Kuta

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Jaaaa... der Strand. Fangen wir mit dem Unvermeidlichen an. Der Strand ist ja der angebliche Grund, warum sich hier alles trifft. Kilometerlang, seicht, schön geschwungene Bucht, feiner Sand. Tausende Leute, bunte Fähnchen und Liegestühle en masse. Haben wir alles auf Malle oder in Rimini auch. Kein Grund, 20 Stunden im Flieger zu sitzen. Oder doch!? Offenbar. Es gibt ja auch die Surfer Scene, in jedem Hotel gibt es Abstellplätze für die Bretter, die jedoch irgendwie immer leer sind. Viele Motorbikes haben extra Haltevorrichtungen für die Bretter, es hat jedoch ziemlich lange gebraucht, bis ich geschnallt habe, wofür die sind, bis ich endlich mal eins gesehen habe, wo ein Brett drauf war. 99% sind leer. Ich habe allerdings auch keine Wellen gesehen, die diese Bezeichnung verdient hätten. Lediglich ein paar Wellchen, die es in der Qualität auch am polnischen Ostseestrand ab Windstärke 3 gibt. Lag sicher am Wetter? Abends dann gemeinsames “Oh ist das schön!” beim Sundowner. Tausende im Rausch kollektiver Gefühlsausbrüche, dabei ist doch jeder für sich. Kann man den Enkeln mal erzählen.

 

Fast glaube ich nicht, dass wegen der Wellen oder des Strandes die ganzen Leute hier sind. Ich glaube, das hat andere Gründe, siehe später unter “Nightlife”.

 

Obwohl, das Publikum in Kuta ist schon ein bunt gemischtes. Neben den Surfern und jungem Partyvolk trifft man auf Rentner, Globetrotter, Neckermänner, vergnügungssüchtige australische Touristinnen, und Einheimische, die ihr Glück kaum fassen können, so vielen halbnackten weißen Touristinnen beim Baden zusehen zu dürfen. Auf reine Sextouristen weniger, Leute, das ist nicht Pattaya hier. Man muss kucken, wo man sein Geld los wird für etwas Spaß.

 

Der Straßenverkehr ist mörderisch. Mein Auto bleibt fast die ganze Zeit im Satriya Cottages, jedenfalls so lange ich nicht nach Außerhalb will. Einmal rausfahren dauert eine Stunde, Reinfahren ebenfalls - mit Pech auch zwei. Für Kuta miete ich mir ein Motorbike, es kostet 75 k/Tag incl. Versicherungen. Damit ist man schneller unterwegs, kommt an den Blechlawinen vorbei schneller ans Ziel. Es besteht Helmpflicht, und man braucht den internationalen Führerschein. Das wird gelegentlich von der Polizei kontrolliert, nicht so sehr mitten in der Stadt, aber sobald man ein paar Straßen weiter raus fährt. Ich bin nachts mal etwas von der Route abgekommen, kein Helm auf, schon hielt mich ein Bulle an, mit strahlendem Lachen wie ein Honigkuchenpferd, per Handschlag und “how are you”, “where you from, where you go, where you stay”. Ich bezahle 100 k und der Freund und Helfer macht sich vom Acker, ich habe seinen Tag gerettet...

 

Beach, Beach, Beach:   

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_z_kuta_map_klKuta bei Tag ist wenig spektakulär. Ein paar Shops und Restaurants, das war’s. Die meisten schlafen lang oder liegen am Pool, und warten auf das Erscheinen der Säufersonne. Kuta ist mit den sich im Norden anschließenden Orten Legian und Seminyak zusammen gewachsen. Ausgedehnte Strandspaziergänge und Motorbike Erkundungsfahrten scheinen mir noch die sinnvollste Tagesbeschäftigung, es sei denn, man gehört zu den Surfern oder anderen Wassersportlern. Erlernen kann man das Surfen am kutanesischen Strand übrigens an mehreren Surfschulen, die Gegebenheiten dafür sollen ideal sein.

 

Die Karte rechts ist nach dem Anklicken weiter vergrößerbar.

 

Ich versuche eine externe USB Festplatte zu kaufen, aber selbst in der Shopping Mall ist die nicht zu bekommen. Ich laufe und fahre ewig rum, bis ich merke, dazu müsste ich nach Denpasar reinfahren, was ich mir erspare. Die Taxler wissen alles und nichts, die Auskünfte sind generell unzuverlässig, auch was das Nachtleben angeht. Ich bin in der tiefsten Provinz!

 

Zwischen dem “vi ai pi” und dem “MbarGO” ist 2002 die Bombe hochgegangen, ein Denkmal, meist mit sich gegenseitig fotografierenden Touristen davor, erinnert an die Katastrophe. Monate- bis jahrelang blieben die Touristen aus, heute ist davon freilich nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil, das ehemalige Fischerdörfchen boomt stärker als je zuvor, Ableger der gängigen Fastfoodketten, Starbucks, ein HardRock Hotel und etliche Baustellen, auf denen die Bauarbeiter asialike mit Badeschlappen arbeiten, zeugen vom anhaltenden Aufschwung.

 

Die Leute sind freundlich, doch haben Massentourismus und ständig wechselnde Touristenscharen hier (und auch teils in Sanur) ihre Spuren auch bei den Einheimischen hinterlassen. Wo außerhalb noch herzlich gelächelt und interessiert geschaut wird, wird hier nur noch profitorientiert Fließbandfreundlichkeit produziert. Wer will es den Leuten verdenken, zumal der Gegenpart, nämlich wir, uns alles in allem auch nicht wirklich durch echte Freundlichkeit oder Interesse an der fremden Kultur auszeichnen. Es ist hier diesbezüglich auch nicht anders als an anderen sehr touristischen Orten auf der Welt.  

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