Aus meinem Tagebuch

1587

Morgens gleich an den Strand am Tropicoco, der Bus ist gerammelt voll. Schönes Wetter, Sonne wechselt sich mit weißen Sommerwolken am strahlend blauen Himmel ab. Ich esse am Beach als erstes einen Fisch mit den üblichen Beilagen, nicht zu groß, reicht grade als Frühstück. Kostet 11 CUC. Zwei Sonnenschirme und zwei Liegen (hab keinen Bock meine Klamotten in den Sand zu legen) kosten satte 8. Lecker Piña Colada aus dem Pappbecher drei CUC.

1574Das Wasser ist toll. Wenn die Sonne weg ist, ist es wegen des Windes fast zu kalt. Ich laufe etwas rum und schieße ein paar Strandmäuse mit der Hosentaschenknipse ab, nichts Dolles, bis auf eine, die die Nase ganz oben trägt.

Abends vor dem Essen latsche ich einen Stunde mit dem neuen Fisheye Objektiv rum, experimentiere, ja, ein paar der Aufnahmen sind trotz Dunkelheit und frei Hand ganz brauchbar. Witzig, das Teil.

Gegen Mitternacht mache ich mich auf ins Deauville, nur um festzustellen, dass der Laden Montags dicht ist. Also mit dem Taxi (3) zum Adlon, auch dieser Taxler kennt es nicht, schon komisch. Ich muss ihm den Weg zeigen. Aber auch hier ist nicht viel los, als einzige Brauchbare ist die Chica da, die mich letztens ein paar Mal „verpasst“ hat und die deswegen etwas sauer ist. Das habe ich schnell mit einem Dringo und einer Packung Kippen (zus. etwa 5) wieder eingerenkt. Es gibt nicht viel zu reden, ich gebe ihr drei fürs Taxi und laufe vor.

1576Bin kaum an der Casa, da kommt sie auch schon mit dem Bicitaxi vorgefahren. Action wie gehabt und gut, Mundschuss, nachdem sie mich zuerst auf dem Blase Sessel und dann im Bett vor dem Spiegel verarztet hat. Diesmal weiß sie sofort, was zu tun ist, als ich ihr die Flasche mit dem Babyöl reiche. Na also, geht doch. Vögeln wieder nicht, allerdings hat sie eh ihre Tage. Da hat sie doch einen Schnapper gemacht mit den 40.

Sie ist ganz nett, ich schenke ihr noch eine Zahnbürste, einen Einmalrasierer und ein paar Socken, nach denen sie mich fragt, weiß der Henker, was sie damit will. Irgendwas mit Fußproblemen nach zu viel Tanzen. Außerdem eins der Kostümchen, es ist gelb, nachdem ich ein paar Schnappschüsse von ihr gemacht habe. Morgen ist mein letzter kompletter Tag, das Zeug muss eh weg. Sie freut sich einen Wolf.

*****

Stehe nachmittags am Malecón und warte auf ein Taxi nach Vedado. Auf der gegenüberliegenden Seite laufen zwei Mäuse, eine Hässliche und eine Süße. Sie hat lange Beine, die richtigen Proportionen, ganz schön was in der Bluse, ein süßes Gesicht und lange, dunkle Haare. Allerdings stecken die beiden in Schulmädchenuniformen, wie man sie um die Uhrzeit überall sieht in Havanna. Wie alt sind die beiden bzw. wie alt können Schulmädchen hier sein? Bei den Negras und vor allem Latinas (sie ist eine) verschätzt man sich ja leicht nach oben, soll heißen, sie sehen gern älter aus. Vielleicht bin ich als „alter Asiate“ halt auch nur das Gegenteil gewohnt, in Asien sehen die Chicks ja für das ungeübte Auge meist viel jünger aus, als sie sind. OK, aber gucken darf man ja mal.

1578Und hoppla, das tun die auch, bemerken meinen Blick, grinsen, als ich eine Hand auf meine Brust lege und beschleunigten Herzschlag andeute, grinsen sie noch breiter, wechseln nach ein paar Metern plötzlich auf meine Straßenseite und setzen sich ca. 50 m entfernt auf die Malecón Mauer. Heute ist es sehr windig, Gischt spritzt an manchen Stellen auf die Straße. Ich schlendere auffällig unauffällig auf die beiden zu und setzte mich neben sie, mit Anstandsabstand von 50 cm. „Holla!“ sage ich, man grinst und grüßt zurück.

 

Kurzes Gespräch wie es geht usw. Dann die Frage nach ihrem Alter: „16“ sagt sie. Schade. Aber da hilft nur eins, und das konsequent und grundsätzlich: Finger weg! Ich verabschiede mich freundlich, aber umgehend und lasse die beiden zurück, als auf der anderen Straßenseite ein Taxi stoppt und ich hinüber gehe. Die Maus sieht etwas enttäuscht drein, sie hatte irgendwie gern mit mir gesprochen und offenbar drauf gewartet, dass ich sie anbaggere – wie auch immer. Vielleicht waren die beiden ja auch nur auf Brieffreundschaft aus oder so. Wie auch immer, Pfoten weg und sich aus dem Staub machen ist die einzig gesunde Möglichkeit, damit umzugehen. Oder 20 Jahre Cubi Bau.    

1579

 

1580

 

1581

 

1582

 

1583

 

The Last Order

1589

Laufe gegen 19 Uhr durchs Centro, will mir eine Nutte suchen, letzter Abend, noch mal was anderes als die Disco Hühner. Nichts. Dann in Richtung Capitolio, in den Kolonnaden stehen auch oft welche. Nicht so heute. Es ist allerdings auch ziemlich kalt. Erst als ich am Floridita vorbei in Richtung Calle Obispo gehe, sprechen mich zwei ältere, auf den ersten Blick erkennbar abgebrühte Modelle an, nein danke.

1591Die Obispo runter, nach 100 Metern steht eine an der Ecke. Als ich näher komme, sehe ich, es sind vier an der Zahl, die anderen haben sich in eine windstille Ecke verkrümelt und sind von der Straße aus erst auf dem letzten Meter sichtbar. Sie ist ganz süß finde ich. Sie lächelt mich an, kurzes Spenglisch Gespräch, d.h. sie kann eigentlich nur Spanisch. Sie bläst und Mundschuss geht auch sagt sie, ich glaube ihr. Sie will 50, ich sage, das ist viel, ich könne 40 zahlen. Alles klar. Wir gehen zusammen zurück zu dem kleinen Platz am Floridita, dort stehen Taxen. Ich halte fünf Meter Sicherheitsabstand, keine Ahnung, ob das überhaupt nötig ist. Ein Polizist kommt uns entgegen und nimmt uns nicht wahr.

In der Casa frage ich nach ihrem Alter, sie ist 19, heißt M. und ist schneeweiß. Wir duschen zusammen, sie wäscht mir die tragenden Teile. Das Mädel ist tatsächlich richtig lieb, relaxt und wie sich später herausstellt, auch ganz talentiert. Sie will wie alle zuerst das Geld, ich widerspreche kurz halbherzig, nein, OK, ich gebe es ihr. Hab mich fast dran gewöhnt und auch hier gibt es weder irgendein Problem, noch schwache Leistung oder Nachkobern oder sonst was in der Richtung.

Sie ist ganz sauber, wie ich erfreut bei einer Schnüffelprobe feststelle. Die Sache mit den Vorurteilen – aber es ist tatsächlich so, bisher waren die meisten Schwarzen ziemlich schmutzig, um es nett zu sagen, nur die Weißen waren sauber.

Allerdings will auch sie nur mit Kondom reinstecken, auch daran hab ich mich schon fast gewöhnt. Bin mit Blow Job und Mundschuss zufrieden.

1593Zuerst auf den Blase Sessel, ich gebe ihr eine der Gogo Uniformen, die ich dabei habe, ziehe sie ihr bald darauf aber wieder aus, die ist ihr tatsächlich zu groß, dabei ist es schon die kleinste Größe (gekauft in Thailand). Sie hat kleine Spitztittchen und einen kleinen, runden Hintern, der sich fest und gut anfühlt. Später auf dem Bett lässt sie sich problemlos fingern, sie ist gut nass. Nur meine Rosette mag sie nicht anfassen. Dafür saugt sie mich, als ich komme, gut ab bis zum Schluss, kein Tropfen geht daneben.

Ja, die Maus würde ich wieder buchen, süß. 

 

*****

 

Am letzten Tag, ich habe Zeit bis 15 Uhr, danach Kofferpacken, fahre ich morgens noch mal zum Morro, lohnt für Fotos. Es gibt Wellen, die über den Malecón krachen und dann kommt sogar die Sonne raus. Allerdings ist es arschkalt, ich hab zum Glück die Jacke drüber gezogen.

Lasse mich zur Calle Obispo fahren in der Hoffnung, dort für einen Abschluss Abschuss geeignetes Personal zu finden; Fehlanzeige. Die Mädels stehen hier wohl nur nach dem Erscheinen der Säufersonne. Zwar werde ich hier und da angefunkt, mein Typ ist jedoch nicht dabei. Ich esse noch mal was in der Obispo, in einem Paladar die Treppe rauf, eine Empfehlung des Pärchens vom Tropicoco – geht so. Dann trolle ich mich langsam und mach mich startklar zum Rücksturz zur Erde.

Ich hatte vergeblich versucht über Mail bei Condor ein Upgrade zu bekommen, die Erinnerung an den Schrebergärtner vom Hinflug lässt mich erschaudern. Ich solle doch anrufen, man habe viel zu tun. Haaaa ha. Der war wohl noch nie in Kuba. Man teilt mir immerhin mit, dass derzeit noch Platz sei und ich das Upgrade zum Preis von 293 € am Counter erhalten könne.

Ich bin pünktlich am Airport und tatsächlich, EIN Platz ist noch da. Der kostet allerdings 521 CUC, zahlbar NUR in CUC und NUR in Bar. Der andere Preis war der für Upgrade von Eco auf Premium Eco. Haben wohl wirklich viel zu tun bei Condor derzeit, falsch gelesen. Egal. Zufällig habe ich noch so viel CUC dabei, ich habe etwas mehr umgetauscht, da man ja hier am Airport problemlos CUC in € zurücktauschen kann. Hatte ich gelesen... das kann man in der Halle mit den Check In Countern, auch nach der Immigration in der Wartehalle. Ich zahle die obligatorischen 25 CUC Airport Steuer an dem dafür vorgesehenen Schalter.

Durch die Immi geht schnell und problemlos, von Zoll habe ich nichts gesehen und gehört. Die Sicherheitskontrollen gehen noch fixer, niemand will in mein Handgepäck sehen, was normalerweise immer der Fall ist, da viel Elektronik Krempel dabei.

Ich habe immer noch ein paar CUC und will die nun in der Abflughalle wechseln. Der Schalter ist geöffnet und hell erleuchtet, aber weit und breit kein Mitarbeiter. Ich warte eine geschlagene halbe Stunde, keiner kommt. Interventionen von mir und anderer Warteschlangensteher bei irgendwelchen Uniformträgern fruchten nicht; die Dame sei halt nicht da, man solle warten. Ein Chef oder ein Telefon steht nicht zur Verfügung. Bei manchen Sachen kann ich einfach nicht ruhig bleiben, ich ärgere mich. Haut die Tante einfach ab und lässt den Schalter, wie er ist, geöffnet und hell erleuchtet.

 

Ich gehe in die Lounge und esse ein paar popelige Brötchen mit etwas Käse und irgendwas, es gibt auch eine Kühltheke mit Drinks. Schließlich wird der Wechselschalter doch besetzt, ich kann es durch die Fenster der Lounge beobachten, mit einem Mann. Ich wechsle zu einem schlechten Kurs die CUC zurück und bin froh, nun alle Formalitäten erledigt zu haben.

Cars!!!

1595

Zum Abschluss noch ein paar Oldtimer, Freunde? Wann bekommt man schon mal so viele und so schöne alte Autos zu Gesicht... also los!

1596

 

1597

 

1598

 

1599

 

1600

 

1601

 

1602

 

1603

 

1604

 

1605

 

1606

 

1607

 

1608

 

1609

 

1610

 

1611

 

1612

 

1613

 

1614

 

1615

 

1616

 

1617

 

1618

 

1619

 

1620

 

1621

 

1622

 

1623

 

1624

 

1625

 

1626

 

1627

 

1628

 

1629

 

1630

 

1631

 

1632

 

1633

 

1634

 

1635

 

1636

 

1637

 

1638

 

1639

 

1640

 

1641

 

1642

 

1643

 

1644

 

1645

 

Fazit

1647

Das war’s für diesmal! Mein Fazit: Kuba hat mich nach all den Jahren wirklich angenehm überrascht. Die Leute sind super drauf und total liebenswert, wenn man sich etwas ein- und umstellt und sich in ihre Lage versetzt, verzeiht man ihnen leicht die klitzekleinen “Gaunereien”, mit denen versucht wird, irgendwie an die lebensnotwendigen Pesos zu kommen - und das immer mit Witz, einem Lächeln und einem zwinkernden Auge.

 

Was die Faszination Kubas ausmacht sind die Menschen, deren „unkaputtbare“ Lebensfreude und ihr Optimismus, die Langsamkeit der Uhren, die einen selbst nach ein paar Tagen innerlich zur Ruhe kommen lässt und die Schönheit der Landschaft.

 

Havanna ist einfach nur genial. Diese wunderschöne Stadt muss man lieben! Wer in einer Casa irgendwo in der Altstadt wohnt, lernt die Lebensweise der Kubaner kennen und schätzen und fühlt sich schnell auf magische Weise zugehörig.

 

Havanna ist alles gleichzeitig: neu, alt, aufregend, melancholisch, zum Heulen traurig, zum Schreien lustig, temperamentvoll, vor Energie sprühend und gleichzeitig in einem Dornröschenschlaf liegend, aus dem es (noch) nicht wachgeküsst wurde. Diese Aufzählung kann UNMÖGLICH komplett sein!!! Dir fällt sicher noch mehr dazu ein, wenn Du diese Traumstadt besuchst... wobei ich Dir viel Spaß wünsche. Gut vorbereitet bist Du nun.

 

Ach ja. Vor lauter Emotionalität und Begeisterung für die Lebensfreude und Herzlichkeit der Insulaner hätte ich das Wichtigste fast vergessen. Die Chicas haben ihren eigenen Charme, es sind Vollblutfrauen, die gehändelt werden wollen. So oder so fressen sie uns aus der Hand und geben uns das Gefühl von “echtem” Girlfriendfeeling. Wer stets im Hinterkopf behält, das es sich trotzdem “nur” um “Geschäftsbeziehungen” handelt, wird kaum enttäuscht werden können.

 

Wer Latinas (oder weiße Mädels) mag, wird in Havanna schnell fündig und glücklich. Negras sind seltener, aber auch wer wie ich auf die schwarzen Mädels steht, hat genügend Auswahl.

 

In dem Sinne, nochmals viel Spaß bei Deinem nächsten Trip auf die Isla Grande und

 

“Hasta luego!!!”

 

Besten Gruß

Grubert

 

Bitte schaut auch noch hinten auf die letzte Seite: Stichwortverzeichnis, Maps, Links & Co!

__zurueck
__weiter
[Cuba Newbie] [Inhaltsverzeichnis] [Cuba Newbie 1] [Cuba Newbie 2] [Cuba Newbie 3] [Cuba Newbie 4] [Cuba Newbie 5] [Cuba Newbie 6] [Cuba Newbie 7] [Cuba Newbie 8] [Cuba Newbie 9] [Cuba Newbie 10] [Cuba Newbie 11] [Cuba Newbie 12] [Cuba Newbie 13] [Cuba Newbie 14] [Cuba Newbie 15] [Cuba Newbie 16] [Cuba Newbie 17] [Cuba Newbie 18] [Cuba Newbie 19] [Cuba Newbie 20] [cn201] [cn202] [Stichwortverzeichnis]