Tagsüber unterwegs

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”Riverfront” wird ein Abschnitt des Preah Sisowath Quais genannt, beginnend etwa am Bootshafen bis hinunter zum Königspalast und der Silver Pagoda. Liegt direkt am Tonle Sap River. Hier ist die touristische Vorzeigemeile Phnom Penhs, hier trifft sich alles und jeder. Vor allem an den Wochenenden und abends wird der inzwischen leider seines alten Charmes völlig beraubte Flussabschnitt auch von Einheimischen bevölkert, die dort flanieren, in einer großen Gruppe nach Khmer Musik tanzen, oder einfach nur relaxen.

 

Leider sind die großen Bäume der Neugestaltung zum Opfer gefallen, nun ist alles steril mit Steinplatten ausgestaltet, wo früher roter Ascheboden vorherrschte. Und es gibt einen mit Palmen bepflanzten Grünstreifen, sieht alles etwas nach Stadtpark aus. Vergleicht man es mit den alten Fotos, befällt einen schon etwas Wehmut. Jeglicher Handel wurde verboten, und so sind die fliegenden Händler mit den Khmer Fressalien verschwunden, auch die Bootsbesitzer dürfen ihre Dienste nicht mehr den Touristen anbieten.

 

In der Nähe des Königspalasts befindet sich der berühmte FCC (Foreign Correspondent Club), in dem sich zu Zeiten des Vietnam Krieges die Journalisten trafen. Am Riverfront tummeln sich Travel Offices, Internet Cafés, Bars, Banken, Restaurants, Hotels und allerlei Anbieter von Dienstleistungen, die irgendwie Geld mit den Touristen machen können. Auch die berühmt- berüchtigte “Happy Herb Pizza” gibt es noch. Die Querstraßen bieten schon erste Einblicke in das Phnom Penh der Khmer, wo quirlige Wochenmärkte, Wäschereien, Suppenküchen und Apotheken nur wenige Meter vom touristischen Kampfgebiet das wahre Leben der Stadt zeigen. Aber auch etliche Bars mit ihren verführerischen, bunten Reklametafeln, eigentlich unglaublich viele, haben sich hier mittlerweile angesiedelt, kaum dass man um die Ecken in die Quer- und Seitenstraßen schaut.

 

Cafés und Restaurants werden von Touristen bevölkert, fliegende Händler mit Sonnenbrillen, Postkarten und allem möglichen Trödel belagern diejenigen, die an den Tischen in Straßennähe sitzen. TukTuks warten auf Kundschaft, Kinder betteln. Der Straßenverkehr ist je nach Tageszeit heftig, mal sind es Kolonnen von Traktoren, mal mit zig- Leuten “beladene” Lastwagen oder Motodups (Motorräder mit Anhänger), mal mit allem möglichen Zeug völlig überladene LKW, die die Blicke der Touristen auf sich ziehen, welche beim Cappuccino sitzend die Scene auf sich wirken lassen.

 

Unten fließt der Tonle Sap River gemächlich vorbei, es ist Ende der Trockenzeit, der Wasserstand mindestens 10 Meter niedriger als bei meinem letzten Besuch, als die Boote noch fast oben an den Bäumen anlegen konnten. Schier unfassbar, welche Wassermassen sich aus dem Tonle Sap See in Sichtweite des Riverfront nur wenige hundert Meter weiter Flussabwärts über den Fluss in den noch deutlich gewaltigeren Mekong ergießen. Bald wird es zu regnen beginnen, die Pegel werden steigen und der Tonle Sap River wird seine Fließrichtung ändern, dann fließt das Wasser des Mekongs in den Tonle Sap See, dessen Ufer sich bis nach Siem Reap erstrecken.

 

Fischer arbeiten auf ihren Langbooten, in der Nähe gibt es eine “Siedlung” von Seezigeunern, die auf ihren Booten lebend eine schwimmende Kolonie gebildet haben. 

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Praktisches

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Viagra bzw. dessen “Nachbauten”, z.B. das auch aus Thailand bekannte und mittlerweile altbewährte Kamagra, ist problemlos in diversen Pharmacies zu bekommen. Es kostet ca. 3 USD pro 4er Blister (4*100 mg), andere Marken wie z.B. “Le-Roma” (s. Foto) die Hälfte. Ich hab dieses Mittel zum ersten Mal gesehen und auch probiert, es funktioniert einwandfrei.

 

Geld: man kann an den mittlerweile an allen bereisten Orten reichlich vorhandenen ATMs (Geldautomaten) sowohl mit der Bankkarte (Maestro- und/oder Cicrrus Zeichen, V-Pay geht nicht!) als auch mit der Kreditkarte USD beziehen. Den besten Kurs für das Wechseln von Cash bieten die (legalen, etablierten) Wechsler auf den Märkten, oder in den Goldshops. In den größeren Städten ist der Euro - USD Kurs oft besser als Zuhause. Der USD ist die gängige Währung im Lande und wird überall akzeptiert. Preise sind immer in USD angeschrieben, lediglich die kleineren Läden, in denen auch Einheimische einkaufen, preisen auch in Riel, der eigentlichen kambodschanischen Währung, aus. 1 USD = 4.000 Riel. Man sollte immer ein paar tausend Riel in der Hosentasche haben, um kleinere Beträge wie Mototaxen usw. zu zahlen. Oft kann bei kleineren Beträgen auf USD nicht herausgegeben werden, darum sind kleine Dollarnoten von Vorteil. Die Banken bieten das Einlösen von Traveller Checks an, aber auch das Beziehen von Cash mit der Kreditkarte (Pass nötig!). Auch Geldtransfers aus dem Ausland kann man hier abwickeln. Kreditkarten werden als Zahlungsmittel meist nur von größeren Hotels akzeptiert.

 

Gesundheit: man setze sich am besten mit der Impfstelle des örtlichen Gesundheitsamtes in Verbindung, um seine Impfen auf den neuesten Stand zu bringen. Eine Reisekrankenversicherung (für wenige € erhältlich) mit eventueller Rückholung ist unbedingt nötig. Malaria und Dengue Fieber begegnet man am wirkungsvollsten durch Prävention, also dem Tragen von langer Kleidung in der Dämmerung, Moskitonetz oder Aircondition im Hotel. Ich empfehle eine Reiseapotheke mitzuführen, da außerhalb Phnom Penhs nicht unbedingt alles erhältlich ist. Wer ernsthaft krank wird sollte sich an eine möglichst große (am besten internationale) Klinik wenden.

 

Reisezeit: ideal sind die Monate von Dezember bis Februar, dann regnet es wenig und die Sonne scheint. Juli - Oktober ist es sehr nass und schwül.

 

Simcards für das eigene Handy gibt es auf prepaid Basis in jedem der zahlreichen Telefonshops zu kaufen.

 

Strom: die Netzspannung beträgt 230 Volt. Adapter sind in den Hotels meist nicht erforderlich, oder dort erhältlich. In Phnom Penh gibt es nur noch selten Stromausfälle, auf dem Land öfter. Je größer/besser das Hotel, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es ein funktionierendes Notstromaggregat gibt.

 

Weiterreise nach Vietnam:  leicht möglich per Bus von Phnom Penh nach Hoh Chi Minh City (Saigon), das Ticket kostet etwa 10 USD. Man kann auch fliegen (Phnom Penh oder Siem Reap). Es ist unbedingt nötig vorab ein Visum zu besorgen, das geht allerdings in Phnom Penh sehr leicht und relativ billig. Ich habe es hier machen lassen

 

Lucky! Lucky!
413 Monivon Blvd
Phnom Penh
- Visa Extension & Air Ticket
- Cambodia Visa Extension
- Vietnam, Thai, Laos Visas
Tel (023) 212 788, 2200988

 

Siehe auch die ausführlichen Erläuterungen in “Neues aus Kambodscha und Vietnam”. Ihr könnt Tages- und/oder Bustouren aber in jedem Travel Office buchen, Preisunterschiede konnte ich nicht feststellen. Z.B. hier.

 

0165Orientierung in Phnom Penh: die Straßen haben zwar Namen, diese wechselten jedoch in der Vergangenheit so häufig, dass die Einheimischen sich die erst gar nicht mehr merken. Man sollte sich besser an der Nummer orientieren, die auch jeder Straße zugeteilt wurde. Und zwar nach einem logischen System, welches man auf der Karte gleich erkennt. Was aber nicht heißt, dass ein Taxifahrer (oder gar die Leute allgemein) diese auch kennen, geschweige denn die Straßennamen. Die Khmer orientieren sich eher an markanten Gebäuden und Stellen in der Stadt, was zur Folge hat, dass es sehr problematisch sein kann, ein bestimmtes Ziel anzusteuern. Später mehr dazu. Klickt bitte mal auf die sehr detaillierte (und stark vergrößerbare) Karte hier links. Zwei weitere Stadtpläne (ebenfalls durch erneutes anklicken weiter vergrößerbar) von Phnom Penh findet Ihr hier und hier.

 

0169Es liegen überall kostenlose, englischsprachige Travel Guides aus, die man sich gleich unter den Nagel reißen sollte. Sie beinhalten aktuelle Infos über das Nachtleben, Karten, Sehenswürdigkeiten, Restaurants usw. usw. Es ist freilich viel Reklame drin, aber wen stört’s...

 

Ebenfalls interessant sind die kleineren Heftchen mit den Titeln Out & About, After Dark und Drinking & Dining. Diese oder ähnliche Guides und Broschüren gibt es auch in den anderen Touri- Städten.

 

Der Wäscheservice in den Hotels ist normalerweise schnell und recht billig, aber nicht immer. Gerade höherpreisige Hotels schlagen hier manchmal zu. Während im Coolabah Hotel in Sihanouk Ville (später mehr) kaum mehr verlangt wird als in der Wäscherei an der Straßenecke, hat das Landscape Hotel hier den Vogel abgeschossen mit schon unverschämten Preisen. Ich hab nicht richtig hingeschaut und hatte dann plötzlich 41 USD auf der Uhr - für eine einzige (zugegebenermaßen große) Portion Wäsche. In dem Fall kann man seine Wäsche einer der vielen Wäschereien anvertrauen, die durchweg günstige Kilo Preise haben. Das dauert auch nur einen Tag.

 

Wer sich weitergehend über Kambodscha informieren will und Infos sucht, die den Rahmen hier sprengen würden, z.B. Sehenswürdigkeiten, Geschichte, andere Orte usw. dem empfehle ich den Reise Know How Kambodscha Führer von Andreas Neuhauser.

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