Hey Phuket - where you go?!
Die Zeiten ändern sich


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“Hey sexy man - where you go?!” schallte es uns vor Jahren noch aus sämtlichen Bars entgegen, wenn wir unsere Astralleiber, selbst wenn diese schon in die Jahre gekommen und von jeder Strandtauglichkeit schon weit entfernt waren, auch nur in Sichtweite der Mädels vorbeischwangen. Oft noch mit dem süffisanten Nachsatz “Please com inside” und dem verschmizt betonten “me!” am Ende. 




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Hatte ich den letzten Bericht noch “Phuket 4ever - eine Liebeserklärung“ getitelt, scheint mittlerweile die Bar- und Nightlife Scene auf meiner (leider muss ich nun sagen “ehemaligen”) Lieblingsinsel dermaßen runtergekommen, dass das Auffinden einer Urlaubsbegleitung mit normalen Vorstellungen, was Preis und Service angeht, mir persönlich als “Mission Impossible” erscheint. Da gehört schon viel Glück dazu. Selbst das Auffinden adäquaten Short Time Vergnügens ist kompliziert geworden bzw. ist dieses wirklich nicht mehr das, was es mal war. Mag sein, dass es z.T. an mir selbst liegt, an meinem Alter, meinen Ansprüchen, daran, dass mein letzter Besuch am Ende der High Season zu Songkran stattfand, wo die Mädels bekanntermaßen satt sind bis unter die Hutschnur. Vielleicht habe ich auch nur besonders viel Pech gehabt. Ich glaube das alles nicht, denn anderswo geht’s ja auch (noch), zudem hört man in letzter Zeit zunehmend Geschichten über Abzocke und Desinteresse seitens der Girls.

 

Jemand schrieb letztens in einem Forum, er habe ein Mädel an einer Bierbar für 1000 THB ausgelöst (nur Barfine!) und mit ihr einen Zug durch diverse Dissen gemacht. Als er dann ins Hotel wollte mit ihr, sagte sie so was wie: nein, zum Vögeln bin ich eigentlich nicht mitgekommen, nur zum Abtanzen, ich gehe jetzt nach Hause. Da fällt einem alles aus dem Gesicht, aber offenbar greift so was um sich und die Mädels können es anscheinend auch machen.

Gelangweilt dreinschauende Bargirls, horrende Preise, leere Bars lassen vermuten, dass die gar nicht anders wollen, als eben NICHT ausgelöst zu werden. Vielleicht lebt es sich mittlerweile besser von Ladydrinks und den regelmäßigen Zuwendungen, die man sich im Internet erschnorrt oder von den üblichen Liebeskaspern, Mösenbettlern und Sugardaddys überwiesen oder für nichts zugesteckt bekommt.




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Strände und Natur auf Phuket entschädigen für vieles und waren schon immer ein Teil dessen, was einen tollen Inselurlaub ausmachte. Leider sind inzwischen fast alle Strände dermaßen zugebaut und überfüllt, dass man sich willkürlich fragt, ob man das eigentlich noch schön und gut finden soll. Bei mir hat sich leider auch diesbezüglich einiges stark relativiert. Es wird nach wie vor gebaut, jedes freie oder auch nur mögliche Plätzchen mit schöner Aussicht wird zugebaut und betoniert. Dieser Trend ist seit dem Tsunami vermehrt zu beobachten und treibt nun teils wie ich finde seltsame und vor allem hässliche Blüten.



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Ich frage mich nun, wo ist die Ursprünglichkeit geblieben, auch die Freundlichkeit und Authentizität der Einwohner ist meiner Meinung nach nicht mehr das, was es mal war. Natürlich war am Patong Beach schon immer Busines as usual. Aber dass Strände wie Kamala und Surin dort, wo früher nur ein kleiner Teil mit kleinen Strandrestaurants und Budchen belegt war, der Rest war unberührt, nun wirklich von vorn bis hinten dicht an dicht zugeklatscht sind mit hochtouristischer Infrastruktur alá Neckermann, gibt mir einen Stich ins Herz.



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Bleibt das Essen, na klar, das ist toll und ist ein echtes Highlight. Wer Thai Food mag wird es hier auf der Insel sicherlich lieben. Die Frage bleibt, ist das ein Grund Phuket zu besuchen? Ich glaube nicht, denn das findet man auch anderswo in Thailand.

 

Ich habe nun doch schon etwas von dem leider eher negativen Fazit meiner letzten Reise vorweg genommen. Ich werde meiner Linie auch in diesem Bericht treu bleiben, ehrlich sein und offen berichten, was ich erlebt, und wie ich es empfunden habe. Auch wenn es nicht so toll war und ist auf der Insel wie früher. Meine Einstellung ist: Schönlügen nützt niemandem. Natürlich steht es jedem frei, alles anders zu erleben und bessere Eindrücke zu bekommen! Ob der Mix, den ich nun vorgefunden habe, eine Reise wert ist oder ob doch andere Ziele geeigneter sind, ganz besonders unter spaßtouristischer Sicht, muss jeder für sich selbst entscheiden...



Anreise



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Die An- und Abreise am/vom kleinen, überschaubaren phuketaner Airport gestaltet sich stressless. Der Flug von/nach Bangkok ist ein Hüpfer, die Flugzeit beträgt in Abhängigkeit vom Flugzeugmodell etwa eine Stunde. Je nach Wetter kann man unterwegs schon mal die oft mehreren Kilometer hohen (!) Turmwolken bestaunen, die hier oft auftreten und diese sintflutartigen Regengüsse verursachen. Oder schon mal den einen oder anderen Blick aus der Vogelperspektive auf die Strände am Airport erhaschen.

 

Der Weg der Koffer aus der Maschine aufs Gepäckband ist kurz, s.d. lange Wartezeiten kaum anfallen. Also schnell den Krempel auf den Trolley und durch die Ankunftshalle nach draußen. Auf dem Weg kann man ein Taxi klarmachen, der Preis beträgt z.Zt. 800, andere Angebote einfach ablehnen bzw. sagen, dass man mehr nicht zahlen wird. Natürlich werden hier mal wieder Dumme gesucht, die 2000 zahlen. Wenn man vom Hotel abgeholt wird (das C&N z.B. holt einen kostenlos ab) ist es eh kein Thema. Der Fahrer steht dann mit einem großen Schild in der Hand in der Halle. Es gibt auch einen Taximeterstand, die Preise unterscheiden sich nicht oder nur marginal vom Limousinen Service.

 

Die Fahrt nach Patong dauert um die 30 oder 40 Minuten. Letztes Foto: 5000 Baht Strafe in den Taxen für den, der raucht.      




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Wohnen



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Ich habe immer das C&N Hotel empfohlen, weil es nicht übel ist, bezahlbar und vor allem sehr gut liegt (für Nachtschwärmer). Die Zimmer sind nicht gerade riesig, trotzdem für mich immer noch DER Tip in Patong.

 

Ich hab mal wieder was anderes ausprobiert, und zwar die Bliss Lounge direkt am Strand. Ein Fehler, in zweierlei Hinsicht. Zum einen habe ich so viel Unverschämtheit wir dort seit 30 Jahren Reisen nicht erlebt. Was da am letzten Tag an der Rezeption passierte geht auf keine Kuhhaut, soll hier aber nicht näher erläutert werden. Einen Hoteltest wird es nicht geben.

 

Zum anderen liegt das Hotel nur auf den ersten Blick günstig. So, wie sich die Verkehrssituation in Patong mittlerweile darstellt, nämlich fast durchgehend Stau wie in der Großstadt - und das alles als Einbahnstraße, s.d. man auch mit dem Moped nicht spürbar besser vorankommt als mit dem Auto, ärgert man sich ständig einen Wolf. Ist zwar Luftlinie alles nicht weit weg, aber die Staus sind die Hölle, keine Übertreibung. Laufen geht oft schneller, dazu ist es aber zu weit. Das einzig Nette dort ist der Ausblick und der Whirlpool in den teureren Zimmern, die Standardzimmer sind winzig und haben eine Tröpfel- Dusche. Familienhotel. Schenkt Euch das also besser... 




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