Phnom Penh und Sihanouk Ville, Kambodscha
Januar 2002 von Grubert
 

 

Mein dritter Ausflug nach Kambodscha begann Ende Oktober 2001 und dauerte 8 Tage. Reiseroute: Phnom Penh (PP) - Sihanouk Ville (SV) - Phnom Penh.

Anreise:

Hatte diesmal einen Gabelflug in Deutschland gebucht. Von Frankfurt direkt nach PP (freilich mit der Thai Airways via Bangkok, ca. 1 h Aufenthalt). Auf dem Rückweg sollte es dann noch 2 Wochen nach Thailand gehen. Das Visum für Kambodscha hatte mein Travel Agent bereits bei der kambodschanischen Botschaft in Berlin beantragt und bekommen. Das erleichtert die Auscheckerei in PP doch ungemein. Die Wartezeit verkürzt sich, was nach einem langen Flug sehr angenehm ist.

Ich hatte auch wieder meinen alten Fahrer (s. Bericht vom April) Sophann zum Airport bestellt, per Email.

Hier noch mal die Handynummer und seine Email Adresse:

Mr. SOPHANN
Handy: (855) 012 832 203
email: mistersophann@hotmail.com

Ich kann ihn nach wie vor nur wärmstens empfehlen. Habe inzwischen auch in einigen Foren seinen Namen gelesen und man empfiehlt ihn überall als sehr zuverlässig. Wenn auch sein altes Auto und sein Fahrstil nicht unbedingt das Wahre sind für wirklich weite Touren in das Umland. Dazu später mehr.

Leider konnte Sophann mir diesmal nicht wie versprochen ein Zimmer im QUEEN Hotel reservieren, es war ausgebucht. Also habe ich eine Empfehlung meines Freundes T., der als Thailand Resident regelmäßig nach PP des Visums wegen fliegt (der diesmal aber keine Zeit für ein Treffen in PP hatte, leider) ausprobiert. Es ist das

PARIS HOTEL
229-231 R.V. Kampuchea Krom
Tel: 023-380361/880362/880363 Fax: 023-880310

Es kostet 15$ und ich kann es empfehlen. Zuerst gefiel es mir nicht, weil die Einrichtung eher einfach gehalten ist und mein Zimmer nicht so sauber war. Zumindest das Bad, das war aber wohl Pech. Habe sonst von niemandem Klagen gehört. Der Service ist korrekt. Safe Deposit Box an der Reception, wieder einmal das wenig vertrauenserweckende System ohne eigenen Schlüssel. Es gibt aber wohl keine Probleme dort, man kann sein "Eingemachtes" ruhig dem Receptionisten anvertrauen. Ohne Gewähr!

Die Zimmer sind wie gesagt nur zweckmäßig eingerichtet, aber bei dem Preis kann man ehrlich nicht meckern. TV nicht zu klein, Fridge auch vorhanden. Das Bett ist gerade groß genug für Drei ;-))

 

 
 

Macht mal eine freundliche Handbewegung!               

Ausblick aus dem PARIS.

 
 

Kurzes Gastspiel in Phnom Penh

Am ersten Tag hatte ich reichlich Zeit, da ich schon gegen Mittag ankam. Also erst mal rein in die Dusche und dann in frische Klamotten. Ein Bier aus dem Kühlschrank. Sophann, der unten gewartet hatte, brachte mich anschließend sofort zum Svay Pak. Zum Entschlacken. Eine ST eingelegt oder zwei. Auf diese Art von Wurzelbehandlung musste ich lange warten, ca. 6 Monate. Ein paar alte Bekannte getroffen, sowohl Mädels als auch Barrangs. Da wäre vor allem einer zu nennen (den Namen nenne ich lieber nicht), der lebt schon lange Monate in PP. Er fährt immer mit seiner (gemieteten?) Cross Maschine die 11 Kilometer und stellt den Bock genau vor die Bar. Wohl damit sie immer im Blickfeld ist. Er ist so um die 50, ein cooler Typ und hat die richtigen Tipps und Adressen, wenn man mit ihm ins Gespräch kommt. Er ist so ziemlich täglich da. Er hat was drauf.

Also etwas labern, ein paar Bier, mit den Hühnern rumschäkern, etwas essen. So kann man sich das Leben gefallen lassen. Mir so langsam Gedanken gemacht, welches Huhn ich denn heute mitnehme zur LT. War schon etwas müde nach dem Flug. Die ersten zwei, drei Tage sind immer ein kleines Problem. Man ist richtig erschlagen teilweise, dann wacht man nach ein paar Stunden Schlaf mitten in der Nacht wieder auf und kann nicht mehr einschlafen. Grund genug mir zwei Chicks mitzunehmen am ersten Tag. An den Preisen hat sich nichts geändert: ST 5$, LT 20$. Hat wieder alles prima geklappt. Die Hühner waren nett, haben sich ins Zeug gelegt. Am morgen bekamen sie ihre 5 Bucks Tip (pro Nase natürlich) und wurden pünktlich zur vereinbarten Uhrzeit abgeholt vor dem Hotel.

Einerseits hat es mir in dem Hotel anfangs nicht so gefallen, andererseits hatte ich "Null Bock" auf Umzugsaktionen innerhalb PPs. Deshalb entschloss ich mich morgens sehr kurzfristig doch heute schon die Reise nach SV anzutreten. Ich rief Sophann an und er war einverstanden mich wie verabredet hinzufahren. Ich packte meine Sachen, das ging logo fix nach nur einer Nacht in dem Hotel. Sophann holte mich pünktlich ab und wir machten uns auf die Reise. Es sind ca. 230 km. Die Straßenverbindung ist als gut zu bezeichnen. Man ist bei gemütlichem Fahrstil 3-4 h unterwegs. Kaum ist man raus aus PP, fangen auch schon die Reisfelder an. Diese bestimmen auf weiten Teilen den Ausblick aus dem Autofenster. Nur ab und zu taucht eine kleine Siedlung am Straßenrand auf. Die Landschaft wird schließlich hügelig bis bergig, Dschungel wechselt sich nun ab mit Kokosplantagen (relativ kleine Sträucher, aus den Früchten wird Kokosöl hergestellt).

Es war ein Fehler...

mit dem Taxi nach SV zu fahren. Während der Fahrt wurde ich immer unsicherer, ob es so klug war mit dem Taxi bzw. mit Sophann auf die relativ weite Reise zu gehen. Wenn ich immer schon einige Zweifel an seinem Fahrstil hegte, nun wurden sie bestätigt. In der Stadt ist es OK; er hupt ziemlich viel, um nicht zu sagen ständig. Gebremst wird nur im Notfall. Jetzt außerhalb der Stadt merkte ich ihm doch deutlich seine Unsicherheit an. Die Fahrt verlief ohne Probleme. Als sich dann aber in SV herausstellte dass er vor x Jahren zum letzten Mal in der Stadt war, wurde mir klar, das ich besser mit dem Bus gefahren wäre. Nicht nur wegen des Geldes. Ein Driver mit Auto ist ganz klar überdimensioniert in SV, es ist überflüssig. Ein Motorbikedriver reicht völlig. Es ist nämlich im Gegensatz zu PP völlig sicher in SV, auch nachts. Das wusste ich vorher ebenfalls nicht. Auch stieß mir nun sauer auf, dass von Ortskenntnis in dem Sinne nicht die Rede sein konnte bei ihm. Geschweige denn von Hotel Tipps usw.

Kurzum: Als ich nach einigem Hin und Her dann endlich glücklich eingecheckt hatte in einem Hotel schickte ich ihn zurück. Er wollte eigentlich in einem Guesthouse wohnen; er hatte auch schon eins gefunden. Dieses sollte 8 $ kosten. Er wollte aber von mir (so war's nun mal ausgemacht) nur die üblichen 20 Bucks pro Tag haben, sonst nichts. Auch die Benzinkosten wollte er selber tragen. Nachdem ich mich erkundigt hatte was der Sprit denn so kostet wurde mir klar: Er verdient praktisch gar nichts an mir. So habe ich ihn denn gefragt ob er damit einverstanden sei, dass er allein wieder zurückfährt nach PP. Ich habe ihm noch 20 $ für den Sprit gegeben (sonst wäre ich mir echt schäbig vorgekommen). Er war dann auch ziemlich schnell einverstanden und wir haben vereinbart dass ich ihn sofort anrufe, wenn ich zurück bin in PP.

Sihanouk Ville (Kompong Som)

Bei diesem Städtchen handelt es sich im Grunde genommen um ein mehr oder weniger verschlafenes Nest, was aber nicht negativ gemeint ist. Die Leute sind freundlich, wenn man als Vertreter der weißen Spezies auch noch Seltenheitswert besitzt. Der Ort ist irgendwie doch ziemlich auseinandergezogen. Zum Hafen, einer der interessanteren Möglichkeiten sich zu vergnügen, sind es z.B. 15 - 20 Minuten auf dem Bike. Die Strände sind auch nicht gerade zu Fuß zu erreichen. Wenn man sich gar nicht auskennt, muss man doch erstmal ziemlich rumsuchen. Ich schaute mir zunächst das "Paris Hotel" an (nicht zu verwechseln mit dem PARIS STAR). Es heißt zwar genauso wie das Hotel in PP. Gefallen hat es mir aber gar nicht. Es sollte 20 $ kosten. Man hat mir 2 Zimmer gezeigt: Das erste hatte ein King Size Bed, war aber klein, dunkel und muffig. Und es stank nach Zigarettenrauch. Das zweite war etwas größer, hatte aber nur 2 Einzelbetten. Sowas kommt schon gar nicht in Frage, wenn's sich irgendwie vermeiden lässt. Es gibt auch Hotels an den Stränden. Die Location gefiel mir ebenfalls nicht - weil da war sonst nichts, irgendwie weit ab vom Schuss. Auf halbem Wege habe ich mir das PEAK HOTEL & CASINO angeschaut. Liegt sehr hübsch auf einer Anhöhe, man kann auf den Hafen blicken von Weitem. Den Preis weiß ich nicht mehr. Ich glaube 20 - 30 $. Aber ich hätte es auch umsonst nicht genommen: Kleine, abgewohnte, muffige Zimmer. Schnell weg. Das "Casino" habe ich mir später mal angesehen: Automaten, untätige (mangels Gästen, es war allerdings um die Mittagszeit) Croupiers und in einem etwas separiertem Raum so eine Art Baccarat. Kann man vergessen. Gottseidank hatte ich noch den Tipp von einem Kumpel: Das

Golden Castle Hotel & Casino
Sangkat No. 4, Khan Mittapheap
Tel: 855-34-933919, Fax: 855-34-933918

Nach einiger Fragerei erklärte uns ein Motorbikefahrer den Weg. Es liegt nicht sehr zentral, aber auch nicht sehr weit weg vom Ort des Geschehens. Motorbikedriver Tag und Nacht vor der Tür. Gegenüber ist eine Art Karaokebar mit manchmal sehr lauter Musik (im Zimmer nicht zu hören, jedenfalls nicht in meinem, hintenraus) und ein größeres Restaurant mit Livemusik und Filmen. Ganz nett um abends mit dem neuen Huhn schnell noch was gegen den Hunger zu tun und sich etwas näherzukommen bei einem Bier.

Das besondere an dem Hotel: Es ist fast nagelneu. Abends von außen beleuchtet wie eben ein "Golden Castle", mit einer Menge gelber Lichterketten. Las Vegas auf kambodschanisch. Vor allem haben sie noch einen Superrabatt: 50%! Sie haben mehrere Zimmerkategorien. Das einfachste Zimmer soll anstatt 40 nur 20 $ kosten. Es ist ziemlich groß, sehr gut eingerichtet und hat auch ein großes Bett. Blick nach hintenraus, auf die (weit entfernten) Berge. Das nächst bessere Zimmer ist praktisch das gleiche in grün, nur das der Blick nach vorne auf das (ziemlich weit entfernte) Meer geht. Dieses soll 25 anstatt 50 $ kosten. Dann gibt es noch eine Kategorie, die soll 30 anstelle von 60 $ kosten. Es ist etwas größer als die Vorangegangenen. Außerdem haben sie noch eine (aber nur eine!) Suite, die soll entsprechend noch mal mehr kosten, ich glaube 35 anstatt 70 $. Die konnte ich mir aber nicht ansehen, weil besetzt. Da das kleinste Zimmer aber noch groß genug war für meine diesbezüglich nicht gerade bescheidenen Ansprüche, nahm ich dieses, und zwar in der billigeren Ausführung "hintenraus" (wer guckt schon den ganzen Tag aus dem Fenster, außerdem war's nach hinten fast schöner). Ich habe zwar noch einen Deal versucht an der Reception. Habe gesagt, das kleinste Zimmer reicht mir, das nehme ich, es sei denn, er könnte mir das 30er für 25 $ geben. Nach einigem Überlegen meinte man aber, dies könne man doch nicht machen. Es ist halt nicht Thailand. Aber auch so war ich sehr zufrieden mit meinem Hotel, ich blieb 3 oder 4 Nächte. Sie nehmen wie überall (?) nur Cash, ich musste gar ein "Deposit" leisten von 30 $.

Das "Golden Castle", Empfangshalle...                                                

Eingang zum Casino...

 
 

Dummer weise habe ich es ganz versäumt mal eine Außenaufnahme zu machen. Wirklich ganz nett. Aber vom Zimmer habe ich doch bei verschiedenen Gelegenheiten Bilder gemacht ;-)

Großes Bett...                                                                                 

 Schöne Aussicht...

 

Auch das TV ist neu...                                              

 Spieglein, Spieglein...

 

Einrichtung aus Massivholz...                                    

Auch in Bad und WC ist alles OK!

 

Nach dem Einchecken erst einmal ein Süppchen...     

Und einen Fahrer engagieren, kostet 6 $/Tag.

 
 




[Home] [PNH 2001] [Kamb 2002] [Kamb2] [Kamb3] [Kamb4] [Kamb5] [Kamb6] [Hotels] [PNH 2004] [KK-SV-PNH] [Poipet] [Aktuelle Entwicklung...] [Technische Tipps...]