Typ Schlampe. Typ Miststück. Mein Typ!!  Sie bemerkte meine Blicke auf der anderen Straßenseite, kam herüber. Ich sagte ihr dass ich heute nicht könne, mein Date. Aber morgen könnten wir uns wiedertreffen, hier, gleiche Stelle, um 4. Abgemacht.

Das Huhn vom Friseur kam pünktlich. Wir fuhren gleich in meine Casa. Ich rief Pedro, er sollte sie registrieren. Pedro hatte mir BTW  eingeschärft, JEDE IMMER registrieren zu lassen bei ihm. Besser für mich, besser für ihn. OK. Sie hatte kein Carnet (Ausweis) dabei. Stinkt also schon mal die Sache. Auf Cuba hat jeder immer seinen Ausweis dabei. Es  sei denn er ist Touri oder es sei denn, er ist noch keine 18. Die Chica wollte ihr Carnet von Zuhause holen. Ob ich ihr Geld fürs Taxi geben könnte. Ich gab ihr einen Dollar. Ob ich ihr 2 geben könne, einer reichte  nicht. Ich hatte aber nur noch 5 klein - und gab sie ihr. Noch mal Lehrgeld bezahlt. Die 5 Bucks waren natürlich weg. Ich hätte sie ins Taxi setzen und dieses nach ihrer Rückkehr selber bezahlen sollen. Jetzt bin  ich schlauer, das passiert mir nicht noch mal. Euch hoffentlich auch nicht!! Schade, auf das Chick wär ich geil gewesen... Und tschüss!!!

Ich war immer noch frohen Mutes. Also auf in die Stadt. Da habe ich Jaqueline getroffen. Ich wollte eigentlich einen Happen essen, wusste aber nicht so recht wo. Sie meinte sie kenne ein gutes privates Restaurant (Paladar), sie könne es mir zeigen. OK, warum nicht. Vom Casa Granda zwei Minuten mit dem Taxi. Das Restaurant war wirklich sehr gut, ich bin dann ständig hingegangen. Jaqueline hatte sich ein Essen verdient. Sie wollte gerne Hummerkrabben essen, das fiel allerdings aus. Sie durfte sich was anderes aussuchen. Ich habe in dem Restaurant alles probiert, außer Krustentiere (ich mach mir nix draus). Es war alles Spitze! Schwein, Huhn, Lamm, Fisch habe ich gegessen. Vorher gab es immer einen sehr guten Salat, da waren sogar Avocados dabei. Dazu dann frittierte Bananen und Reis mit Bohnen, wie überall üblich. Aber wie gesagt, sehr gut und auch nicht zu teuer. Ein Essen hat 7 oder 8 Dollar gekostet, nur der Fisch ca.  10. da waren dann aber immer schon ein paar Bier/Refrescos dabei. Wir werden später noch mehr Fotos sehen.

Nach dem Essen ging ich in die Stadt und traf... das Miststück! Ich traf sie genau vor dem Eingang zum Casa Granda. Ich fackelte nicht lange, ging auf sie zu und sagte: “Tiene Tiempo?” (hast Du Zeit?), nahm sie, ohne eine Antwort abzuwarten, bei der Hand und schleppte sie ins CG. Jaqueline lachte. Trotzdem sah man ihr irgendwie an, dass sie sich Hoffnung  auf ein paar $$ gemacht hatte. Der Abend war gerettet, dachte ich!

Eine Schönheit war sie ja nun nicht. Ich war aber geil auf sie. Sie war halt auch so schön auf Teenie gemacht und rappeldürr. Naja, hatte schon was vorn und hinten, aber die Arme und Beine, schön magersüchtig, wie ich’s mag. Außerdem war sie ein wirkliches Miststück. Kaum in der Casa angekommen machte sie sich erstmal richtig breit. Sie nahm gleich mal alles unter die Lupe, kam  gleich mit allem zurecht. Andere haben Hemmungen und sind scheu wenn sie irgendwo neu reinkommen. Nicht, dass ich das bräuchte. Aber sie war nun das genaue Gegenteil davon. Ich öffnete meinen Koffer um sie mal was anprobieren  zu lasen. Dummerweise habe ich ihn nicht wieder verschlossen. Sie griff gleich richtig in die Vollen. Schließlich hatte man nicht alle Tage einen Koffer voller Geschenke, an dem man sich offenbar selbst bedienen konnte! Sie  machte sich also schon mal selber eine Tüte mit Geschenken klar. Ich ließ es auch bis zu einem gewissen Grad zu. Hätte sie eh bekommen, wenn sie brav gewesen wäre.

Wir waren eigentlich auch ganz lustig drauf. Wir wollten ja ursprünglich in die Las Americas Disco, sie wollte nur mal schnell duschen und sich klarmachen. Es goss in Strömen. Deshalb bestellte ich den Taxifahrer für eine h später. Das klappte logo nicht. Er kam zwar, wir waren aber beschäftigt, ich musste ihn also wieder wegschicken mit 2 $. Die Action  ging ja auch halbwegs. Sie blies ganz ordentlich. Dann das alte Rein- Rausspiel. Plötzlich bemerkte ich dass mein Schwanz blutete! Ich dachte zuerst sie hätte Zahnfleischbluten. Nein - sie hatte mir wirklich in  den  Schwanz gebissen!

Es tat zwar nicht weh, aber es blutete einigermaßen. Ich tupfte es immer mit meiner Unterhose ab, bis die Blutung schließlich stoppte. Irgendwie hatte sie vorne an meinem guten Stück was  abgebissen. Klar, versehentlich. Ich war aber trotzdem bedient, das könnt Ihr mir glauben! Ich machte ihr klar, dass der Abend für uns vorbei war. Wir zogen uns an. Ich gab ihr 5 $. Sie lehnte die aber ab, weil es ihr zu wenig war. Also nahm ich die 5 $ wieder an mich. Geschenke gab’s logo auch nicht. Draußen sagte ich ihr, sie könne ruhig in die Disco gehen, ich würde noch mal in die Stadt fahren. Ich bot ihr nochmal die 5  Bucks an, weil ich nett bin. Diesmal nahm sie sie, wohlwissend dass es mehr nicht gab. Und tsch...

Was war los??? Hatte ich keinen Lauf?? Langsam schlich sich der Frust ein! Langsam hatte ich schon etwas mehr Verständnis für Schäng, der nach einer Woche  Havanna frühzeitig zurückflog. Langsam ahnte ich was mit dem Satz “auf Cuba ist alles anders” gemeint sein konnte. Ich glaube ich bin in der Nacht noch etwas in der Stadt rumgefallen (was kann man da schon machen - nix) und  dann alleine ins Bett. La Iris: Tot. Casa Granda: ab spätestens 11 tot. Tres Cientos: Nur was für Pärchen in der Regel (Eintritt). Las Americas: Nee. La Maison: Mausetot. Cespedes: Nix mehr. La Klaquetta: Echt nicht. Straße:  Kaum was, dafür war ich auch nicht gut genug drauf. Ich fing an mich zu langweilen. Ich musste mich an meinen guten Vorsatz erinnern, das Beste draus zu machen. Ich wollte schon mit den Museen anfangen. Welche Verschwendung!!! Gottseidank sollten die beiden Jungs bald antraben.

Am nächsten Tag wie immer Frühstück im CG. Ein Mojito, ein Wasser und ein Sandwich mit Käse und Schinken (vergiss es, nur damit was im Magen ist). Carlos  sieht mich und lädt sich selber zum Drink ein. OK, why not. Auch nur ein armes Schwein, wie ich. Plötzlich kriege ich Sehnsucht nach Y. Ich mache es Carlos klar. Aber ich habe ihre Adresse nicht. Ich frage Carlos, ob er sie für mich finden kann? Er sagt: “Don’t worry, no problem!” Und:

“This is Cuba, nothing is impossible!”

Er weiß wo sie zur Schule geht. Dummerweise ist heute Samstag oder Sonntag. Aber wir fahren hin, er steigt alleine aus, will ihren Lehrer befragen. Er trifft ihn nicht. Mir fällt siedendheiß ein, Pedro hatte sie ja eingetragen! Also nichts wie hin. Und tatsächlich, er hat ihre Adresse. Es ist etwas außerhalb. Ich fahr mit Carlos hin. Ich sehe sie  schon von weitem mit ihrem Hintern wackeln. Diese Grazie!! Wir fahren auf gleiche Höhe, Carlos macht hinten seine Tür auf.

Sie erkennt zuerst ihn, dann mich, lächelt und steigt ein. Ohne Worte. Unterwegs zum CG schon wieder Händchenhalten. Wir nehmen einen Drink, ich gebe Carlos 5 $. Ich fahre mit ihr in die Casa. Sage ihr dass ich gerne ein paar Tage mit ihr verbringen würde. Sie fragt: “Why I??” Und ob ich sie wieder verlassen würde, ob sie mir glauben kann. 20 Minuten später weiß sie es...

Wir haben einen schönen Abend. Zuerst im Paladar...

...dann in der Stadt.

Am nächsten Morgen machten wir einen kleinen Ausflug nach “Punta Gorda”, da sollte es “Carneval auf dem Wasser” geben hatte Pedro gesagt, was  immer das auch sei. Wir fuhren mit dem Taxi (8$ einfach). Y. konnte wie immer nicht ihre Hände bei sich behalten.

Unter Carneval hatte ich mir was anderes vorgestellt. Ein paar Bootchen fuhren in der Bucht umher. Die waren geschmückt mit allerlei Girlandenzeugs, Palmwedeln und “Sozialismus oder Tod!” Plakaten. War ja eigentlich ganz nett. Vor allem weil ich mit Y. zusammen war. Ich probierte zum ersten Mal so richtig die verschiedenen Rumsorten, aber nur kleine Gläschen. Immerhin hatten wir mal wieder nix gegessen.

Abends wieder in die Casa de la Trova,
Musik hören. Eine Bar haben die auch...

Und später wieder das volle Programm!!

Tags drauf kamen 2 harte Jungs aus der DomRep an!!! Wir kannten uns nicht persönlich, außer vom Telefonieren und Mailen. Ich muss sagen, ich hab eine gute Wahl getroffen ;-))) Hätte nicht besser kommen können... El Mariachi und Le Baron gingen auch gleich an die Arbeit!

Sie zeigten einem Cubanewbie wo der Hammer hängt!! Als erstes lernte ich:

“This is Cuba, everything is possible!!”

Nun ja, unter uns gesagt, so oder so ähnlich hatte ich den Spruch schon mal gehört...

Nachmittags ins CG, Mojito schlürfen, erzählen. Die beiden haben gleich mal einen ganzen Haufen Hühner angequatscht, das eine oder andere Date gemacht.  Abends dann ins “Tres Cientos” (“300”). Ich habe noch ein paar Stilstudien gemacht mit der Camera. Der Sextourist ist ja auch Ästhet...

Mariachi und ich wohnten jetzt in dem Haus in der City, der Baron bei Pedro. In den nächsten Tagen fuhren wir mit dem Taxi zum Strand und machten auch so  die Gegend unsicher. Kein Rock war vor den beiden jungen Spritzern sicher. Ich war ja in festen Händen.

“Der große Grubert bleibt gleich bei seiner ersten Ehefrau hängen!”

Das musste ich mir ja nun anhören. Aber mir war einfach guter Sex mit einem guten Huhn wichtiger als die Jagd. So ist es immer bei mir. Mariachi spricht  ganz gut Spanisch, der Baron fast perfecto! Die beiden haben ganz schön zugeschlagen...