Sicherheit

0158

Die Philippinen sind ein Drittweltland. Wegen der vielerorts vorherrschenden Armut muss man gewisse Spielregeln beachten, auf die ich im Folgenden etwas näher eingehe. Gewöhnungsbedürftig für unser Auge sind z.B. auch die “Gunmen”, die vor vielen Geschäften stehen. Also da steht jemand in einer schicken Uniform und bewacht den Laden mit einer Pumpgun. Und zwar nicht nur bei Juwelieren oder Wechselstuben, oft auch vor Supermärkten etc. Aber die sind für unsereins völlig harmlos, ich vermute mal das sind sowieso die ersten, die Fersengeld geben, wenn ein Überfall stattfindet... wer lässt sich schon für den kargen Lohn über den Haufen schießen?

Dem Thema Sicherheit werde ich aber darüber hinaus einiges an Beachtung einräumen. Warum?

1. sollte man überall die grundlegenden Sicherheitstipps beachten,
2. um Euren Sicherheitsbedenken als Newbie zu entsprechen und Euch diesbezüglich gut vorzubereiten,
3. ist ausgerechnet Angeles City als Touristenhochburg leider auch ein Sammelbecken für die bösen Buben (und Mädchen!), die gern ohne Arbeit an anderer Leute Geld kommen möchten.

Wir werden im Folgenden zunächst Sicherheitsstrategien für die wichtigsten Punkte entwickeln: für die Anreise, für das Hotel und für (z.B. nachts) unterwegs.

Der Sinn des Ganzen ist es natürlich nicht Euch ins Bockshorn zu jagen oder unnötig zu erschrecken, aber lest Euch das ruhig einmal durch und verinnerlicht es, nur zur Sicherheit. Denn manchmal kann es dümmer kommen, als man gucken kann, nicht nur auf den Philippinen.

Sicherheitsstrategie Anreise


Der springende Punkt bezüglich der Anreise ist, dass man alles Bargeld, Kreditkarte(n), Pass, Ticket, Ausrüstung (Kameras, Notebook etc.) mit rumschleppt. Ich plädiere als Erstes dafür, nicht alles in bar mitzuführen, sondern auf Kredit- und Bankkarten zurückzugreifen, notfalls auf (die ja versicherten) Traveller Checks. Die Gebühren hierfür sind zwar nicht zu umgehen, geben einem jedoch dafür einiges an Sicherheit. Denn wenn wirklich der Fall der Fälle eintritt ist der Urlaub u.U. schnell zu Ende. Von dem Moment an, in dem man seine Haustür hinter sich schließt, sollte man grundsätzlich vorsichtig sein. Auch im Heimatland kann man bestohlen werden wenn es dumm kommt, und Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Wie ich es mache: Ich splitte Cash, Kredit- und Bankkarten. Einen Teil habe ich am Mann in der Geldbörse, den anderen Teil im Handgepäck. So stehe ich im Fall eines Diebstahls oder sonstigen Verlusts nicht von hier auf da völlig nackt auf weiter Flur. Cams und wertvolle oder empfindliche Gegenstände gehören selbstverständlich ins Handgepäck, im Fall eines Verlusts des eingecheckten Koffers erstatten die Airlines nur Kilo Preise. Dann sieht man alt aus, denn das sind nur Bruchteile des eigentlichen Wertes. Mal ganz abgesehen davon, dass einem diese Gegenstände im Urlaub fehlen. Und es kommen gelegentlich immer wieder mal Koffer weg, vor allem bei Umsteiger Flügen. Ich habe eine stabile Reisetasche, die ich mittels eines kleinen Zahlenschlosses ständig verschlossen halte. Auch im Flugzeug kommen Diebstähle vor, und Gelegenheit macht Diebe. Das Handgepäck lasse ich grundsätzlich nie aus den Augen, weder im Taxi, wo ich es immer vorn im Fußraum habe, noch beim Einchecken am Airport, noch am Gepäckband.

In Manila angekommen ebenfalls das Handgepäck immer am Mann behalten und nicht in irgendwelchen Kofferräumen oder auf dem Rücksitz des Wagens - wenn an einer roten Ampel jemand die Tür aufmacht und zugreift, seht Ihr es nie wieder. Das dieser Fall eintritt mag unwahrscheinlich sein (in armen Ländern aber nicht wirklich), auf Nummer sicher zu gehen kostet aber keine Mühe.

Wenn ich im Hotel einchecke und mir zunächst das Zimmer ansehe, lasse ich das Handgepäck nicht unbeaufsichtigt an der Rezeption stehen sondern nehme es mit. Überhaupt trage ich es lieber selber, denn wenn der Page es fallen lässt und die Cams kaputt sind, habe ich Pech gehabt.

Sicherheitsstrategie Hotel

Ideal ist es, wenn es einen Safe mit Nummerncode im Zimmer gibt. In Angeles City ist das normalerweise Standard. Andernfalls gibt es an der Rezeption eine Safety Box, die oft nur tagsüber zugänglich ist. Zu allererst nach dem Einchecken kommen die wichtigsten Dinge wie Pass, Ticket, Plastikgeld und Cash (bis auf den Tagesbedarf) in den Safe. Je nachdem wie groß der (Zimmer-) Safe ist, passen auch noch die Cams und evtl. das Notebook hinein. Wie oben schon angesprochen, beim Hotelpersonal braucht man bezüglich Diebstählen in aller Regel keinerlei Bedenken zu haben. Allerdings kommt es manchmal vor, dass andere Hotelgäste bestimmte Situationen ausnutzen um zu stehlen, oder dass Freelancer, die man engagiert hat, etwas einstecken. Darum nie unnötig Wertvolles oder viel Cash herumliegen lassen.

Wenn es nur einen Rezeptionssafe gibt, ist es umständlich ständig runter zu laufen um Cash nachzufassen. Den Safeschlüssel bringt man danach wieder ins Zimmer. Außerdem ist es wie gesagt oft so, dass man nachts nicht an den Safe kommt. Darum habe ich immer eine Cash Reserve im Zimmer.

Beste Lösung: Ein Hartschalenkoffer mit Zahlenschloss. In diesen schließe ich während meiner Abwesenheit mein ebenfalls mit einem Nummernschloss gesichertes Handgepäck, in dem ich diese Cash Reserve, Safeschlüssel sowie elektronische Geräte habe. Zwar ist das alles im Grunde leicht aufzubrechen, es erfordert jedoch einiges an Aufwand und krimineller Energie. Zu 99,9% wird so niemals etwas passieren. Die größte Gefahr im Hotel geht von Freelancern aus, die man im Vollsuff abgeschleppt hat.

Dazu: Bei Girls aus einer Bar wird kaum etwas passieren, denn sie haben einen guten Ruf zu verlieren, und sie sind ja jederzeit wieder zu finden. Der Customer weiß ja, wo sie arbeitet. Auch wenn man nichts beweisen könnte, das wäre für das Girl mehr als unangenehm. Allerdings gibt es auch dort manchmal die eine oder andere drogenabhängige Hardcorenutte, bei der ich es nicht drauf ankommen lassen würde. Nein, die größte Gefahr sind diejenigen Mädels, die man irgendwo aus einer Disse, von der Fields Ave bzw. von der Straße hat. Mein Rat an alle Newbies: Lasst die Finger davon! Die Mädels in den Bars sind schließlich nicht weniger hübsch.

Es gab in den vergangenen Jahren sehr vereinzelt Vorfälle mit KO Tropfen, oder es werden einem Drogen untergejubelt, die dann von der Polizei gefunden werden. Oder es wird behauptet das Mädel sei noch keine 18 - das Gegenteil zu beweisen ist fast unmöglich. Die arbeiten dann mit der korrupten Polizei zusammen und man muss sich mit vierstelligen Eurobeträgen freikaufen. Oder einsitzen, und das ist wenig lustig auf den Philippinen. Auch hier, das wird bei einem Bargirl niemals passieren.

Aktuell gibt es gerade wieder Berichte von Freelancer Scams. Eine ruft ihre minderjährige Freundin per Smartphone ins Zimmer, die geht dort in die Dusche, woraufhin Polizei das Zimmer stürmt und den Customer wegen Sex mit Minderjährigen verhaftet bzw. belangt. Das kann sehr teuer werden, mittlerweile hört man von vier-, teils fünfstelligen Eurobeträgen. Wer nicht zahlen kann, geht in den Bau, dann ist das Leben, so wie man es kannte, vorbei.

Also Vorsicht mit Bekanntschaften von der Straße, aus Diskotheken oder Dating Seiten (DIA u.a.)

Ein anderer Kollege hatte Ärger mit einer Dame aus dem „High Society“ (Disse auf der Fields) die nach der Nummer über Bauchschmerzen klagte und anfing zu telefonieren. Er kam damit davon, dass er ihr 2000 gab und sie mithilfe der Hotel Security hinaus bekam. Die hätte ja alles behaupten können. Sehr dubios, also aufgepasst – und vor allem: in so einem Fall besser zahlen und keinen Aufstand machen, wie gesagt, die Polizei hilft Euch nicht, im Gegenteil. Gleich eine relativ kleine Summe zu zahlen ist besser als sich später horrenden Forderungen ausgesetzt zu sehen.

Verhindern kann man so etwas zuverlässig nur, indem man sich an die offiziellen Barmädels hält.

Sicherheitsstrategie “unterwegs”

Wenn Ihr vor Ort unterwegs seid, vor allem nachts, nehmt nie mehr Geld mit, als Ihr braucht. Lasst teure Uhren und Schmuck am besten ganz Zuhause.

Wedelt nicht mit dicken Geldscheinbündeln rum, auch nicht, wenn Ihr eine Rechnung in einer Bar bezahlt. Ich selber nehme nachts meist 5.000 Peso mit, das ist eigentlich schon zu viel. Habe noch 3.000 Peso als „Reserve“ in einem Extra Fach mit Reißverschluss.

Wenn ich frisches Geld aus dem ATM ziehe, bringe ich das, was ich nicht gleich brauche, sofort in den Safe.

Das meiste Geld habe ich in meiner Urlaubspatte hinten in der (engen) Hose, so dass da niemand unbemerkt reingreifen kann. Vorn in der Hosentasche habe ich das Kleingeld, bis zu 1.000 Peso etwa, in Hundertern und kleiner. Wenn ich kleinere Beträge zahlen muss bleibt die Patte in der Hose und niemand sieht, wie viel Geld ich dabei habe. Mobil und Hosentaschenknipse habe ich ebenfalls dicht am Mann (Hosentasche). Außerdem habe ich in der Geldbörse eine Kredit- oder Bankkarte für den Notfall (Unfall o.ä.). Nur dann zu empfehlen, wenn man mehrere Karten hat (was man sollte).

Lauft nachts nicht in zu dunkeln Ecken herum und meidet die unbeleuchteten Seitenstraßen der Fields Ave, sowie die Perimeter Road am besten ganz (Trike nehmen!).

Vermeidet Jeepneys vor allem bei Dunkelheit. Spart nicht an der falschen Stelle und nehmt Euch ein Trike (s.a. “Sich fortbewegen in Angeles City”). Es kommt auf der Perimeter Road in den Jeepneys regelmäßig vor, dass mehr oder weniger freche Taschendiebstähle stattfinden, selbst bei Tag. Dann merkt man erst später, dass einem die Patte gezogen wurde. Mir selbst ist es passiert, dass zwei oder drei Jungs eingestiegen sind, die hatten es auf mich abgesehen. Und das ziemlich unverblümt. Der eine setzte sich total dicht neben mich und fing an mit seinem Bein gegen meins zu drücken, offenbar wollte er mich ablenken oder einschüchtern, damit sein Kumpel, der noch eins weiter saß, hintenrum an meine Gesäßtasche kommt. Ich hab aber gegengehalten und mich keinen cm bewegt. Sie sind dann nach ein paar hundert Metern ausgestiegen, wohl um sich ein anderes Opfer zu suchen. Oft läuft es so ab, dass man durch körperlichen Kontakt in der Enge des Jeepneys abgelenkt werden soll, damit ein anderer zugreifen kann. Also steckt Eure Wertsachen am besten vorne in die Hosentasche, enge Jeans sind ideal, da kommt keiner rein. Keinesfalls die Cam oder das Handy in der aufgesetzten Seitentasche tragen, die Klettverschlüsse sind leicht zu öffnen. Man hört auch gelegentlich, dass solche Diebe mit Jeepney Fahrern zusammen arbeiten.

Es folgen einige Tipps zur Sicherheit allgemeiner Art

Lasst die Finger von Drogen.
Auf den Philippinen wird mittlerweile auch Kiffen hart bestraft, und es gibt eine Menge Polizeispitzel und/oder Leute, die den schnellen Peso machen wollen, in dem sie Touristen reinlegen. U.U. wird etwas mit der örtlichen Polizei inszeniert, um Euch abzukassieren. Wenn Ihr vor der Frage steht, bezahlen oder in den Knast (was dort kein wirkliches Vergnügen ist), was macht Ihr? Eben. Also nehmt Euch meine dringende Warnung zu Herzen, es gibt kein Pardon.

Ebenso wenig wie für Sex mit Minderjährigen: Lasst die Finger von Mädels, die nicht in einer Bar arbeiten und die zu jung sein könnten. Es hat Fälle gegeben, da haben sich Minderjährige z.B. auf die Fields gestellt zum Anschaffen (s.o.). Wenn Ihr mit so was erwischt werdet, gnade Euch Gott. Erst ab 18 gibt’s keine Probleme - und das ist jung genug!!! Aber wie gesagt, in den Bars ist das kein Thema.

0160Ladyboys sind nicht jedermanns Sache, aber wer sich mit dem Gedanken trägt, die philippinischen “Barklas” haben mittlerweile gut aufgeholt und mancher ist so hübsch wie die schönen thailändischen Ladyboys. Ich habe auf den Phils keinerlei Erfahrungen diesbezüglich und kann deshalb nichts dazu sagen. Allerdings ist eins glasklar: bei dieser Gattung muss man ganz besonders aufpassen, sie sind mit allen Wassern gewaschen. Nichts muss, aber alles kann passieren. Sie stehen inzwischen massenhaft nachts auf der Fields Ave und warten auf Kundschaft.

Legt Euch nie mit Filipinos an, sie sind in aller Regel ruhig und nett und sie lächeln, aber wenn man sie provoziert oder sie haben ihr Gesicht verloren, können sie ausrasten. Vor allem dann, wenn Alkohol im Spiel ist (oder schlimmstenfalls harte Drogen). Sollte es irgendwelche Meinungsverschiedenheiten über die Bezahlung von kleinen Rechnungen (Trike o.ä.) geben, zahlt lieber das Verlangte, auch wenn Ihr meint, im Recht zu sein. Grundsätzlich: Im Zweifel lieber nachgeben und lächeln.

Polizei: Rechnet nicht wirklich damit, dass die immer wirklich korrekt ist (s.o.). Das gilt im Streitfall, wenn es gegen einen Filipino geht, oder wenn Ihr einen Strafzettel bezahlen sollt o.ä. Die Polizei wird schlecht bezahlt auf den Philippinen, und es ist normal, dass die ihr Gehalt irgendwie aufbessern. Auch hier: Nicht auf stur schalten, die sitzen am längeren Hebel. Lieber nachgeben. Rechnet nicht damit, dass Euch die Polizei zu Eurem Recht verhelfen will sondern damit, dass sie möglichst viel Kapital aus dem Vorfall (also aus Euch, der Filipino hat nämlich kein Geld) schlagen will. Macht um die Polizei auf den Philippinen stets einen großen Bogen, wenn irgend möglich.

Bill Padding: Es gibt Bars, da “stopfen” sie einem zwischendurch heimlich die Rechnung. Wenn Ihr ein Getränk bestellt, bekommt Ihr mit diesem einen Zettel (Rechnung) in einen kleinen Behälter, der vor Euch auf dem Tisch steht. Kontrolliert ruhig, ob da nicht “versehentlich” zu viel aufgeschrieben wurde. So ein Rechnungspaket kann im Laufe des Abends ganz schön dick werden, vor allem wenn man mit Freunden unterwegs ist und noch ein paar Ladydrinks ausgibt. Irgendwann hat man die Übersicht verloren. Die meisten Bars sind völlig korrekt, aber manche betrügen, indem sie zu viel aufschreiben oder neue Rechnungen reinstecken, wenn Ihr auf dem Klo seid. Tipp: Nach ein paar Getränken regelmäßig bezahlen, dann verliert Ihr nicht die Übersicht.

Ebenso rechnet bitte die Addition der Rechnung zusammen (oder tut wenigstens so) bevor Ihr die Rechnung bestellt und reklamiert ruhig, wenn Ihr glaubt es sei was nicht OK. Das nimmt niemand übel. Zählt bitte Euer Wechselgeld nach. ein Trick ist z.B. auf 500 rauszugeben, wenn Ihr mit einem 1000er bezahlt habt. Man wird sich dann überschwänglich entschuldigen. Das gilt übrigens auch beim Umwechseln an den Wechselstuben: Gleich nachzählen, später kann man nicht mehr reklamieren. So was kommt in den Bars in Angeles aber sehr selten vor.

Double Ladydrinks: das hat sich in allen Bars leider etabliert. Es werden oft ungefragt “doppelte Ladydrinks” anstelle eines “normalen” serviert. Alleine die Existenz dieser DLDs ist eine Frechheit. Meist ist es anstatt eines kleinen Gläschens Rum and Coke, Mango Juice oder was auch immer, eine Flasche Bier. Man sollte solche das nickt fördern und nur „regular“ LDs bestellen.

Der Hammer ist mir mal im Dollhouse passiert: Nachdem eine Waitress etwas an mir rumgeschraubt hatte (Massage empfindlicher Stellen) wollte ich sie mit einen Ladydrink belohnen. Ich frage also nach dem Preis und bekomme die Auskunft “150”. Ich bestelle einen LD und es kommt eine Flasche San Miguel Light Bier an. Ich schau auf den Zettel, und da war prompt ein doppelter LD berechnet (280 oder 300). Ganz schön unverschämt, zumal ich vorher gefragt hatte. Habe das Teil natürlich zurückgegeben, die Dame hat dann zähneknirschend einen kleinen Drink angebracht für ihre Kollegin. Also so einen Scheiß braucht kein Mensch!

Noch ein Wort zum Straßenverkehr: Achtung. Natürlich rate ich niemandem, sich gleich einen fahrbaren Untersatz zu mieten, schon gar kein Motorbike (später mehr). Ich rede jetzt erst mal von uns als Fußgänger. Nur, weil man über einen fetten Zebrastreifen läuft, heißt das noch lange nicht, dass da irgendjemand in einem Auto bremst. Im Gegenteil. Man muss höllisch aufpassen, gerade beim Überqueren von großen Straßen. Und Vorsicht, der Verkehr kann wirklich aus allen Richtungen kommen!

Macht bitte einen Bogen um Glücksspiele. Die sind nämlich grundsätzlich verboten, und das wird geahndet. Es wird niemand was sagen, wenn man an der Bar ein Bier ausspielt, aber um Geld bitte niemals! Geht vor allem niemals (!!!) mit irgendwelchen Filipinos mit, die Euch zum Kartenspielen einladen, das kann gefährlich werden. Das ist eigentlich immer vorsätzlicher Betrug.

Auch lasst Euch nie auf betrunkene Filipinos ein, die Euch zum Trinken einladen oder irgendwo herumlungern. Die sind zuerst freundlich, aber wenn Alkohol und/oder Drogen im Spiel sind, kann die Stimmung schnell kippen und dann kann es ernsthaft unangenehm werden. Vor allem wenn Ihr Euer Girl dabei habt lasst Vorsicht walten. Die sind in den Augen vieler Filipinos nämlich so was wie Freiwild, und betrunkene Filipinos werden dann oft sofort aufdringlich bis unverschämt.

Das ist in Angeles City aber allgemein nicht so das Problem, da Filipinos normalerweise in den Bars nicht anzutreffen sind, jedenfalls nicht als Gäste. Die dort arbeiten (DJ, Getränke schleppen usw.) sind kein Problem.

Wenn ich mir jetzt mal so das ganze Kapitel zur Sicherheit durchlese bekomme ich ja fast selber Angst... Darum zum Schluss noch mal das Wichtigste: Behaltet das alles ruhig im Hinterkopf, aber werdet nicht zu ängstlich oder lasst Euch vom Urlaub in Angeles abhalten. Ich habe hier alles aufgeschrieben was mir überhaupt zum Thema einfällt. Sicherheitshalber, damit Ihr wisst, wo die Fallstricke lauern und Ihr vorbereitet seid. Hunderttausende fahren jedes Jahr auf die Philippinen und denen passiert nichts. Und das wird aller Voraussicht nach besonders für diejenigen gelten, die sich vorher ein paar Gedanken auch zu diesem Thema gemacht haben, also für Euch!

Aus meinem Tagebuch

0162

Abzocke im Seven Eleven

0164Im 7/11 auf der Fields (hinter dem Manson Drug) arbeitet nach wie vor eine Bande Kleinkrimineller. Nachdem ich peinlich genau drauf achte, dass alles nur einmal eingescannt wird, stimmt heute mal wieder das Wechselgeld nicht. Ich habe 623 Peso auf der Uhr, als Wechselgeld wird 377 auf der Kasse angezeigt, aber nur kurz, bis der Kollege es wegdrückt. Sauber zählt er mir 277 Peso vor und stellt sich auch noch dämlich, als ich reklamiere. Zählt es mir nochmal vor, es würde doch stimmen. Ich sage, dass 100 Peso fehlen, er überlegt angestrengt und tut dann so, als sei der Groschen gefallen. Er entschuldigt sich überschwänglich. Ich sage, jaja, ist doch immer dasselbe hier in dem Laden, ständig wird man betrogen.

Er nimmt es hin, ein anderer Kunde, der neben mir steht, ein Filipino, schaut mich groß an. Na den haben sie ja auch nicht beschissen, das machen sie nur mit Touristen. Möchte nicht wissen, was die da am Tag für einen Schnitt machen, wird sich richtig lohnen bei dem Verkehr. Die wenigsten rechnen damit, im Supermarkt abgezockt zu werden, aber das hat hier wie gesagt eine sehr lange Tradition. Hat sich auch in diversen Foren herumgesprochen und es gab auch Beschwerden bei der Geschäftsleitung. Hat es was genutzt? Nein, es sind zwar ständig andere Leute dort, aber die arbeiten alle zusammen, auch die Security macht mit, sonst geht es ja nicht. Habe selber lange gebraucht, bis ich dahinter gekommen bin. Üblich ist es, Waren mehrfach einzuscannen und abzukassieren. Wie oft hab ich das früher im Halbsuff nachts wohl nicht bemerkt.. unzählige Male sicher. Geht besser zum JJ Supermarkt (direkt hinter der Margarita Station), der ist korrekt und billiger sowieso.

Visa Verlängerung im Travel Office und Flugbuchung

0166Meine Visa Verlängerung lasse ich vom “Ideal Holidays Travel” Office gleich beim Swagman machen (kurz vor der Margarita Station). 30 Tage ist das Visa On Arrival, für weitere 29 Tage muss ich hier 3850 Peso bezahlen, davon sind geschätzt 500 für das Office. Man kann es auch selber machen, ist aber mit Lauferei bzw. Warten verbunden. Für das nötige Passfoto schicken sie mich nach nebenan ins Internetcafé, kostet 50 Peso (für sechs Stück).

Die Mädels in dem Travel Office sind nett, nicht wie zuletzt im Swagman, wo der Service immer unfreundlicher wurde. Ich buche darum hier auch gleich ein paar Flüge. Und zwar Clark – Cebu – Boracay – Manila für 6500 ohne Gepäck (Promotion), für 40 kg Freigepäck weitere 3000. Das ist ein Schnäppchen für die drei Flüge, insges. 9500.

Die Hotels habe ich alle über Agoda gebucht, das klappt reibungslos, auch von unterwegs.

Edit: Ich bekomme gerade die Info rein, dass es recht unkompliziert sei, das Visum selbst zu verlängern (das Immigration Office ist jetzt in der Marquee Mall (map), da kann man einiges an Geld sparen. Wie viel genau weiß ich allerdings nicht.

 

Das Beste für Leute, die länger als 30 Tage bleiben wollen, scheint mir die Visaerteilung über die heimische Botschaft der Philippinen zu sein. Für Deutschland kostet das z.B. nur 27 € derzeit. Genaue Vorgehensweise vor Antritt des Urlaubs ist hier erklärt.

Kulturelle Unterschiede

0170

Sind bei weitem nicht so ausgeprägt auf den Phils wie in Thailand (s.a. „Pattaya Newbie 2.0“). Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die eine Überlegung wert sind. Ich will nur einiges grob ansprechen:

Die Leute sind meist Christen wie wir, was im Gegensatz zu Thailands Buddhisten eine Vereinfachung für uns bedeutet. Sie haben die gleiche Werteordnung wie wir, was in manchen Situationen wichtig werden könnte. Es herrscht ein gewisses Grundverständnis für den anderen.

Der größte Unterschied zu uns dürfte in der Armut liegen, die auf den Philippinen herrscht – es ist die 3. Welt, und viele Leute haben nichts, außer Hunger.  Geht deswegen respektvoll mit den Leuten um, auch wenn sie auf den ersten Blick vielleicht gewöhnungsbedürftig auf uns wirken. Sie haben sich ihre Lebensumstände nicht ausgesucht. Niemand sammelt aus Hobby, Überzeugung oder weil er ein schlechter Mensch wäre Plastikflaschen aus Mülleimern, sondern um seine nächste Mahlzeit zu bestreiten.

Ein paar Dinge, die Ihr nicht machen solltet:

Führt nichts ein, was mit Pornografie in Verbindung gebracht werden könnte, bitte druckt Euch auch diesen Bericht nicht aus um ihn mitzunehmen. Wenn, dann bitte nur den Text, absolut ohne die Bilder! Und lasst solche Dinge nie offen im Hotelzimmer herumliegen, zeigt sie niemals Einheimischen. Auch nicht der Putze.

Streitet Euch nie mit Filipinos, vor allem nicht laut oder gar handgreiflich. Das kann ins Auge gehen.

Seid immer freundlich zu jedermann, der es auch ist.

Bitte verliebt Euch nicht und schickt um Himmels Willen kein Geld auf die Phils, es sei denn, Ihr wollt dem Flips Stecher Eurer „Freundin“ dessen Saufpartys bezahlen. Behaltet immer im Hinterkopf, dass es um Sex gegen Bezahlung geht. Wenn Sympathie da ist und die Chemie stimmt ist es toll - mehr soll es nicht werden.

Denkt nie an Heirat.

Bitte tanzt in der Bar niemals auf dem Stage oder an den Stangen, die anderen Besucher werden es zum Kotzen finden.

Fahrt alleine in den Urlaub, es sei denn, Euer Kumpel ist wirklich gut drauf. Nichts ist schlimmer als sich während des ganzen Urlaubs über eine quengelnde Spaßbremse zu ärgern.

Handelt die Preise runter. Zahlt nie mehr als 30 - 50% des verlangten (Straßen-) Preises. Handeln gehört in Asien zum guten Ton.

Seid nicht zu geizig, Geiz macht einsam.

Bezahlt immer für Sex, alles andere ist nicht fair. Da runter zu fliegen nur um gratis zu ficken halte ich offen gesagt für unmoralisch, denn die Mädels machen sich alle Hoffnungen auf irgendwas. Es gibt ja Spezialisten, die sich über Chat mit Mädels verabreden und dann glauben, diese wollten sie wegen ihrer treuen Augen kennen lernen. Vor dem Hintergrund, dass es den meisten Mädels richtig schlecht geht (wirtschaftlich), sollte man so fair sein und sie nicht um ihren Lohn prellen. Darum glaube ich, dass es für beide Seiten von vornherein das sein sollte, was es ist, ein Vertrag über Dienstleistungen, in dem beide Parteien Rechte und Pflichten haben.

Ich bin der Meinung dass es von den Mädels, die bewusst Freier abzocken, mehrfach kassieren, lügen dass sich die Balken biegen etc. eine große Schweinerei ist sich so zu verhalten. Aber: Es gehören immer zwei dazu, und wenn der "reiche Onkel aus dem Westen" das alles glaubt, weil es eben genau das ist, was er hören will, hat er zumindest eine Mitschuld.

Umgekehrt ist es meiner Meinung nach anders: Wer mit dem Vorsatz runterfliegt um die Mädels zu verarschen hat vergessen, dass es oft um die Existenz geht auf den Phils. Und für uns nur um den Spaß und relativ wenig Geld.

Gutes Benehmen ist Ausdruck des Charakters - versucht Euch so zu benehmen, wie es Euch Eure Mami irgendwann (hoffentlich) mal beigebracht hat. Lasst Euren guten Willen erkennen, das ist international anerkannt _wink

So, ich denke das sollte reichen als kleine Richtschnur.

__zurueck __weiter
[Angeles City Newbie 2.0] [Inhaltsverzeichnis] [ACN2 1] [ACN2 2] [ACN2 3] [ACN2 4] [ACN2 5] [ACN2 6] [ACN2 7] [ACN2 8] [ACN2 9] [ACN2 10] [ACN2 11] [ACN2 12] [ACN2 13] [ACN2 14] [ACN2 15] [ACN2 16] [ACN2 17] [Stichwortverzeichnis]