Tipp: Gesundheit

Ich habe eine Malaria Prophylaxe gemacht, mit MALARONE - nicht ganz billig, aber sicher sinnvoll an Kenias Küstenstreifen. Die Vorteile liegen bei diesem Medikament u.a. darin, dass die Nebenwirkungen im Allgemeinen gering ( ich hatte keinerlei NW) sind, es auch genommen werden kann, wenn man Tauchen möchte, und dass es erst relativ kurze Zeit vor Reisebeginn genommen werden muss, nämlich 24 - 48 h vorher. Anschließend jeden Tag eine Tablette, bis 7 Tage nach Rückkehr. Als Alternative käme auch das etwas preiswertere Lariam in Frage. Am besten, man spricht es mit dem Arzt ab, die Medikamente müssen eh verschrieben werden. Ich war beim örtlichen Gesundheitsamt zur Impfsprechstunde, dort bekam ich auch gleich eine Gelbfieberimpfung (kostet nur wenige Euro), ebenfalls empfehlenswert. Typhus- oder Choleraimpfung hingegen soll nicht notwendig sein.

Ich kann nur jedem dringend raten, seine Impfungen auf den neuesten Stand bringen zu lassen, der Besuch des Gesundheitsamtes ist eine gute Gelegenheit dafür. Impfpässe werden dort ausgestellt. Man sollte nicht “auf den letzten Drücker” dort erscheinen, vor allem dann nicht, wenn man die auch für Deutschland sowieso sinnvollen Immunisierungen noch durchführen bzw. auffrischen möchte. Diese sind:

Polio Schluckimpfung (Kinderlähmung)
Wundstarrkrampf (Tetanus)
Diphtherie
Hepatitis A und B

0405aDie Malariaprophylaxe ist keine Garantie, dass man die Krankheit nicht trotzdem bekommen kann. Darum ist die Prävention sinnvoll: Da die Mücken in den Dämmerungs- und Nachtstunden aktiv sind, sollte man abends nicht unbedingt mit der kurzen Hose ausgehen. Es wird Kleidung empfohlen, die die Haut möglichst bedecken, also lange Hose, Socken (!), Oberhemd. Ganz vermeiden kann man die Mückenstiche wohl nicht, ich wurde ein paar Mal ziemlich erwischt, meist beim Schlafen, trotz Moskitonetz und/oder Aircondition. Da hatte ich das Moskitonetz nicht richtig angewendet, kann bei dem Alkoholkonsum schon mal passieren. Bzw. ich habe das Netz nicht benutzt, und mich auf die AC verlassen, denn Mücken fliegen nicht von warm nach kalt. War wohl nicht kalt genug. Ein kleines Dilemma: Ist die AC zu warm eingestellt, kommen die Mücken (also lieber die allermeistens vorhandenen Moskitonetze verwenden), oder sie ist zu kalt, dann kann man sich leicht erkälten. Bei mir traf leider beides abwechselnd ein.

0406aDie Erkältung, die ich mir dabei zuzog, hatte durchaus Symptome einer Malariaerkrankung. Das meinte auch ein Kumpel, den ich vor Ort kennen lernte. Er fährt schon seit 15 Jahren nach Kenia und ihn hatte es schon erwischt mit der Malaria. Vor Jahren klagte er plötzlich über hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Lichtempfindlichkeit. Damals war er in ein kleines “Hospital” in Mtwapa (ca. 3 km vom Indiana) gefahren und hatte sich untersuchen lassen, mit positivem Testergebnis. Er bekam Medizin, Tabletten eines englischen Herstellers, und nach einiger Zeit war die Malaria tatsächlich verschwunden, der nächste Test verlief dann negativ.

Er empfahl mir also dringend, mich auch untersuchen zu lassen. Ich hatte eh mit dem Gedanken gespielt, denn unbehandelt endet diese Krankheit leicht tödlich. Ich wäre allerdings nach Mombasa in eine moderne Klinik gefahren. Mein Freund meinte aber, hier in Kenia habe man so viel Erfahrung mit der Krankheit, dass ich mich getrost der örtlichen Krankenversorgung anvertrauen könne. Nun, ich selber wäre nicht auf diesen Gedanken gekommen, denn dieses “Hospital” bestand im wesentlichen aus einem Wartezimmer, einem Labor oder was man dafür halten könnte, immerhin stand ein Mikroskop darin) und einem Hinterzimmer.

Auch die Untersuchungsmethode selbst war nicht unbedingt vertrauenserweckend: Der Arzt (oder war es ein Krankenpfleger?) nimmt einen Tropfen Blut a0408ab, indem er mit einem dieser kleinen Piekser in eine Fingerkuppe sticht. Dabei ist, so mein Freund, darauf zu achten, dass dieser Piekser steril ist, also er muss vor unseren Augen aus der sterilen Verpackung genommen werden. Der Blutstropfen kommt auf eine kleine Glasplatte, wird verstrichen, und in ein Glas mit einer wässrig - blauen Flüssigkeit getaucht. Nach ein paar Minuten Wartezeit teilte man mir das Ergebnis mit: Negativ. Na, Gott sei Dank! Ich hatte also nur eine leichte AC Erkältung, die, auch Dank der dreitägigen Pflege einer entsprechenden “Krankenschwester”, gut auskuriert wurde.

Die Kosten für die ganze “Operation” beliefen sich auf wenige hundert KSH, incl. des Tipps für den Arzt, nach der er mich übrigens als erstes gefragt hatte. “Can you give me a tip?” Eine Frage, auf die ich dank meines Freundes schon vorbereitet war, ansonsten hätte ich erstmal blöd aus der Wäsche geguckt. Also kurz “shure!” geantwortet, und alle waren glücklich. Die Leute müssen halt alle täglich für ihr Auskommen kämpfen, und 2 € tun ja nicht weh.

Ansonsten kann man, sollte die eigene Reiseapotheke etwas nicht bieten, auf die Apotheken zurückgreifen. Einmal habe ich im Nakumatt Immodium gegen Durchfall gekauft, und einmal irgendwo für ein paar Cent Aspirin (mein Verschleiß an diesen Pillen ist stets größer, als ich vor dem Urlaub je annehmen könnte).

0407aJa, Durchfall: Hat mich auch ein paar Mal erwischt, aber eigentlich nur leicht. Man sollte wohl besser an irgendwelchen Straßenständen nichts essen, was sich eigentlich aber angesichts des Angebots von selbst versteht (s. unter “Essen”). Aber auch in den Hotel- und Restaurantküchen kann wohl niemand für die Hygiene garantieren... was soll’s also, essen muss man ja etwas, da gehört also immer etwas Glück dazu.

Übrigens: Es sind keinerlei Impfungen vorgeschrieben.

Casaurina!!!

CASAURINA BAR & RESTAURANT - Dritte im Bunde meiner Favourite Bars. Gemessen an der Häufigkeit meiner Besuche sicher die Nummer eins... immer reichlich Auswahl an Mädels, sicher immer 100 bis 300, auch hier wird jeder leicht fündig. Die Bar liegt günstig, gleich wenn man nach Mtwapa reinkommt, hinter der Brücke etwa 200 m auf der rechten Seite. Ein Katzensprung vom INDIANA, oder 200 KSH mit dem Taxi.  Das Essen ist so la la - OK.

Hier habe ich die meisten meiner ständig wechselnden Urlaubsbegleitungen rausgezogen. Manchmal haben sie mehr oder weniger interessante “Showtimes” wenn man ein oder zwei gesehen hat, wir’s doch etwas langweilig. Sie waren zuletzt für mich meist der Anlass mich ins Taxi zu setzen und mal zu schauen, was im TEMBO oder CASABLANCA los ist, obwohl es zum CASABLANCA von hier aus ein gutes Stück ist. Habe dann manchmal ein Huhn mitgenommen, ein Festpreis mit dem Taxler ausgemacht incl. Wartezeit in Mombasa etwa 1000 - 1500. Dafür bekam ich dann während der 15 oder 20 min eigentlich immer schön einen geblasen auf dem Rücksitz... scheint irgendwie Standard zu sein dort. Kurz vor dem Ziel die Hose rauf, Gürtel zu... die Fahrer gucken immer nur auf die Straße. Ist auch bitter nötig, bei den Straßen.

Der Open Air Club hat recht gute Musik, die Tanzfläche ist meist voll. Habe mich meist an den Rand dieser geklemmt, an einen der Stehtische und die Mädels was vortanzen lassen. Schmachtende Blicke erreichen mich, Bewerbungsgespräche werden geführt, das eine oder andere Bier wird ausgegeben. Man wird auch des öfteren von betrunkenen Typen angelutscht, wegen eines Bieres. Bloß nicht einreißen lassen, dann kriegt man die nie mehr los. Aber alles harmlos, sollte es mal Stress geben, die Security ist ständig zugegen und wacht mit ihren ziemlich breiten Schultern darüber, dass alles in geordnetem Rahmen abläuft.

Muzungus sind auch hier eigentlich nicht wirklich zahlreich vertreten, was unsereins erst recht zum Objekt der Begierde macht. 1000 KSH sind nicht an jeder Ecke zu verdienen, die Mädels legen sich ins Zeug.

Auch Sextouristinnen mit ihren schwarzen Stechern trifft man hier an, wie überall in den Clubs. Meist alt und hässlich, ok, kann ja keiner was dafür, ich bin auch nicht mehr der Jüngste oder Adonis. Trotzdem, die  Mädels unserer Zunft benehmen sich schon auffällig dämlich. Möchte nicht zu viele Worte drüber verlieren, denn das spottet jeder Beschreibung, wie die sich offensichtlich verarschen lassen. Allerdings, eine Engländerin (glaube ich) habe ich getroffen, Anfang 20, klasse Girl, sah auch wirklich super aus, die hatte jedes Mal einen anderen Boy dabei, hat wild mit denen rumgeknutscht usw. Fand ich toll. Die hat offen dazu gestanden, was sie gemacht hat, bei mir gingen beide Daumen hoch, habe ich ihr auch so gezeigt. Sie hat gelacht und mir zugeprostet... Jedenfalls, die wusste, was sie wollte. Gut so!!!

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Unterwegs in Mtwapa

Mtwapa ist das größte Provinznest in der Gegend. Da kann man gefahrlos durchlatschen, natürlich vor allem bei Tag. Nachts würde ich das lassen, vor allem in unbeleuchteten Gegenden, klar. Also das “Hospital” ist hier, das Casaurina, Kendas, ein paar Shops für dies und das, was für unsereins aber so ziemlich ausnahmsweise nicht wirklich interessant ist, oder möchte sich jemand eine Third Hand Couch kaufen... oder gebrauchte Autoreifen? Ein paar CDs mit mp3 Musik habe ich hier gekauft, mit tatkräftiger Unterstützung meiner aktuellen Begleitung - war billig, nach einigem handeln. Es wäre aber deutlich billiger gewesen, wenn sie alleine auf Shoppingtour gegangen wäre. Muzungus zahlen selbstverständlich mehr...

Hier ein paar Straßenscenen:

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Kendas Bar

Die Kendas Bar hat auch ein Billig Hotel angeschlossen (nicht zu verwechseln mit “meinem” Shorttime Hotel, dem KENDAS VILLAGE HOTEL). Erwähne die Kendas Bar nur der Vollständigkeit halber. Liegt in Mtwapa etwa 100 m hinter dem Casaurina, rechts rein, an der Post vorbei. Abends nur mit Taxi zu empfehlen, schon etwas unübersichtlich dort und dunkel. Ein Drecksladen. Die Bedienung SOWAS von unfreundlich... bekam natürlich keinen Tipp, und ich war nach meinem Erstbesuch abends auch nicht mehr dort. Ich hatte meine derzeitige Verlobte gerade “neu eingekleidet”, also das “Kleine Rote” und die blonde Perücke, die ihr beim Tanzen auch prompt vom Kopf fiel, was natürlich allgemeines Lachen provozierte. Aber an solchen Vorfällen nimmt dort wirklich niemand ernsthaft Anstoß...

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