Santiago II

Mehr Musik...

Die nächsten Tage gingen immer so in dem Trott: Mittags rum als Frühstück ein, zwei Mojitos und ein Agua con Gas im Casa Granda. Dann rumlaufen  und die Gegend checken. Ziemlich anstrengend bei der Hitze. Die Hitze! Habe es in Asien nicht als so heiß empfunden. Vielleicht weil man in Thailand ständig in AC Räumen ist? Um die Jahreszeit ist’s aber auch brutal dort. Ist noch um einiges heißer als Havanna. Einmal fiel morgens gleich für Stunden der Strom aus. Ohne AC in der Casa!! Nach dem Duschen habe ich mich abgetrocknet, als ich damit fertig war, war ich wieder komplett nass. Ich meine NASS! Es lief an mir runter...

Einmal habe ich mir mit Carlos ein paar Häuser angeschaut. Ich hatte nämlich von Mariachi vorab den Auftrag bekommen (die beiden waren ja noch in der DomRep) mich nach einem Haus für uns zwei umzusehen. Der Baron sollte ja bei Pedro wohnen, schließlich war es seine Adresse... Habe ca 6 Häuser angeschaut, auch welche aus dem Net. Wir wollten hauptsächlich dass niemand außer uns in dem Haus wohnt. Wer braucht schon Aufpasser. Habe schließlich eins klargemacht. War recht schön! Mit Küche, allerdings nur ein Bad, Livingroom mit TV, Schaukelstühle usw. Außerdem eine nette Dachterrasse mit Ausblick auf die Altstadt. Zu Fuß 5 min. zum Cespedes. Kostet 35 für beide.

Unser späteres Haus. Leider konnten wir es nicht die ganze Zeit behalten, es war reserviert. Aber wir hatten eh einen Ausflug nach  Baracoa geplant.

Das Casa Granda (Link)

Sehr schönes Haus, sehr schön gelegen, gibt sich 4 Sterne, ist aber ein wirklicher Scheißladen. Ich/wir habe/n mehrfach 30 bis 45 Minuten gewartet, und  niemand hat uns bedient. Die Kellner sind meist oberflächlich bis unfreundlich. Man hat das Gefühl notwendiges Übel zu sein. Planwirtschaft halt. Die haben nur 2 oder 3 Karten unten. Wenn Betrieb ist, gibt’s halt keine. Man  muss regelmäßig lange auf die Bestellung warten, wenn man denn eine aufgeben konnte. Bin wiederholt aufgestanden und gegangen. Einmal hatte ich einen freundlichen Ober. Der hat sogar mit einem “Permiso” (Entschuldigung) freundlich lächelnd meinen Tisch abgewischt. Und die Bestellung kam sofort. Ich habe ihm 1 $ Tip gegeben. Den habe ich aber nur einmal gesehen dort. Ich nehme an den haben sie nach dem Vorfall mit dem Tischabwischen in die  Zuckerrohrfelder geschickt.

Was auch typisch ist für den Laden, vielleicht sogar für Cuba:

Am ersten Tag habe ich mit einem Hundertdollarschein bezahlt. Der Ober meinte: Ich versuche den mal zu wechseln. Und kam prompt mit dem Wechselgeld zurück. Am zweiten Tag habe ich wieder mit einem Hunderter bezahlt. Die Kellnerin fragte, ob ich keinen Ausweis dabei hätte. Natürlich nicht. Trotzdem kam sie mit  dem Wechselgeld zurück. An einem anderen Tag wollte ich wieder mit einem Hunderter bezahlen - war nicht. Man fragte wieder nach einem Ausweis, ich hatte keinen dabei. Die haben vielleicht einen Zirkus veranstaltet! X Mal hin und her mit dem Schein (habe gesagt ich habe kein Kleingeld), bis schließlich klar war: Die haben meinen Schein nicht genommen. Es wollte schon die Freundin meines Chulos ihren Ausweis hergeben, das habe ich aber abgelehnt,  vielleicht hätte das Ärger für sie bedeutet. Ich zog also stinkesauer einen 20er aus der Tasche. Ich hatte halt versucht Kleingeld zu machen, ohne Kleingeld sieht’s u.U. schlecht aus. An der Reception haben sie mir ohne Ausweis auch nicht gewechselt. BTW: Wenn Ihr mal dort seid, im Hotel Santiago wechseln sie einem ohne Ausweis problemlos auch 200, ich war öfter dort.

Das Casa Granda hat eine schöne Dachterrasse mit tollem Ausblick. Abends gibt’s dort Buffet. Negras sollen angeblich mal zugelassen sein, mal nicht. Ich hätte es fast ausprobiert und meine Pechschwarze mitgeschleppt. Hab’s dann aber doch gelassen. Wozu sich aufregen, sollen sie sehen wie sie an  Bucks kommen, meine brauchen sie offenbar nicht.

Zwei Dinge sind gut am Casa Granda.

Erstens: Das nette Flair tagsüber in der “Bar” im ersten Stock; dort kann man prima auf den Cespedes gucken, Hühner anmachen  (von draußen reinpfeifen, man muss sie dann aber selber reinbringen, an dem “Wachposten” vorbei) und den Tag genießen. Es spielt öfter eine Band dort (Francisco Ulloa, s. Bilder), nett. Dazu kann man einen Mojito trinken.

Zweitens: Der
Mojito (hier ein paar Rezepte dazu). IMHO der beste in Santiago.

So habe ich auch “meine” Negra kennengelernt. Ich saß mit Carlos im CG, plötzlich fing es stark an zu regnen. Die Leute die auf dem Platz  gesessen hatten und ein paar Passanten suchten Unterstand unter dem CG, direkt unterhalb unserer Terrasse. Da sah ich sie. Hatte schon die ganze Zeit gefachsimpelt mit Carlos, welche denn in Frage käme für mich.  Dann sagte ich: “Wow, die da!!” Sie überquerte gerade die Straße in einer Gruppe anderer Hühner. Carlos machte nun völlig ungeniert klar, was er wollte. Er schmatzte laut, wie auf Cuba üblich, mit gespitzten Lippen,  schnalzte mit der Zunge wie man es hierzulande nur von Hundebesitzern kennt. Dazu ein weithin vernehmbares Kssss... Kssss!! War mir zuerst schon peinlich. Aber meine Umgebung fand das wohl völlig normal. Ein Huhn guckte rauf, aber nicht das Richtige. Carlos zeigte nun mit dem Finger auf sie.

Er ging runter. 3 Minuten später saß sie an meinem Tisch! Nennen wir sie Y. Vielleicht wird sie uns noch ein paarmal begegnen... Sie sprach kein Englisch. Carlos musste übersetzen. Sie war offenbar, wie sich später auch noch bestätigen sollte, keine “Professionelle”. Carlos hatte sie wohl schon mal mit einem Touri gesehen, aber sie saß nicht auf  dem Cespedes zum Anschaffen. 21 Jahre alt, ich hätte sie, wie eigentlich alle Chicas, älter geschätzt. Als alter Asiate ist man halt verwöhnt. Ich war gleich heiß auf sie. Anfangs war sie etwas schüchtern, vor allem  fotografieren lassen wollte sie sich nicht.

Das Foto in Rot habe ich abends in der “Casa de la Trova” gemacht, mit Links die Camera weit weggehalten, sie mit der Rechten angestubbst und abgedrückt. Dort habe ich auch die ersten Sextouristinnen gesehen. Einfach widerlich...

Y. und ich hatten einen schönen Tag und schon gleich zu Anfang ging sie ab wie ein Zäpfchen. Ich zeigte ihr abends meinen roten Jelly Massagestab und den  dicken Gummischwanz. Sie hat die Dinger angeguckt, in die Hand genommen, sich zurückfallen lassen auf dem Bett (so quer, dass ihre Beine und ihr Kopf jeweils an den Seiten runterhingen) und sich beide nacheinander in die Möse gesteckt. Und wie! Sie lag offen vor mir und zeigte mir alles, hat es sich richtig gegeben. Auch geblasen hat sie mit einer Hingebung... ein echtes Naturtalent!! Auch alles andere hat mich ziemlich begeistert, es blieben keine Wünsche offen, ich war happy... Die erste Ladung ging standesgemäß in ihren Mund, sie hat tatsächlich den Saft, der daneben ging, mit den Fingern nachgestopft. Nicht schlecht für den Anfang dachte ich so bei mir. Normalerweise hätte ich sie behalten. Aber ich wollte nicht von Cuba zurückkommen und sagen müssen, ich habe nur eine Gute gehabt. Also habe ich sie morgens mit 12 $ (hat übrigens nie eine nach Geld gefragt) und einem Tütchen mit Geschenken freundlich verabschiedet.

Abends dann wieder mit Carlos getroffen, er hatte außer Jaqueline noch ein Huhn dabei, die sollte erst 18 sein. Angeblich eine Cousine von Jaqueline (hihi). Ich war im Grunde nicht abgeneigt.

Die gucken mich doch alle an wie einen
100 $ Schein, oder??

Wir sind dann alle rüber ins “Casa de
la Musica” - gute Musik!

Die hatten mir sogar schon ein Casa besorgt, für ST. Wir also mit dem Taxi zu einem mehrstöckigen Mietshaus in der Nähe vom Santiago. Jaqueline  hat geklingelt, eine Mutti im Bademantel und mit Lockenwicklern machte auf. Nach einigem Hin und Her wurde ich und das Huhn reingebeten. Es sollte 15 Bucks kosten für eine Stunde! Ich dachte, egal, ist ja nur einmal  und das wollte ich schon unbedingt mal mitgemacht haben. War so schön illegal alles. Also gut. Das Zimmer war wohl das Schlafzimmer der Mutti, Großes Familiendoppelbett wie bei Muttern. Kleiderschrank, irgendwelcher Nippes auf der Kommode.

Die Chica zog sich aus, legte sich hin und dachte wohl sie könnte sich für den Rest von mir bedienen lassen. War aber gar nicht so. Ich bedeutete ihr sich vor’s Bett zu knien und was zu tun für’s Geld. Sie blies ein paar Minuten, so lala. Dann wollte sie aber unbedingt zur Sache kommen. Das passte mir gar nicht. Ich zog mich an. Das wollte sie natürlich nicht. Ich ließ mich bequatschen und zog mich  wieder aus. Es folgte wieder etwas Blaserei, dann das alte Rein- Rausspiel. Ich Schoss ihr ins Gesicht, was sonst? Wenigstens den Abschluss wollte ich mir nicht verkorksen lassen. Anschließend ins Bad, wo es natürlich kein Wasser gab, außer aus einem Eimer. Das Ganze hatte so ca. 30 Minuten gedauert.

Wir zogen uns an, ich gab ihr 10 $. Sie machte ein ganz langes, erstauntes Gesicht und meinte: “No, 40!” Ich fragte sie, wofür sie denn soviel Geld wolle.  Natürlich habe ich ihr nichts mehr gegeben, die Leistung war ja wohl echt flach. Sie stellte sich mir halbwegs in den Weg beim Verlassen des Zimmers!! Ich musste sie mit sanfter, aber bestimmter “Gewalt” aus dem Weg räumen. Draußen war die Mutti dann ganz zufrieden, dass wir schon fertig waren. Ich Schnellspritzer! Sie bekam ihre 15 $. Draußen warteten die beiden. Wir gingen in eine Art Open Air Bar gegenüber des Hotels Santiago. Die haben 24 h  auf. Vor einiger Zeit war da regelmäßig die Hölle los, hörte ich. Ein Haufen Hühner, das ganze Programm. Die Bullen haben es aber abgeräumt. Jetzt findet man dort noch 2 oder 3 Angestellte, die auf den Händen schlafend an den Tischen sitzen. Immerhin bekamen wir was zu trinken. Ich erklärte den beiden, was ich von der Geschichte mit den 40 $ hielt. Der Punkt ging an mich... Und tschüss!

Das La Maison

Davon hatte ich viel gehört. Aber jetzt ist es tot. Ich habe nie auch nur ein Huhn da gesehen, das ich mitgenommen hätte. Draußen so eine Art Open Air Bar  (überdacht). Da war ich wiederholt. Nie was los. Einmal, abends, da waren einige Tische besetzt. Aber alles nur Pärchen. Allerdings wollte mich eine anmachen, die war wohl taubstumm, was ich zuerst natürlich nicht bemerkte. Aber vor allem war sie hässlich. Ich saß an meinem Tisch, ein Bier dabei. Sie saß zwei Tische weiter mit ihrem Chulo. Sie winkte ständig und zwinkerte mit den Augen. Oh Gott! Ich schüttelte laufend mit dem Kopf, und zwar ungefähr um 180 Grad. Sie kam trotzdem rüber und ich bemerkte, dass sie nicht richtig sprechen konnte. Und tschüss!!

Drinnen dann ein paar teure Shops für Touris. Schönes Haus, schöne Einrichtung teilweise. Da soll abends manchmal eine Modenschau sein, die Models soll man  für ca. 30 Bucks mitnehmen können. Hab ich allerdings nicht gesehen, dazu bin ich irgendwie nicht gekommen...

Gleich in der Nähe ist das

Hotel Las Americas

Da ist eine Disko dabei. Ich habe gar keine Fotos gemacht. Das Hotel ist ein abgelutschter Bunker. Ich war an der Reception um eine Karte für die Disko zu  kaufen. Alles irgendwie muffig da. Man muss u.U. lange anstehen für die Karten. Was die für ein Geschiss machen! Als müsste man dankbar sein in den Siffladen reinzukommen... Habe ich mir nur einmal gegeben, nein, ein zweites Mal mit Mariachi und dem Baron, aber nur sehr kurz. Also ich komm rein in den Laden, da hängt sich schon eine hässliche Negra an mich, irgendwie hatte die mich auserkoren mir alles zu zeigen. Na toll. Ich wollte aber lieber alleine mal rumgucken. Bis ich die los war! Die kam bestimmt noch 5 mal an, ob sie mir Bier holen solle usw. Der Schuppen selbst wie in meinen schlimmsten Zeiten in den 70ern. Rauchig, scheiß laute Diskomusik, die Leute die da abhängen sind genauso blöde wie hierzulande in den Diskos. Und das ist das Schlimmste daran! Wozu fahr ich nach Cuba? Das kann ich auch hier kriegen... Die Hühner dort nix Dolles, echt nicht. Habe nicht eine gesehen, die mich  gereizt hätte. Dann habe ich mich noch an der Bar angestellt um ein Bier zu kaufen. Nach ca. 5 Minuten habe ich’s aufgegeben, der Barkeeper war in einer Unterhaltung vertieft und ließ sich auch durch nichts davon abbringen. OK,  wenn die hier mein Geld nicht wollen, dann gehe ich halt woanders hin, war meine Schlussfolgerung. Und tschüss!!

Vom Hotel Santiago

hatte ich schon einiges geschrieben. Hier ein Foto. Neuer Kasten, habe mal ein Sandwich gegessen dort unten in der Bar, und zwei Wasser  getrunken. Das Sandwich schwamm in Öl (Thuna). 9 $. Wenigstens ist’s schön kühl dort. Und tschüss.

Den toten Vogel hier hab ich mal vom Cespedes mitgenommen, nachmittags. Sie kam wohl gerade vom Land, hatte Angst in das Taxi zu steigen mit mir (Polizei). Sie kam dann nach. Im Casa wollte sie nur mit Gummi blasen. Und tschüss!