Was ist wo in Havanna? Vedado

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Kümmern wir uns nun etwas um die Orientierung in Havanna. Wir treiben uns meistens in den Stadtteilen Vedado, Centro Habana und Habana Vieja herum, hier sind die meisten Sehenswürdigkeiten, Discos, Bars usw. usw. Und Touristen, was die Chicas magisch anzieht...

 

Zuerst schauen wir uns Vedado an (map). Dieser Stadtteil macht vor allem einen sehr aufgeräumten Eindruck. Er wird auch als das wirtschaftliche Zentrum Havannas bezeichnet. Die Orientierung ist leicht, das merkt man sofort, wenn man auf die Karte schaut - alles ist fast schachbrettartig angeordnet und die Straßen sind auf der einen Achse nummeriert, auf der anderen haben sie Buchstaben. Vedado grenzt östlich an das Centro an, westlich an Miramar. Im Norden ist der Stadtteil vom Malecón begrenzt.

 

Das Flair ist ein besonderes, viele Art Déco Bauten in entsprechenden Farben, die Pastelltöne und das Licht erinnern fast etwas an Florida bzw. Miami. Kein Wunder, es liegt ja gleich um die Ecke, jedenfalls geografisch. Politisch allerdings liegen momentan noch Welten dazwischen. Direkt am Malecón stehen allerdings ein paar hässliche, riesige Kästen.

 

Ich habe mich wohlgefühlt in Vedado, jedoch ist es so, “zentral” ist was anderes. Es ist doch irgendwie ein “Vorort” von Havanna, abends werden die Bürgersteige früh hochgeklappt und die einzeln stehenden Häuser und Villen erinnern irgendwie an Vorstadt. Für mich persönlich ist Vedado als Standort für einen Spaßurlaub nur zweite Wahl. Ich muss aber betonen, dass das rein subjektiv ist, andere finden hier u.U. genau das, was sie suchen.

 

Im Stadtteil befinden sich einige gute Restaurants (s. Buchtipp) und spaßtechnisch wird man auf der “La Rampa” (Calle 23) fündig und um da Hotel Habana Libre herum (map). Tipp: Salon Rojo. Dazu später mehr.

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Was ist wo in Havanna? Centro

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Habana Centro (map) ist das eigentlich “alte” Havanna, das ursprüngliche, das Original, wenn man so will. Es ist nicht das Zentrum Havanna, wie man denken sollte, weder touristisch, noch geografisch. Und obwohl dieser Stadtteil zwischen dem modernen Vedado und dem hochtouristischen Habana Vieja liegt, kommen nur wenige Touristen hierher. Die Kubaner sind mehr oder weniger noch unter sich.

 

Wer wissen will, wie Kubaner leben, kann es hier am besten beobachten. Die Modernisierung der Altstadt ist im Centro noch nicht angelangt; die Leute wohnen in den oft wirklich nur als “abbruchreif” zu bezeichnenden Häusern und von einem Monatslohn, den ein Tourist mal eben im Café liegen lässt. In manche Wohnungen regnet es rein, Halbverfallenes steht neben schon aufgegebenen Häusern und neben solchen, die noch einigermaßen in Schuss sind.

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Die Möglichkeit, Casas zu vermieten, hilft vielen Leuten hier und es wird entsprechend einiges angeboten an Wohnmöglichkeiten. Ich selbst habe einige Wochen im Centro gewohnt und mich total wohl gefühlt. Der Blick über das Viertel auf die Dächer bei jedem Wetter und Licht, die typischen Geräusche, die so wohl nur hier von der Straße herauf an unser Ohr dringen, die Atmosphäre, fast surrealistisch, all das ist etwas Besonderes und kaum zu beschreiben. Man muss es erlebt haben. Das Leben, die Szene hier ist authentisch.

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Aus meinem Tagebuch

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Was ich tagsüber gemacht habe:

Zuerst in die Bank, mit zwei Kreditkarten je 1000 CUC abgehoben am Schalter (Pass vorlegen), in der Banco Metropolitano in Vedado geht neben Visa auch Master Card. Ist wie alles hier etwas langwierig und umständlich, anstehen, warten, warten, warten. Für 200 € oder so lohnt das nicht. Vor dem Automaten ebenfalls eine lange Schlange.

Derart aufgefrischt gehe ich ins Hotel Presidente für Internet, Überraschung, heute gibt es keine Prepaid Karten. Essig. „In einer Stunde“ meint der Kollege an der Rezeption. Wie lange so eine „una hora cubana“ dauert, ist aber ziemlich ungewiss. Zum Glück habe ich noch ein paar Minuten auf der Karte von gestern, das reicht für die Mails und das Nötigste.

Lasse mich mit dem Weitwinkel ausgerüstet zum Capitolio fahren, will noch mal einen Oldtimer mieten für eine Stunde. Ich sehe da an der Ecke aber den Cabrio Doppeldecker Touri Bus stehen, mit dem ich eh auch noch fahren wollte und steige in den ein. Kostet fünf, die Rundfahrt dauert 1:45. Von da oben lassen sich auch ganz prima Pics und Vids machen, ganz in Ruhe. Werde ich noch mal wiederholen bei Gelegenheit, am besten früh morgens wg. des Lichts. Jetzt am Nachmittag ist’s aber auch ganz OK.

Brauche dringend Wasser fürs Casa, wo zum Henker gibt’s hier Wasser... offenbar nur in den Supermärkten, die aber dünn gesät sind. Lasse mich vom Capitolio zu der Shopping Mall gegenüber des Melia Cohiba Hotels fahren, kostet fünf, das ist ein normal guter Preis. Hier gibt’s alles zu kaufen, nach drei oder vier Schnappschüssen mit der umgehängten Cam wird mir aber bedeutet, Fotografieren sei hier verboten. Das gibt’s ja auch in Thailand z.B., völlig bescheuert... Heute macht jeder unbemerkt Pics und Vids mit den immer besser werdenden Smartphones. Und soooo viele Geheimnisse hat dieser schlecht bestückte Supermarkt auch nicht zu bieten. Aber vielleicht ja gerade deshalb?

Lege mir einen 12er Pack Wasser in den Korb und ein paar Softdrinks. 9,95 soll das kosten, ich gebe der Kassiererin einen 50er, sie meint „Pasaporte?“ Häää? Hab ich nicht dabei, meine Meilenkarte will sie nicht, winkt stattdessen ab und prüft den Schein genauer auf Echtheit. Die Nummer wird auf einem Zettel eingetragen, was braucht die meinen Ausweis, ich bin eh auf jeder Sicherheitskamera hier zu sehen. Dann gehe ich raus bzw. versuche es, ich soll am Ausgang erst den Kassenzettel vorlegen, den ich nicht habe und erst holen muss. Mann, Mann, Mann.

Habe es schon mal versucht, für das kurze Stück zur Casa wollen die Taxler drei, lassen sich auch heute nicht runterhandeln. Letztens bin ich gelaufen, heute mit dem ganzen Zeug zahle ich halt die drei. Billiger wird’s nicht...

0538Nach dem Essen, heute gibt’s mal Hähnchen, ist K. schläfrig. Da die Casa de la Musica angeblich erst um 23 Uhr aufmacht, heißt es, die Zeit totzuschlagen. Schon wieder ficken, nee, das artet in Arbeit aus. Sie legt sich ab und ich gehe auf die Terrasse zum Chillen. Bin auch müde. Beschließe, sie schlafen zu lassen und morgen auszuchecken. Morgennummer, Mundschuss, mit 50 verabschiedet. Nein, heute sehen wir uns nicht, sage ich, es gibt ja immer die Probs mit der Polizei und ständig im Casa abhängen ist etwas langweilig. Sei kein Problem, meint sie. Morgen? Vielleicht, ich texte dir, sage ich, „maybe“, mit entsprechende Handbewegung.

Ich gehe ins Presidente fürs Web, funzt richtig gut hier. Kaufe zwei Tickets für je eine Stunde und muss nur einmal die vier CUC „Verzehr“ zahlen. Aha! Also am besten gleich ein paar von den Teilen zu kaufen, sie verfallen erst nach einem Monat.

Frühstück im Casa, ich muss leider die zweite Portion Fisch canceln, da jetzt wieder allein. Heute ist‘s wolkig, mal sehen was ich mache. Habe Kopfschmerzen. Könnte hier bleiben und mal einen Plan machen was genau ich noch unternehmen will in Havanna. Sinnvoll wär’s...

Genau das mache ich, hier gibt es noch viel zu entdecken und ich möchte nicht allzu viel übersehen, von dem ich später sage „hätte ich mal...“ Die Liste wird lang und länger, ziehe etliches aus dem mitgebrachten Reiseführer. Das Wetter wird dafür schlechter und schlechter, zuerst Regen, dann Sturm. Sieht schön aus von hier oben im achten Stock mit 180° Rundblick aus dem Trockenen.

Nach zwei Stunden Schlaf hat der Regen aufgehört, der Sturm nicht, ich sehe die Brandung auf dem Malecón an die 50 - 80 Meter hoch spritzen. Werde mich nach dem Essen mal rauswagen, Luft um die Nase wehen lassen, gut, dass ich eine Jacke dabei habe.

Ja, das Essen; meine Hausköchin läuft nun wahrlich zur Hochform auf. Der Fisch ist wieder super, mit frittierten Bananen und Reis, einem riesigen Salatteller, der aus drei oder vier verschiedenen Salatsorten besteht incl. einer ganzen Avocado, all das angerichtet wie für ein Kochbuch Fotoshooting... ich habe echt zu kämpfen, schaffe aber alles, bis auf den Reis. Und eine Portion den leckeren kubanischen Eises geht auch noch, jetzt langt’s aber. Werde hier immer fetter. Für preiswerte 15 CUC.

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