Tagsüber in White Beach “City”

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Ein Kessel Buntes von White Beach City gefällig? Ja, es ist bunt, aber anders als am sich in etwa 100 Metern parallel zur Hauptstraße entlang schlängelnden Beachpfad. Es ist irgendwie heißer, stressiger, vor allem staubiger. Zu behaupten, zwei Welten würden dort aufeinander prallen, wäre sicher übertrieben. Trotzdem, hier sind wir den “richtigen” Phils schon etwas näher als am sauberen, relaxten, sonnenüberfluteten Touri Beach. Es ist die gleiche Sonne, die hier scheint, und trotzdem scheint sie ganz anders. Die Postkartenidylle weicht, kaum dass man den Fuß mal 100 Meter in Richtung der Stadt setzt, einem sicher härteren und geschäftigeren, vor allem aber vom Alltag geprägten Treiben. Es ist der Alltag derer, die dort leben und arbeiten, nicht derer, die sich auf dem Honeymoon befinden oder sonst irgendwie kurz der eigenen (Alltags-) Realität entfliehen konnten.

 

Schon die Zufahrt zum noblen Regency ist mit Schlaglöchern übersät, es staubt wie im Zementwerk, wie mag es hier wohl bei Dauerregen aussehen... “Vorne Hui, hinten Pfui” trifft ehrlich gesagt auf so ziemlich alle Hotels an diesem Strandabschnitt zu. Gebaut wird übrigens sowieso an allen Ecken und Kanten. Die ganze, kilometerlange Hauptstraße gleicht einer lang gezogenen Großbaustelle. Dazwischen der Verkehr, das Gewusel der Menschen, die entweder von A nach B kommen wollen und die alle genau durch dieses Nadelöhr müssen, oder die direkt hier an der Straße wohnen, ihren Gemüseladen haben oder einer sonstigen Beschäftigung nachgehen.

 

Auffällig jedoch auch hier die Freundlichkeit der Leute. Klar, wenn Du handgeschnitzte Segelschiffe verkaufen willst und an dem Tag hast Du nichts an den Mann bringen können, dann gehen die Mundwinkel schon mal runter. Ist ja auch wenig lustig. Die Familie braucht Geld zum Überleben, es gibt nichts geschenkt auf den Philippinen. Du musst hart arbeiten für Deine Piso, für Dein Essen. 100 Meter, die eine Welt bedeuten.

 

Trotzdem: Ich habe Bauarbeiter fotografiert, die in der Hitze und dem Staub an der Schaufel waren... mit Gummilatschen und löchrigen T-Shirts, und das im Grunde für einen Hungerlohn, der die Existenz sichern mag, mehr nicht. Und die haben mich alle angestrahlt wie die Honigkuchenpferde... Mach das mal Zuhause.

 

Und überall Kinder. Lachende Kinder. Sie haben nicht viel, ich weis nicht, ob sie unter diesen Umständen wirklich glücklich sei können (oder sollten?), aber eins weis ich: sie sind glücklicher als unser ständig quengelnder Nachwuchs, der den ganzen Tag vor der Glotze oder dem Gameboy sitzt. Die Familie zählt - und ist die soziale Absicherung. Wenn jemand krank wird oder sonst wie in Not gerät, hilft man sich selbstverständlich. Die Generationen scheinen hier miteinander zu leben, eben auch unter einem Dach, und zwar vom Baby bis zur Uroma. Familie halt.

 

Auch auf den Bildern: Etwas außerhalb der Stadt werden so eine Art vierrädrige Motorbikes vermietet, halb Bike, halb Buggi. Überall auf der Insel sieht man (gottlob nur gelegentlich) Kolonnen dieser Fortbewegungsmittel, denn offenbar machen die da geführte Touren. Abenteuer für Arme. Die “Route 66”, die unendliche Freiheit, auf 7 km Länge für Schmierwürste. Ein lächerlicher Anblick, wie sie da so vor sich hinschleichen in ihrer Karawane, weniger gebremst vom Zustand der Straßen oder vom Verkehr als von den langsamsten Teilnehmern ihrer Gruppe. Das sind meist die von ihren Gatten mitgeschleiften japanischen (oder koreanischen?) Ehefrauen. Mit Knie- und Ellenbogenschonern, und mit Halstüchern als Mundschutz, die gerade noch einen Einblick in ihre verzweifelten Gesichtsausdrücke zulassen. Haa haaaaa!

 

Ich sag’s ja immer: Drei Dinge braucht der Mann: Sein Pferd, seine Freiheit, und eine Frau, der er das erzählen kann BIGGRIN

 

Hütten auf Stelzen habe ich in direkter Nähe ausgemacht, auch in anderen Teilen der Insel. Wirkliche Slums nicht. Vielleicht ist die Insel einfach zu klein dafür, und noch mal sei erwähnt, der Tourismus scheint hier allen das Überleben zu sichern. Gut so.

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Food

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Essen? Kein Problem. Die philippinische Küche hat mehr zu bieten, als ich mir zu erträumen wagte. Preise auszuhalten, auch in den etwas besseren Strandlokalen und im Hotel - und gerade dort, es scheint mir hier das beste Preis- Leistungs- Verhältnis zu geben. Verglichen mit Angeles City. z.B. ist Boracay ein Schlemmerparadies. In dieser Bildergalerie findet Ihr ein paar Aufnahmen von Restaurants usw., außerdem von Gerichten, falls ich es denn mal wieder geschafft habe, vor dem Aufessen an das Foto zu denken.

 

Richtig gut gegessen haben wir z.B. in Guilly’ Island (leider keine eigene Homepage). Liegt in der Mitte des Örtchens, dort, wo der Beach fast die Hauptstraße berührt und auch viele andere Bars und Restaurants zu finden sind, genau gegenüber dem Cocomangas (später mehr). Man sitzt entweder oben auf der Terrasse, direkt über dem Strand, oder auf Sitzkissen und an kleinen Tischchen direkt auf dem Sand. Die Speisekarte ist breit, ich habe ein paar Mal Phili Küche probiert, sehr zu meiner Zufriedenheit. Z.B. das allgegenwärtige “Chicken Adobo” (Hühnchen in brauner Soße gekocht), eine Art “Osso Buco”, also eine ‘Beinscheibe vom Kalb, oder das bemerkenswerte “Crispy Pata” dass ist im Grunde nichts anderes als eine gegrillte Schweinshaxe, hier wird sie filiert serviert. Daran kann sich manch bayerische Haxenbraterei messen lassen. Die überbackenen Muscheln fand ich nicht so toll, was Geschmacksache ist. Sie haben auch Thaifood dort, über dessen Qualität ich nichts sagen kann.

 

Auch die Hotelküche des Boracay Regency (Zimmerservice bis spät abends) hat ähnliche Gerichte in ähnlicher Güte anzubieten, zu denselben Preisen. Hier wird das “Crispy Pata” allerdings komplett mit Knochen serviert, freilich schon vorgeschnitten. Dazu gibt es einen speziellen Salat, säuerlich, ich glaube da ist Ingwer drin - man leckt sich alle zehn Finger danach.

 

Es folgt ein Ausschnitt dessen, was man so alles angeboten bekommt... Seafood, Tintenfisch, Lobster (obwohl es sich hier nicht um Hummer, sondern Langusten handeln dürfte, es gibt IMO keine Hummer in der Gegend). Wobei man immer wieder auf Neues trifft, dass z.B. “Iwi” “Chicken Ass” (=Hühnerarsch) ist, habe ich dort gelernt. Aber nicht gegessen.

 

Das koreanische Restaurant gleich beim Regency hab ich auch probiert, und war ziemlich enttäuscht, weil mir die Küche einfach nicht gefällt. War mir zu kompliziert, und die Geschmacksrichtung ist recht ungewohnt für mich gewesen (meist alles in eher bitterer Sojasauce). Meine Else fand es aber klasse.

 

Wie man unschwer erkennen kann, ist das Angebot am Strand auch vom betriebenen Aufwand her völlig unterschiedlich - hier wird auf einem Gaskocher alá Garküche etwas im T-Shirt gebrutzelt, welches der Mama sicher auch gut bei der Hausarbeit steht. Nichts gegen deren Küche, ich will nur mal auf die verschiedenen “Ambiente” hinweisen. Zehn Meter weiter hingegen ist alles picobello und wie geleckt, die Töpfe aus Edelstahl, neu und glänzend.

 

Auch die Garstände mit den üblichen Hühnchen- und Wurstspießen dürfen nicht fehlen. Sowohl am Touribeach, als auch an irgendwelchen Straßenecken. Die (mal wieder über alle vier Backen strahlenden) Kids habe ich vor der Videoke geknipst, freilich probiere ich hier lieber nichts. Zum einen dürfte es sich nicht wirklich um kulinarische Highlits handeln, zum andern gebe ich “Montezumas Rache” möglichst wenig Chancen.

 

Im TESEBEL am Puka Beach haben wir ein paar mal gegessen, eher aus Verlegenheit. War nicht wirklich toll. Die Garnelen in Honigsause hat meine Else verspeist, ich hatte ein viel zu fettes “Pork Adobo”. Das Sinigang mit Sau war allerdings lecker - dabei handelt es sich um eine traditionelle Phili Suppe, mit viel Gemüse und säuerlich. Dabei gibt es am Strand in Puka selbst noch zwei weitere Restaurants, die auszuprobieren ich leider nicht dazu gekommen bin.

 

Den Fisch, “Lapu-Lapu” habe ich im “De Paris” am Beach gegessen, wo es wie gesagt vorzügliche Küche gibt (meine Torte schwor auf die Miesmuscheln in der auch hier bekannten Weißweinsauce). Leider habe ich mich bei der Bestellung verkalkuliert - am Tag zuvor hatte ich “Lapu-Lapu” eine Ecke weiter, da war der Fisch sauer mariniert und als Salat serviert worden, lecker. Dieser hier war gekocht - und nur gekocht. Auf den Philippinen haben sie es allgemein nicht so mit dem Würzen, um es deutlich zu sagen, vieles ist schlicht lasch. Obwohl er frisch war und sicher richtig zubereitet, habe ich ihn nicht runterbekommen, ich Banause.

 

Fastfoodketten gibt es zur Genüge im Örtchen, auch Pizza wird serviert - hier zur Abwechslung mal im Cocomangas. Der Hunger trieb’s rein WINK 

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