Aus meinem Tagebuch

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0227Das Hotel Melia Cohiba (map) liegt 15 Fußminuten von meiner Casa entfernt, das ist eigentlich zu viel, nur um ein paar wenige Fulas (CUC) zu sparen. Nachdem ich mich am Internet Schalter melde, geht dann auch der Code für die Freischaltung. Mails lesen geht so lala, Seitenaufbau sehr, sehr zäh. Warten ist angesagt, warum sollte das ausgerechnet beim Internet hier auch anders sein...

Auf dem Hin- und Rückweg werde ich am Malecón von Chicas angesprochen, die gleich zur Sache kommen, alle nicht mein Typ. Es ist kurz vor der Dämmerung, auf dem Rückweg ist es dunkel.

Gehe gegen 22 Uhr ins Restaurant Waoo, gegenüber Hotel Habana Libre (map) (Fidels Hauptquartier in der ersten Zeit nach der Revolution) in der Calle 25 in Vedado, ein ziemlicher Kasten, ebenso wie das Melia Cohiba, was die Größe angeht. Das Restaurant ist ein Tipp aus meinem Reiseführer, zu Recht. Ich esse Rinder Carpaccio, Salat mit Ziegenkäse und kleinen, getrockneten Feigen, dann ein Hähnchenfilet auf Gemüse mit einer mir unbekannten Beilage, ein Püree, lecker wie alles. Zwei Softdrinks, zwei Kaffee, ein Cheesecake, macht 35 CUC. Superliebe Bedienung. Werde wohl wieder mal hingehen.

0229Ich suche und finde die Disco Cocktail Habana auf der La Rampa (Calle 23) (map), wenig Weiber, nicht viel los. Draußen zwei annehmbare Mulattas (Dunkelbraune), ich frage eine, wie sie heißt, sie tippt mir in ihr Smartphone der neueren Generation ein: „80“. Auf dieser Basis möchte ich nicht verhandeln oder mich gar weiter unterhalten und lasse die Torten einfach stehen. Halten sich für besonders schön, in meinen Augen unterer Durchschnitt.

Dann latsche ich an den Malecón runter, fast nur alte Weiber, Pärchen, Schwuchteln und Doofe. Es ist nach Mitternacht, ist es die Zeit? Irgendwas stimmt nicht. Ansonsten wäre er völlig überbewertet, der Malecón. Hardcore, nicht blasen und hohe Preise. Brauch ich nicht, muss nicht mehr auf Biegen und Brechen was abschleppen, lasse mich von einem illegalen Taxi für zwei CUC ins Casa fahren. 

Mahlzeit!!!

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Nach den nicht anders als “Desaster” zu bezeichnenden Erfahrungen, die ich vor Jahren in Santiago de Cuba diesbezüglich machte, war ich in Havanna durchaus positiv überrascht, was das Kulinarische angeht. Sowohl Angebot und Qualität, als auch die Preise kann ich als günstig bis angemessen bezeichnen. Es gibt eine Menge privater Paladare, das sind ursprünglich “Wohnzimmer Restaurants”, in denen man oftmals in sehr privater Atmosphäre bekocht wurde. Die Beschränkung, dass so ein Paladar maximal 3 Tische und 12 Stühle haben darf, ist zum Glück Geschichte. Paladares sind eine sehr gute Möglichkeit gut und günstig zu essen. Allerdings kann man auch beim Essen reinfallen. Man muss also selbst etwas ausprobieren, oder man hat die eine oder andere Adresse - die Ihr hier von mir bekommt.

 

0233Zuerst möchte ich meinen Lieblings Paladar in Havanna nennen, es ist das “Doña Blanquita”. Gibt’s schon seit 20 Jahren. Es befindet sich mitten auf dem Prado und ist nicht zu übersehen, wenn man in der Mitte dieser Prachtstraße entlang läuft, denn sie haben einen Balkon, der weithin sichtbar ist. Wenn man vom Capitolio zum Malecón läuft, ist es etwa in der Mitte auf der linken Seite (map). Wer in den Kolonnaden unterwegs ist, läuft allerdings leicht dran vorbei - die Hausnummer ist 158.

 

Man geht eine lange, enge Treppe hoch und kommt in wunderschön renovierte Altbauräume mit sehr hohen Decken, Stuck usw. Sehenswert (s. Fotos). Das Essen ist wirklich sehr lecker, meine Favoriten waren die Fischspieße und das Kaninchen Stew. Und natürlich meine geliebten Tostones (frittierte Kochbananenscheiben) mit Knobi und viel grobem Salz. Alles ist sehr frisch und toll dekoriert. Die Preise bewegen sich dafür am unteren Limit - für ein Hauptgericht, zwei Softdrinks, Dessert (Flan!) und Kaffee hat man ca. 15 CUC auf der Rechnung. Das muss man aber erst mal aufessen... reichlichst. Sie haben auch Langusten (oder ist es Hummer, ich mag die nicht) zu günstigen Preisen. Die Bedienung ist nett, zuvorkommend und geduldig. Unbedingt ausprobieren!

 

Bei einigen Essensfotos liegt ein Bedienungsfehler vor, ich habe meine neue Hosentaschenknipse falsch eingestellt (Makro), sie sind teils unscharf geworden, ich bitte um Entschuldigung.

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Was in den Casa Particulares auf den Tisch kommt, ist meist auch nicht zu verachten. Zwei meiner drei Casa Wirtinnen haben für mich gekocht und es war immer spitze und mit Liebe gekocht und serviert. Preise je nach Hauptgericht und Casa 8 - 15 CUC (Frühstück 3 - 5 CUC). Am billigsten sind in Kuba Hühnchen, Fisch und vor allem Rind ist teurer. Es war oft kaum/nicht zu schaffen. Denn es gibt meist verschiedene Beilagen und Salat, manchmal Dessert alá Casa. Sprecht es mit Eurer Casa ab, die Leute freuen sich, wenn sie etwas dazuverdienen können.

 

Sehr gut gegessen habe ich auch im Restaurant Waoo gegenüber dem Hotel Habana Libre (map). Es ist ein kleines Restaurant mit sehr zuvorkommender und fähiger Bedienung. Das Essen ist superlecker. Es ist allerdings nicht ganz so billig, ich würde sagen angemessen. Ich hatte bei meinen zahlreichen Besuchen zwischen 30 und 40 CUC auf der Uhr, dann habe ich es aber auch krachen lassen.

 

Weiterhin empfehlenswert: das Castropol am Malecón (map). Ein etwas feineres Restaurant mit guter Speisekarte und leckerem Essen. Oben ist alles eher nüchtern und mit weißen Tischdecken, man kann dort auch draußen sitzen und auf den Malecón schauen. Gut für die Raucher. Unten ist es etwas rustikaler ausgestattet. Preise angemessen.

 

0689Es fehlt nicht an über die Stadt verteilte Restaurants, Bars und Cafés, vor allem in der touristischen Innenstadt, wo auch Speisen auf den Tisch kommen, oft Kleinigkeiten. Für die Durstigen ist auch immer und überall gesorgt. Was hingegen an fahrbaren Ständen verkauft wird, ist vernachlässigbar. Meist sind es nur Bananen und ein paar Orangen.

 

Reingefallen bin ich auch mal, in einem Paladar im Centro war das Essen wirklich mies, ich hab’s stehenlassen, zudem teuer (Fotos: “Graffiti Wände”).

 

In den Peso Restaurants war ich nicht, es ist sehr einfach und es trieft vor Fett. Ebenso in den “Rapidos”, das ist so eine Art Schnellimbiss, den es überall gibt in Kuba. Die Pizza ist nicht wirklich essbar, OK, mal ein Sandwich aus der Mikrowelle geht vielleicht (die Fotos von der Pizza unten sind allerdings schon aus einer “richtigen” Pizzeria in Varadero).

 

Tipp: immerhin sind die Rapidos eine gute Adresse, um Chicas kennen zu lernen, man kommt sehr  schnell in Kontakt.

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Aus meinem Tagebuch

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Kuba ist umständlich. Das war mir ja auch klar. Auch, dass und wie es damals in Santiago de Cuba und Baracoa nervte - und dass es wieder nerven würde. Vergessen hatte ich, wie sich das anfühlt... jetzt weiß ich es wieder.

Sie kommt, voll aufgebrezelt, Hot Pants, High Heels und knappes Top. Wir fahren ins Waoo Restaurant. Allerdings muss ich sie zunächst im Hausflur der Casa zurücklassen um ein Taxi zu suchen, mit dem fahre ich zurück zur Casa, picke sie auf, weiter zum Restaurant, ich als erster raus gegenüber der Kreuzung, nach einer Minute folgt sie. Die Polizei ist überall und macht ihr massiv Ärger, wenn sie erwischt wird. Vedado ist von daher nicht ideal als Wohnort.

Wir müssen ein paar Minuten an der Bar warten, es ist Samstagabend, alles voll. Ein ziemlich deutsch aussehendes Ehepaar Mitte 60 sitzt auch an der Bar, sie schaut mich giftig an, als sei ich ein Kinderschänder. Man fragt sich wirklich, wie bescheuert manche Leute drauf sind. Ich entgegne ihren wütenden Blick frech- freundlich und schaue ihr tief und lang in die Augen, sie knickt frustriert ein. Ihr Gatte tut so, als bekäme er es nicht mit.

Das Essen ist super. Ich nehme wieder das Beef Carpaccio und ein Rindersteak. Die Beilagen sind allerdings winzig. Sie nimmt Shrimps, die kommen am Spieß, scheinen gut zu sein. Dann zwei mal vom guten Cheesecake, incl. zwei Kaffee, zwei Softdrinks und zwei Mojito habe ich 60 auf der Uhr.

Sie ruft den Taxler von vorhin an, dessen Nummer sie sich hat geben lassen, es dauert ein paar Minuten, dann steht er vor der Tür. Umgekehrtes Prozedere, zuerst sie, nach einer Minute ich. Wir fahren ins Centro, in der Straße, wo ich sie traf (Prado), ist eine Disse namens „Adlon“. Sie zuerst rein, ich solle fünf (!!) Minuten warten und dann nachkommen. Sie kommt nach einer Minute zurück, sie wurde nicht reingelassen, Dresscode. Wohl overdressed, haha. Offenbar zu nuttig. Frust. Sie will erst gar nicht mehr die Kneipe wechseln, sondern lieber mit mir in die Casa. Hallo? Ich bin ein alter Sack, sie ist jung und es ist Samstag. Es de noche!!! Die stehen hier wohl alle tierisch unter Druck. Wir kaufen noch ein paar Cristal unterwegs, acht Flaschen für einen Zehner.

Der Taxler ist wirklich nett, ich unterhalte mich darüber auch mit meiner Chica, nennen wir sie K., sie ist auch der Meinung, die Fahrer der alten Karren sind immer die fairsten. Er bemängelt auch, dass hier alles so problematisch sei, “ALLES!!!“. Ich sage, vielleicht ändert sich das ja mal eines Tages, worauf er so was meint wie, dazu müsse erst die „bärtige Familie“ verschwinden. Ist nachvollziehbar.

In der Casa gebe ich ihr ein paar Klamotten bzw. lege die Tüten hin, sie stürzt sich drauf und probiert alles an. Sie hat das schwarze Netz Zeug an und zerrt mich von der verglasten Veranda, man könnte es auch Wintergarten nennen, ins Schlafzimmer, zieht mir die Boxershorts vom Ständer, sich den Netz Slip zur Seite und steckt ihn sich rein. Das Mädel ist wirklich schwanzgeil. Ich drehe sie, dabei noch halb auf der Bettkante sitzend, halb liegend, herum und lasse sie mich rücklings abreiten. Dann ein paar Positionswechsel, schließlich Mundschuss, wobei sie vor dem Bett kniet und ich auf dessen Kante.

Noch etwas Klönen in Spenglisch, schließlich ins Bett. Die hier in der Shopping Mall Galerias Paseo (gegenüber Hotel Melia Cohiba in Vedado, im gleichen Gebäude befindet sich das Jazz Café) gekauften Musik DVDs (zwei CUC/Stück) sind schon etwas langweilig nach einer Stunde. Es ist ein Uhr.

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Morgens lasse ich sie blasen, kann aber nicht abspritzen. Ich breche irgendwann ab. Was ist los. Letztlich merke ich ehrlich gesagt doch, mein Typ ist sie eigentlich nicht wirklich, obwohl hochbegabt und willig – Latina halt. Ich checke sie mit den abgemachten 50 aus, sie will abends vor acht hier sein, essen bei Mama alá Casa. Die Stimmung beim Abschied ist gedrückt, bei mir, weil ich nicht abgespritzt habe, bei ihr, weil sie mich nicht zum Abspritzen brachte. Da ist die Künstlerehre einer Latina schon mal verletzt. Ich texte ihr später, um sicherzugehen, dass sie kommt, keine Antwort.

Was tun, ein Essen bestellen, oder zwei? Rufe sie über das Casa Festnetz an, jemand geht ran, entweder es ist eine Freundin, oder sie will mich nicht kennen. Aufgelegt. Dinner for one.

Das Net im Hotel Presidente ist schneller als das im Cohiba, aber ich muss 8,50/Stunde zahlen, das ist incl. vier CUC Verzehr. Später merke ich, wenn man mehrere Tickets kauft (je eine Stunde), muss man die vier CUC „Verzehr“ nur einmal zahlen, das macht es deutlich billiger. Obwohl, der Kaffee hier ist super und ein Wasser dazu geht immer. 

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